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Schwache Auslastung: Durch die Abschaffung der Monatstickets besteht in der Tiefgarage Partenkirchen viel ungenutzter Freiraum.

Hauptausschuss beschäftigt sich im April wieder mit dem Thema

Tiefgarage in Partenkirchen: Jetzt gibt‘s Signale der Entspannung

In der Kontroverse um die Tiefgarage Partenkirchen deutet sich eine Verständigung an. Betroffene möchten die Abschaffung der Monatstickets rückgängig machen. Nun will sich auch der Hauptausschuss der Marktgemeinde Anfang April erneut mit dem Thema beschäftigen.

Garmisch-Partenkirchen – Anfang Januar platzte die Tiefgarage im Ortsteil Partenkirchen aus allen Nähten, aktuell ist sie nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. Im zweiten Untergeschoss waren gestern Vormittag gerade einmal sechs Fahrzeuge abgestellt. Durch die Abschaffung der Monats- und Wochentickets ist inzwischen eine Situation mit Nachteilen für Bürger und Gemeinde entstanden: Die bisherigen Monatsparker müssen sich auf die Suche nach einer anderen Pkw-Abstellmöglichkeit begeben und dabei teilweise mehrere Runden um den Block drehen – das sorgt im Luftkurort für zusätzliche und eigentlich vermeidbare Emissionen. Der Markt Garmisch-Partenkirchen, der bislang bei geschätzt durchschnittlich 30 bis 40 Monatsparkern mehrere Tausend Euro jährlich durch die Tiefgarage Badgasse in die Kassen gespült bekam, wird diese Einnahmen nicht mehr haben.

Tagestickets sind auf die Dauer „viel zu teuer“

Kompensiert werden dürfte dieser Verlust nicht: Ein Drittel der Monatsparker müsste bereit sein, laufend Tagestickets für 5 Euro zu lösen und somit 150 Euro monatlich zu bezahlen. Aus Gesprächen mit ehemaligen Nutzern zeigt sich aber, dass diese die Tiefgarage nicht mehr ansteuern. „Es ist nun viel zu teuer“, sagt beispielsweise der Partenkirchner Emanuel Nöhmeier (44). Er hatte mehrere Jahre stets ein Monatsticket und meint, dass die Gemeinde mit ihrer Entscheidung „den Weg des geringsten Widerstandes“ gegangen sei.

Der Markt teilt über Sprecher Martin Bader mit, dass die Entscheidung des Hauptausschusses von Ende Januar auf dem Prüfstand steht: „Die Ergebnisse der derzeit laufenden ,Testphase‘ werden alsbald den Mitgliedern des Hauptausschusses zur Behandlung vorgelegt.“ Das Gremium soll sich voraussichtlich in seiner Sitzung am 3. April mit der Tiefgarage Badgasse beschäftigen.

Nöhmeier findet die aktuelle Situation überhaupt nicht praktikabel, da es keine langfristige Parkmöglichkeit zu attraktiven Konditionen mehr gibt. In den wärmeren Monaten des Jahres will er auch gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Sein Auto hatte er deshalb zuletzt längerfristig und geschützt in der Tiefgarage abstellen können – er hofft, dass dies auch wieder möglich sein wird.

Nutzer sind bereit, monatlich 50 Euro zu zahlen

Auch Brigitte Barth will das Hauptausschuss-Votum nicht akzeptieren, signalisiert aber Entgegenkommen in der Bürgerschaft: „40 Euro monatlich sind ja schon günstig gewesen. Wir sind bereit, 50 Euro zu zahlen, möchten aber gerne wieder die Monatstickets haben.“ Einen „Zehner“ mehr fände auch Nöhmeier vertretbar und verweist in diesem Zusammenhang auf die üblichen Mietkosten für einen Garagen- oder überdachten Stellplatz.

Die Gemeinde will mit ihren Mitarbeitern im Ordnungsamt die Situation weiter im Blick halten. „Es ist festzustellen, dass sich der Parkdruck, der zwischen Mitte Januar und Anfang Februar aufgetreten ist, mittlerweile wieder entspannt hat“, teilt Rathaus-Sprecher Bader mit. Bei den Bürgern besteht noch Handlungsbedarf – von Entspannung fehlt jede Spur. Denn solange es keine längerfristige Abstellmöglichkeit gibt, sorgen Extrarunden nicht nur für Frust, sie belasten auch die Umwelt.

Nico Schwarze

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