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Keine Schranke, kein Ticket-Automat: die Einfahrt zur Tiefgarage an der Badgasse.

Verzögerungen bei Sanierung 

Tiefgarage Partenkirchen: Immer noch Parken für lau

Eigentlich sollte die Tiefgarage an der Badgasse schon im Februar in neuem Glanz erstrahlen. Die Sanierung ist jedoch noch immer nicht abgeschlossen. Neben den Mehrkosten summieren sich die Ausfälle an Parkgebühren.

Garmisch-Partenkirchen – Wer die kurze Rampe in die Partenkirchner Tiefgarage runterfährt, der sieht ein Schild samt Pfeilen. Der Hinweis „Hier Parkticket“ erinnert daran, dass es einst ein Schrankensystem in der Anlage an der Badgasse gab. Abgebaut wurde es im November. Und noch immer müssen Autofahrer, die ihren Wagen in der Garage abstellen, nichts zahlen. Denn nicht nur bei der Sanierung sind Verzögerungen aufgetreten.

„Auch die Beschaffung des ,neuen‘ Kassensystems und der hierfür erforderlichen Automaten hat uns bisher vor Probleme gestellt“, heißt es schriftlich von Rathaus-Pressesprecher Martin Bader. Vier Automaten wurden vom Markt bestellt, ihre Lieferung wird in zwei bis drei Wochen erwartet. Warum dann erst frühestens Ende Juni wieder Parkgebühren verlangt werden können, erklärt Bader in Beamtendeutsch so: „Die Verzögerung im Beschaffungsvorgang ist mitunter dadurch bedingt, dass durch die Umstellung auf das neue Kassensystem weitergehende Kompatibilitätsprobleme mit der einzusetzenden Hardware sowie dem Finanzdienstleistungsprogramm des Marktes geklärt werden mussten.“

Neues Kassensystem kostet rund 45.000 Euro

Pro Monat, in dem keine Parkgebühren verlangt werden, fehlen dem Gemeindesäckel rund 6400 Euro an durchschnittlichen Einnahmen, wie es weiter aus dem Rathaus heißt. Wenn man rechnet, dass dies zwischen November und Juni der Fall war, ergibt sich eine Summe von 51 200 Euro. Die Kosten für das neue Kassensystem belaufen sich, wie es Anfang des Monats im Finanzausschuss des Gemeinderates hieß, auf 45.000 Euro.

Das war freilich nicht die einzige Zahl, die in der Sitzung mit Blick auf die Tiefgarage genannt wurde. Demnach sind die Sanierungsarbeiten um 107 200 Euro teurer, als geplant. Vor allem das zweite Untergeschoss hat den Verantwortlichen Sorgen bereitet. Dort wurden zahlreiche tiefe Risse und Schäden entdeckt. Die Folge: Weitere Arbeiten waren notwendig. Wie berichtet, mussten rund 300 Quadratmeter Beton ausgetauscht werden. Kostenpunkt: 55 000 Euro. Ebenfalls teuer: die Rampenheizung im Eingangsbereich. Dort sei es laut Gemeinde immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Autos „bei Eisbildung die Rampe hinabrutschten“.

Mittlerweile ist die Anlage bis auf 25 Stellplätze, bei denen nach Worten von Rathaus-Sprecherin Ute Leitner „noch die Schlussabnahme fehlt“, wieder in Betrieb. Wenn in den nächsten Wochen die Automaten kommen, kann ein Schlussstrich unter das Projekt gezogen werden, das etwas ungut angefangen hat. Bereits Ende Oktober gab es im Gemeinderat Kritik an der Infopolitik der Kommune. Demnach sei erst am 25. Oktober ein Schild aufgestellt worden, dass dann keine Wochen- und Monatstickets mehr beziehbar sind. Damals wurde die Bauzeit mit vier Monaten benannt. „Das war zu Beginn der Maßnahmen nur eine Annahme“, muss Bader nun einräumen.

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