In diesem Geröllfeld im Oberkar haben die Retter den tödlich verunglückten Bergsteiger entdeckt.

Augenzeugen alarmieren die Bergwacht

Tödlicher Absturz an der Alpspitze: Für Urlauber (68) kommt jede Hilfe zu spät

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Gut 100 Meter ist ein Urlauber am Freitag vom Ostgrat der Alpspitze in die Tiefe gestürzt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen.

Garmisch-Partenkirchen/Grainau – Die Alpspitze mit ihrer markanten Silhouette ist ein Ziel, das Bergsteiger geradezu magisch anzieht. Den 2628 Meter hohen Gipfel im Wettersteinmassiv hat sich am Freitag auch ein deutscher Urlauber vorgenommen. Beim Abstieg über den Ostgrat geschah allerdings ein Unglück. Der 68-Jährige aus Kall in Nordrhein-Westfalen, der allein unterwegs war, stürzte Richtung Oberkar gut 100 Meter in die Tiefe. Zeugen hatten den Unfall, der sich nach Auskunft der Polizei gegen 13 Uhr ereignete, beobachtet und sofort einen Notruf abgesetzt.

Nachdem zunächst unklar war, wo die Tragödie überhaupt passiert war, flogen zwei Retter der Bergwacht-Bereitschaft Garmisch-Partenkirchen mit dem ADAC-Hubschrauber Christoph Murnau Richtung Alpspitze. „Zunächst haben wir in der Nordwand gesucht“, erklärt Thomas Bräckle. Nachdem dort keine Spur von dem Verunglückten zu finden war, vermuteten sie den Abgestürzten im Oberkar. In dem steilen Gelände, mitten in einem Geröllfeld, entdeckten die Einsatzkräfte schließlich den Mann. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Um den Bergsteiger aus dem unwegsamen Gebiet zu bergen, alarmierten die Retter einen weiteren Bergwachtmann. Als dieser vor Ort war, erreichte die Hubschrauber-Mannschaft, die den Helikopter zwischendurch an der Bergwacht-Zentrale an der Auenstraße auftanken musste, ein weiterer Notruf – allerdings von der Bergwacht Grainau. Eine 55-Jährige aus Reisbach (Landkreis Dingolfing-Landau) hatte an den Knappenhäusern Kreislaufprobleme. Per Winde gelangten ein Retter und der Notarzt zu ihr, untersuchten sie und brachten sie ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Erst als dieser Einsatz abgeschlossen war, flog der Helikopter wieder ins Oberkar, um die Bergwachtkräfte und den verunglückten Urlauber abzuholen. Die Ermittlungen, wie es zu dem tödlichen Absturz kommen konnte, hat nun die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen übernommen.

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