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Nur eine Wand ist übrig: Ein Baum hat den Aufbau des Rettungswagens zerstört.

Nach Kollision mit Baum stellt sich Frage nach der Schuld

Totalschaden am Rettungswagen - Gemeinde in der Pflicht?

  • Katharina Bromberger
    vonKatharina Bromberger
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Nach dem Unfall in Garmisch-Partenkirchen stellt sich die Frage nach der Schuld. Ein Baum hatte den kompletten Aufbau eine Rettungswagens weggerissen. Dabei aber war der Fahrer nicht von der Straße abgekommen. Hätte die Gemeinde früher reagieren und die Bäume zuschneiden müssen? Noch bleiben Fragen wie diese offen.

Garmisch-Partenkirchen Der Rettungswagen ist kaputt. Nicht mehr zu gebrauchen. Mit bis zu 180.000 Euro Schaden rechnet Hans Steinbrecher, Leiter des Rettungsdienstes in Garmisch-Partenkirchen, sollten auch die Geräte beschädigt sein. Bei einem Unfall am Mittwochvormittag war der Aufsatz des BRK-Fahrzeugs weggerissen worden. Das nahm Steinbrecher recht gelassen. Für ihn zählte, dass niemand verletzt worden war. Was ihn aber schon ein wenig ärgert, ist die Ursache für den Unfall.

Auf dem Weg zu einem Einsatz musste der Fahrer des Rettungswagens auf der Thomas-Knorr-Straße in Garmisch-Partenkirchen nach rechts ausweichen. Obwohl er nicht ins Bankett geriet, stieß der Aufbau gegen einen Baum, der den wirtschaftlichen Totalschaden verursachte. Nun fragt sich Steinbrecher: Musste das sein? Hätte sich das nicht verhindern lassen? Unmittelbar nahm der Rettungsdienst-Leiter Kontakt mit der Gemeinde auf. Sie sieht Steinbrecher hier in der Pflicht, schließlich habe sie die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Im Rathaus befasst man sich mit dem Thema, kann jedoch noch keine genauen Angaben dazu machen. Vorher müssten sich die zuständigen Mitarbeiter des Bauhofs selbst vor Ort ein Bild von der Situation machen, schreibt Sprecher Martin Bader auf Anfrage. Auch, ob womöglich die Marktgemeinde für den Unfall verantwortlich ist und für den Schaden aufkommen muss, weiß er noch nicht. Hier gelte es, „das Ermittlungsergebnis der Polizei abzuwarten“.

Steinbrecher kritisiert, dass die Zuständigen nicht früher reagiert haben, zumal seines Wissens nach bereits mehrmals größere Fahrzeuge durch die Bäume der Allee beschädigt worden waren. Dies bestätigt Bader nicht. In jüngster Zeit „wurden hier keine Versicherungsfälle über die kommunale Versicherung abgerechnet“. Andersherum aber beschädigten ihm zufolge Lastwagen zwei Bäume während der Bauarbeiten an der B23. Damals wurde der Verkehr kurzzeitig über die Thomas-Knorr-Straße umgeleitet. Weitere Vorfälle kennt Bader nicht. 

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