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In welche Richtung geht’s in der Touristischen Sonderzone? Franz Hummel (l.) und sein Prokurist Andreas Schamberger. 

Post für die Garmisch-Partenkirchner Gemeinderäte

Touristische Sonderzone: Weiterer Tiefschlag für Investor Hummel

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Das a-ja-Hotel, das an der Touristischen Sonderzone in Garmisch-Partenkirchen gebaut werden sollte, entsteht jetzt angeblich auf dem ehemaligen Bowling-Gelände. Ein weiterer Tiefschlag für Investor Franz Hummel. Jetzt hat er die Gemeinderäte um Hilfe gebeten, weil aus seiner Sicht die Rathaus-Verwaltung nicht funktioniert.

Garmisch-Partenkirchen – Am Montag traf man sich wieder. Von Angesicht zu Angesicht. Das kommt relativ häufig vor. Franz Hummel ist fast ständig Gast im Bauausschuss der Marktgemeinde, um für seine Groß-Projekte, die er rund um den Wannerweg und der südlichen Olympiastraße verwirklichen will, zu werben und den Gemeinderäten sowie der Bauverwaltung offene Fragen zu beantworten. Die Stimmung war gefühlt zuletzt nicht mehr besonders harmonisch. Er beklagt die Gesprächskultur, die herrscht. Er sei „kein Kasperl oder Hanswurst“. Einmal nannte Marktbaumeister Jörg Hahn Hummels Einlassung „Schwachsinn“. Allerdings entschuldigte er sich wenig später dafür. „Die Emotionen.“

Hummel will bauen und darf nicht

Hummel, Geschäftsführer der FH-Innova, will bauen und darf nicht. Dem Vorhaben auf dem Bahnhofsareal neben dem Wannerweg hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit einer Eilentscheidung einen Riegel vorgeschoben – und auch in der Touristischen Sonderzone südlich der Olympiastraße herrscht Stillstand. Stillstand, den Hummel nicht länger hinnehmen will. In der vergangenen Woche ging er deshalb in die Offensive. Alle Gemeinderäte erhielten Post von ihm. Inhalt des Briefs: Hummel bittet die Kommunalpolitiker um Unterstützung. Sie sollen die Verwaltung „mit der zeitnahen Umsetzung der Bauleitplanung“ beauftragen. Im Schreiben macht der Bau-Löwe klar, dass die Deutsche Immobilien Entwicklungs GmbH, die auf dem Gelände ein a-ja-Hotel der Vier-Sterne-Kategorie bauen wollte, abgesprungen ist. Der Grund laut Hummel: das mangelnde Vertrauen in die Umsetzung der Bauleitplanung. „Die vergangenen zwei Jahre seit dem vom Gemeinderat festgesetzten Aufstellungsbeschluss in eine Touristische Sonderzone haben bis heute keinen wirklichen Fortschritt gezeigt.“ Der Deutschen Immobilien Entwicklungs GmbH sei ein Kostenaufwand in „sechsstelliger Höhe“ einstanden. „Gleicher monetärer Schaden bleibt im Übrigen auch für unser Unternehmen“. 

Bürgermeisterin Meierhofer weist Vorwürfe zurück

Hummel sieht weitere Projekte in Gefahr: Ein Hotel für ein modernes Life-Style-Konzept im Drei-Sterne-Segment sowie ein hochwertiges Vier-Sterne-Superior-Haus könnten auf der Kippe stehen. Den Grund allen Übels sieht er im Rathaus. „Ich glaube, die Verwaltung ist überlastet. Man müsste viel mehr an externe Büros übergeben.“ Vorwürfe, die Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) nicht so stehen lassen will. „Die weise ich zu Gänze zurück.“ Öffentlich möchte sie dazu „nicht weiter Stellung nehmen“. Nur so viel: Das Bauamt sei keinesfalls überlastet. Man habe viel für den Papierkorb arbeiten müssen, weil Hummel seine Wünsche und Pläne sehr häufig geändert habe. Der sieht das freilich ganz anders. Trotz Frust und Ärger will er weitermachen. „Das ist mein Heimatort, hier leben meine Kinder, hier bin ich zu Hause.“ Deshalb schaue er nach vorne. „Ich bin guten Muts.“

Dessen ist auch die Deutsche Immobilien Entwicklungs GmbH. Das Unternehmen hat zwar die Touristische Sonderzone verlassen, bleibt aber im Markt. Es will seinen Hotelneubau auf dem Bowling-Areal verwirklichen. Die Fläche hatte Roland Wetzel, Geschäftsführer der Intercon Unternehmensberatungs GmbH mit Sitz in Reutte/Tirol, vom Freistaat Bayern erworben. 7,5 Millionen Euro sollen die Investoren, die Wetzel vertritt, für das 13 500 Quadratmeter große Areal überwiesen haben. Für Mitte August soll sich Wetzel einen Termin bei Bürgermeisterin Meierhofer geben haben lassen. Worum es dabei geht, liegt auf der Hand.

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