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Mit diesem Zettel informiert die Marktgemeinde über das Ende der Monats- und Wochentickets. 

Nutzer contra Marktverwaltung

Tiefgarage bleibt in Partenkirchen Streitthema

Wer sein Auto langfristig in der Partenkirchner Tiefgarage abstellen möchte, muss aktuell 150 Euro zahlen. Das beliebte Monatsticket gibt’s nicht mehr. Dagegen regt sich noch immer massiver Protest. Auch die Unterschriftensammlung läuft weiter.

Garmisch-Partenkirchen – Die Marktgemeinde wird sich mit dem Protestbrief von Rechtsanwalt Christian Langhorst zur Situation in der Tiefgarage an der Badgasse beschäftigen. „Die vorgebrachten Anregungen werden nun natürlich geprüft“, heißt es aus dem Rathaus. Der Jurist aus Garmisch-Partenkirchen will erreichen, dass die Abschaffung der Monatstickets zurückgenommen wird. Seiner Ansicht nach besaß der Hauptausschuss „keine beschließende Hoheit“ für die Änderungen der Parkgebühren zum 1. Februar.

Die aktuelle Situation rund um die Tiefgarage sorgt weiterhin für Irritationen und Unmut in der Bevölkerung im Ortsteil Partenkirchen: Formal gibt es keine Monatstickets mehr, tatsächlich aber doch noch. Denn in den Automaten können sie nach wie vor gezogen werden.

Langhorst selbst verfügt noch über ein Monatsticket mit Gültigkeit bis Anfang März. Am Mittwoch hat er dafür ein Strafmandat kassiert. „Dieses Verwarnungsgeld ist nicht akzeptabel“, sagt Langhorst, der die jüngst an ihn und andere verhängten Knöllchen als Reaktion auf seinen Protestbrief deutet. Die Gemeinde verweist jedoch auf übliche Kontrollen. Diese werden „mehrmals täglich in unregelmäßigen Abständen“ durch den vom Markt beauftragten Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland erledigt.

Langhorst will jedenfalls Einspruch gegen das verhängte Bußgeld erheben, auch wenn Aushänge in der Tiefgarage auf die geänderte Tarifsituationen hinweisen. Denn diese hängen nicht direkt am Parkautomaten und haben obendrein weder offizielles Logo noch eine offizielle Unterzeichnung: „Das könnte auch ein Faschingsscherz sein“, verdeutlicht Langhorst seine Position.

Umstellung nächste Woche

Die Gemeinde will die Automaten nun aktualisieren lassen: „Wir bedauern diesen Umstand sehr“, sagt Rathaus-Sprecher Martin Bader. „Die Umstellung wird Anfang der nächsten Woche erfolgen.“

Die durch den Rechtsanwalt initiierte Unterschriftenaktion für den Erhalt der Monatstickets erfährt hohe Resonanz: Innerhalb der Bevölkerung herrscht große Solidarität – auch von Bürgern, die ihr Auto gar nicht in der Tiefgarage parken. In Geschäften an der Ludwigstraße liegen die Listen aus, dort wird ebenfalls immer wieder über die Situation diskutiert, zum Beispiel im dortigen Zeitungsladen: „Die Schranke muss wieder her“, sagt Inhaber Richard Loher.

Für die Gemeinde ist diese (Re)-Installation keine Option, wie das Rathaus unter Verweis auf den entsprechenden Beschluss mitteilt. Auch eine Alternativlösung mit Anzeige der genutzten Parkplätze erscheint nicht möglich, wie die Marktgemeinde auf Tagblatt-Anfrage erklärt: „Kurzfristig kann kein System installiert werden, welches die Auslastung berechnet und anzeigt.“ Entscheidend sei nun, die Gesamtsituation in der Tiefgarage zu beobachten: „Nach dieser ,Testphase‘ wird die Thematik erneut im Hauptausschuss behandelt“, sagt Bader. Dort werde auch diskutiert, ob die angesprochene technische Lösung umgesetzt werden könne.

Nutzer fühlen sich übergangen

Das Gremium hatte in seiner Sitzung am 23. Januar überraschend die Abschaffung der Monats- und Wochentickets in der Tiefgarage Badgasse beschlossen. Mit dieser Entscheidung fühlen sich die betroffenen Nutzer, wie Julia Baumann, übergangen: Sie unterstützt den Protest und war in der entsprechenden Sitzung des Hauptausschusses vor Ort: „Ursprünglich sollte doch über das Thema gesprochen werden, und es sollten mögliche Lösungen gesucht werden. Das ist nicht passiert.“

Wer weiter seinen Pkw einen Monat in der Tiefgarage abstellen möchte, kann dies aktuell nur über Tagestickets machen. Die dann fälligen 150 anstatt bisher 40 Euro für ein Monatsticket können und wollen sich die Anwohner und Beschäftigten der Ludwigstraße allerdings nicht leisten.

Nico Schwarze

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