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Leitet seit Januar die Dienststelle: Thomas Holzer.

Innenministerium hat Entscheidung getroffen

Testphase vorbei: So geht‘s mit der Mittenwalder Polizeiinspektion weiter

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Aus dem Testlauf wird ein Dauerzustand. Die Regelung mit den neuen Öffnungszeiten in der Mittenwalder Dienststelle wird beibehalten. Das hat Auswirkungen auf die Nutzung des Haftraums.

Mittenwald – Es war ein Versuch. Ein Pilotprojekt obendrein. Im Januar 2017 hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in der Mittenwalder Inspektion neue Öffnungszeiten der Dienststelle eingeführt. In der Nacht blieb die Wache unbesetzt, um unter anderem die Präsenz in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Jetzt nach über einem Jahr Testphase steht fest: Das Konzept bleibt dauerhaft bestehen.

„Es hat sich bewährt“, sagte Thomas Holzer im Mittenwalder Gemeinderat. Deshalb stimmte das Bayerische Innenministerium der Regelung endgültig zu. Heißt in der Konsequenz: „Auch andere Dienststellen wird’s treffen.“ Der Erste Hauptkommissar, der die Inspektion seit Januar 2018 leitet, ist der Meinung, dass die Bevölkerung die strukturelle Änderung gar nicht bemerkt. „Früher sind wir auch nur mit einer Streife raus“, sagt Holzer. Nur im Gebäude an der Prinz-Eugen-Straße sitzt kein dritter Dienstgruppenleiter mehr. Stattdessen können Bürger per Klingeltaste direkt die Einsatzzentrale in Rosenheim kontaktieren. Der Beamte dort schätzt die Lage vor Ort mit Hilfe einer Videokamera ein und setzt entsprechende Maßnahmen in Gang. Wer anruft, landet ebenfalls dort.

Anders als Polizeipräsident Robert Kopp, der in der Vergangenheit stets vermieden hat, von Personaleinsparungen zu sprechen, nahm Holzer den Begriff in der Sitzung in den Mund. Und gab eine Prognose ab: „In den nächsten zwei Jahren wird es keine Personalmehrung geben.“ Soll-Stärke der Inspektion früher: 30. Heute: 28. Wobei laut dem Hauptkommissar 26 Mitarbeiter zur Verfügung stehen. „Neun können gesundheitsbedingt keinen Nachtdienst machen.“ Ein Grund, warum die neue Handhabung günstig sei.

Einen Nachteil hat sie allerdings auch: „Der Haftraum ist in der Nacht nicht mehr zu nutzen“, verdeutlichte Holzer. Er würde zwei Beamte binden. Deshalb gibt es für Fälle, in denen Menschen in Gewahrsam genommen werden müssen, zwei Alternativen: Entweder die Garmisch-Partenkirchner Kollegen schicken eine Streife nach Mittenwald oder die aufgegriffenen Personen müssen in den Olympiaort gebracht werden. 

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