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Fleißig am Werkeln: die ehrenamtlichen Helfer präparieren den Aufsprung fürs Faschingstreiben.

Die Schäden sind nicht unerheblich

Trotz Absperrungen: Touristen nutzen Schanzen-Anlage als Rodelbahn

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Normalerweise setzen die Athleten dort zu ihrer Landung an. Dafür ist der Aufsprunghügel derJugendschanzen im Olympia-Skistadion gedacht. Inzwischen sausen Rodler den Hang hinunter – verbotenerweise.

Garmisch-Partenkirchen – Langsam aber sicher hält Martin Glas immer mehr von Dr. Sigrid Meierhofers (SPD) Idee. Die Bürgermeisterin hatte anklingen lassen, nach der Sanierung des Olympia-Skistadions in Garmisch-Partenkirchen Geld für die Besichtigung zu verlangen. „Das könnte man schon mal für die Instandsetzung verwenden“, sagt der Sportwart der Abteilung Skisprung und Nordische Kombination beim SC Partenkirchen. Aus ihm spricht die Wut über so manchen Touristen, der die Anlage als Bobbahn missbraucht. Die Fälle häufen sich.

Erst vor ein paar Wochen, als die Bayerischen Meisterschaften ausgetragen wurden, hat er das mit eigenen Augen beobachtet. „Der letzte Springer war gerade so unten“, sagt er, „da ist schon einer mit Lackschuhen durch den Aufsprung gerannt.“ Glas fackelte nicht lange und stellte den Mann zur Rede. Der war keine Ausnahme. Auch in den vergangenen Tagen wurde der Landebereich der Jugendschanzen zweckentfremdet und verwüstet. Ein Training oder gar einen Wettkampf in diesem Zustand zu absolvieren – undenkbar. „Da kann man keinen runterlassen“, betont Glas. Das Verletzungsrisiko für die Athleten wäre zu groß.

Selbst um das  Faschingsspringen am Dienstag musste der Sportwart bangen. Zumindest bis am Vormittag das Handy piepste und er Bilder von dem wiederhergestellten Hügel sah. Die Helfer haben vollen Einsatz gezeigt, mussten „gute fünf Stunden extra“ arbeiten. Nur, weil ein paar „G’spinnerte sich über alles hinwegsetzen“, klagt Glas. Damit meint er nicht nur die Kette am Auslauf und die Absperrung an der Treppe, sondern auch die eigene Vernunft.

Einerseits versteht Glas, dass die Rodelgaudi für Touristen zum Urlaub dazugehört. Anderseits fragt er sich schon, wie man überhaupt auf die Idee kommt, dafür die Schanzen aufzusuchen. „Der Sport ist medial so bekannt“, sagt er. „Es muss doch klar sein, dass die Anlage nicht für Jedermanns Gebrauch ist.“ Der SCP-Funktionär kann sich diese Aktionen nur mit den limitierten Alternativen erklären. Das Rodeln sei „am Eckbauer für manche vielleicht nur bedingt möglich“.

Als Entschuldigung lässt er das aber nicht gelten. Zu groß sind die Schäden, die angerichtet werden. „Der Aufsprung ist dann total zercarvt“, betont er. Die Folge: Wenn eine Person zu Fuß drüber läuft, dürfen 20 Mann mit den Skiern rauf und neu präparieren. Dabei verlangt man den Ehrenamtlichen „eh schon immer enorm viel ab“. Nur beim Faschingsspringen drückt der SCP ein Auge zu und lässt die Kinder am Ende in dem Bereich herumtollen. Ansonsten bleibt er Sperrzone.

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