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Kann nicht klagen über die ersten Monate: Thorsten Unseld.

Deutliches Plus bei Ankünften und Übernachtungen

Tourismus: Garmisch-Partenkirchen schneidet besser ab als Berchtesgaden 

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Grund zur Freude: GaPa-Tourismus legt in den ersten drei Monaten 2018 bei den touristischen Zahlen zu. Sogar im Vergleich mit beliebten Orten ist die Marktgemeinde vorne mit dabei.

Garmisch-Partenkirchen – Thorsten Unseld wirkt unaufgeregt. Dabei gebührt ihm seit die beiden „Peters“ – die Ex-Tourismusdirektoren Ries und Nagel – aus ihrem Amt geschieden sind die Aufgabe, die touristischen Zahlen den Gemeinderäten im Ausschuss zu präsentieren. Angesichts der positiven Ergebnisse ein leichtes Spiel für den Kaufmännischen Leiter von GaPa-Tourismus. Er sprach von „sehr schönen Entwicklungen“ in den ersten drei Monaten 2018.

Der Trend setzt sich fort. Die Marktgemeinde legt weiter zu. Bei Übernachtungen und Ankünften sogar deutlich. Das kommt nicht von ungefähr. Einige Faktoren spielten Unseld & Co. in die Karten. Allen voran der starke Winter bis zum letzten Skitag. Grundsätzlich stehen Skiregionen derzeit bei Urlaubshungrigen hoch im Kurs. Sie verweilen im Schnitt auch länger im Ort als im Sommer.

Vorteilhaft für die erste Bilanz war auch, dass die Osterferien in die letzten Märzwochen fielen. Gerade in diesem Monat seien die Zuwächse enorm gewesen, berichtete Unseld. Ein Plus von 16,68 Prozent bei den Übernachtungen, 20,58 Prozent bei den Ankünften. „Damit haben wir nicht gerechnet.“ Solche Überraschungen nimmt man aber gern in Kauf.

Zu denjenigen, die die Zahlen fleißig nach oben schrauben, zählen die Thailänder. „Das lässt auf die Entourage des Königs schließen“, merkte Unseld an. Eine Steigerung von fast 50 Prozent bei den Ankünften sind zu verzeichnen. Dafür brach der russische Markt ein. Der Experte führt das Resultat auf die politischen Entwicklungen, „die Entfremdung vom Westen“ zurück.

Kein Beinbruch. Die Marktgemeinde kann sich sehen lassen. Im innerdeutschen Vergleich sowieso. Unseld hat nicht nur Tourismus-Regionen untersucht, sondern auch beliebte Orte der Kommune gegenübergestellt. Das Ergebnis verkündete er nur all zu gern. Mit Ausnahme von Bad Wiessee „liegen wir deutlich vorne“, betonte er und bezog sich dabei auf die Zuwächse. Die haben zwar alle eingefahren, aber nicht in dem Ausmaß. Berchtesgaden, Oberstdorf oder Oberstaufen reihen sich hinter Garmisch-Partenkirchen ein.

Quartal I in Zahlen:

Übernachtungen: 490 303 (2017: 437 575); plus 12,1 Prozent.
Ankünfte: 115 806 (102 635); plus 12,8.
Aufenthaltsdauer: 4,2 (4,3); minus 1,5.
Betten: 10 678 (10 158): plus 5,1.
Prozentuale Auslastung: 52,8 (47,9); plus 10,3.
Belegtage: 46 (43); plus 6,6.

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