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Kleine Aufmunterung: Mit Geschenken verabschieden Harald Helfrich (l.) und Peppi Braun (r.) Peter Nagel. 

Tourismusdirektor wehmütig: “Es ist wirklich schwer“

Überraschungsparty für Peter Nagel zum Abschied

Zahlreiche Geschenke, die besten Wünsche, humorvolle Rückblicke, eine Überraschungsparty: Mitarbeiter und Weggefährten machten Peter Nagel seinen Abschied nicht leicht. Am 1. April tritt der langjährige Tourismusdirektor Garmisch-Partenkirchens eine neue Stelle an. 

Garmisch-Partenkirchen – Peter Nagel ist wohl jemand, auf den die Beschreibung „cooler Hund“ passen würde. Die letzten Tage als Tourismus-Direktor von Garmisch-Partenkirchen waren für Nagel, der zum 1. April nach Berchtesgaden geht, aber emotionaler als gedacht. „Es ist wirklich schwer“, sagte er übers Abschiednehmen im Tourismus-Ausschuss. Die Sitzung fiel passenderweise auf seinen letzten Arbeitstag bei GaPa-Tourismus. Mit warmen Worten, kleinen Geschenken und viel Herzlichkeit sagten die Gremiumsmitglieder Servus. Wie schon zuvor Nagels Mitarbeiter im einstigen Amt 80.

Die hatten ihren Chef, wie er aus dem Nähkästchen plauderte, mit einer Abschiedsparty überrascht. Und noch mehr: Zum einen gab’s ein Berchtesgaden-Quiz per Video, das auch an Nagels künftigem Arbeitsort gedreht wurde. Zum anderen überreichte ihm die Truppe ein originelles Geschenk: „eine Weste aus Berchtesgadener Milchkartons“, sagte Nagel und seine Augen strahlten angesichts so viel Kreativität.

22 Jahre in der „Anstalt“

22 Jahre lang hat er, wie er GaPa-Tourismus mit einem Augenzwinkern nannte, „in der Anstalt“ gearbeitet. An seine Anfänge erinnerte Ausschuss-Chef und Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) recht humorvoll. Im April 1996 habe Nagel als junger Bursch’ angefangen, bereits im Mai 1996 war er bei einer Fahrt in die Partnergemeinde in Lahti dabei. Er musste vor einem Einkaufsmarkt seine Landler spielen und „für Garmisch-Partenkirchen Werbung machen“. Ein bescheidener Start, auf den vieles folgen sollte. Bauer hob die Erfolge Nagels bei der Positionierung der Marktgemeinde hervor. Etwa das neue Markenbild oder der erarbeitete Sechs-Jahres-Plan. „Es geht fast ein Freund“, sagt er zum Abschied.

An Nagels typische Formulierungen bei den Ausschuss-Sitzungen erinnerte Peppi Braun (Freie Wähler): etwa „sehr dünnes Eis“ oder schon „bis zum Knöchel im Wasser stehen“. Er überreichte ihm – für einen entspannten Start – im Namen der Kollegen einen Gutschein für die Therme Berchtesgaden. Aus den Händen von Harald Helfrich (SPD) gab es das Zugspitz-Kreuz aus Schokolade. Auch Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) schaffte es von einem anderen Termin gerade noch rechtzeitig. Sie hob Nagels Kreativität und seine Leistungen für Garmisch-Partenkirchen hervor. „Sie haben den Tourismus in die Gegenwart geführt.“

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