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Übergabe des Staffelstabs: (v. l.) Christian Lackner, Philipp Holz, Anton Speer und Arno Nunn. 

Christian Lackner verlässt den Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Zugspitz Region: Mit Philipp Holz kommt fünfter Tourismus-Manager in sechs Jahren

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Christian Lackner verlässt die Zugspitz Region. Nach zwei Jahren als Elternzeitvertreter für Stephanie Daser kehrt der Tourismus-Manager dem Landkreis den Rücken. Sein Nachfolger Philipp Holz fängt zum 1. Oktober an. Für Daser wird eine neue Stelle aus Leader-Mitteln geschaffen.

Landkreis– Die Zugspitz Region GmbH oder die Kreisentwicklungsgesellschaft, wie das Konstrukt beim Eintrag ins Handelsregisterim Oktober 2010 noch hieß, hat schon viele kommen und gehen sehen. Gerade im Bereich Fremdenverkehr. Zum 1. Oktober tritt der fünfte Tourismus-Manager seinen Posten an. „Christian Lackner übergibt den Staffelstab an Philipp Holz“, heißt es von Seiten der GmbH, die sich der sozialen, ökologischen und ökonomischen Entwicklung des Landkreises annimmt. Zwei Jahre engagierte sich Lackner in der Zugspitz Region. Diese verlässt er nun „mit zwei weinenden Augen“. Zwar geht’s für ihn zurück in seine schleswig-holsteinische Heimat, er hätte sich aber auch eine Verlängerung seines Engagements vorstellen können. Genauso die Verantwortlichen um Landrat Anton Speer (Freie Wähler), Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn, der dem Tourismusbeirat vorsteht, und Sebastian Kramer, Geschäftsführer der Zugspitz Region.

Lackner saß auf einem befristeten Vertrag – als Elternzeitvertretung für Stephanie Daser (geborene Rehm). Nachdem lange nicht klar war, ob die Garmisch-Partenkirchnerin zurückkommt und vor allem wann, zog der 48-Jährige schließlich Konsequenzen. „Auf dieser Basis konnte ich nicht entscheiden, ob ich mit meiner Familie ganz umziehe.“ So orientierte er sich um. Dasers Entschluss, nur als Teilzeitkraft zurückzukehren, um ansonsten für ihren Sohn da zu sein, kam für ihn zu spät.

Philipp Holz: „Ich bin ein Bergmensch“

Holz freilich freut’s. Der 32-Jährige aus dem Schwarzwald lebt seit Studientagen im Landkreis – „ich bin ein Bergmensch“. Noch arbeitet er in einer Bergsportschule und Eventagentur in Ohlstadt, wo er bereits mit Digitalisierung und E-Commerce betraut war. Themen, die ihn auch in seiner neuen Position erwarten. „Da hinterlasse ich eine offene Baustelle“, sagt Lackner. Zwar seien die Vermieter im Landkreis bereits sensibilisiert, umgesetzt ist das Ganze aber noch lange nicht. Genau wie das gemeinsame Außenmarketing der vier Talschaften. „Messen organisieren wir schon zusammen. Wir sind auf einem guten Weg, aber nicht schnell genug.“

Den guten Weg, der mit einem Budget von knapp 500 000 Euro pro Jahr gemeistert wird, bestätigen ihm auch Speer und Nunn. „Herr Lackner hat die Zugspitz Region wieder ein Stück nach vorne gebracht“, betont der Landrat. Das belegen die Zahlen. Stolz verweist er auf das Plus von 8,8 Prozent bei den Gästen. Auch Nunn schätzte die Zusammenarbeit mit Lackner „und dessen Blick von außen“. Dem Oberammergauer ist bewusst, dass all das mit geringen Mitteln geschah, und der Tourismus-Manager stets gefordert ist, selbst anzupacken. Das traut er Holz zu, der einen unbefristeten Vertrag erhält. Er soll den Landkreis gerade in den Bereichen Digitalisierung und soziale Medien voranbringen. Und auch den Start des Spitzenwanderwegs, den Lackner initiiert hatte, zu Pfingsten 2018 starten sowie die Landesausstellung in Ettal begleiten. „Ich trete in große Fußstapfen“, sagt Holz.

Stephanie Daser kümmert sich um Dachmarke Zugspitz Region

Die Dachmarke Zugspitz Region wird derweil Daser beackern. Ihre Entwicklung wird aus Mitteln von Leader, dem europäischen Programm zur Stärkung des ländlichen Raums, mit 170 000 Euro gefördert. Mit diesem Geld werden in den kommenden drei Jahren die Bereiche Tourismus, Standortmarketing, Gesundheitsregion und Regionalvermarktung vereint. Dafür wird eine neue Stelle für Daser geschaffen. Und in dieser Funktion wird sie künftig auch mit Holz und seiner Mitarbeiterin eng kooperieren.

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