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neben dem Kainzenbad könnte die Turnhalle entstehen.

Meierhofer und Koch geraten mal wieder aneinander

TSV Partenkirchen: Erster Schritt zur Turnhalle

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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Doch nun gibt es positive Entwicklungen in Sachen Turnhalle. Die Kommunalpolitiker haben der Bürgermeisterin den Auftrag gegeben, mit dem TSVP zu verhandeln.

Garmisch-Partenkirchen – Was schon lange währt und was etliche Rückschläge verkraften musste, befindet sich offenbar auf einem guten Weg: die geplante Turnhalle des TSV Partenkirchen. Der Finanzausschuss des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderats unterstützt einstimmig das Projekt, das auf einem gemeindlichen Grundstück in Nähe des Kainzenbads realisiert werden soll. Dort steht auch das Vereinsheim des TSVP und der Beachvolleyball-Platz, der wohl dem Neubau weichen muss. Die Kommunalpolitiker erteilten Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) den Auftrag, mit dem Sportklub über das Areal zu verhandeln.

Bis es allerdings so weit war, mussten Zuhörer und Gemeindemitarbeiter wieder ein verbales Scharmützel zwischen Meierhofer und der CSU-Fraktionschefin Elisabeth Koch ertragen. Dabei spielte das Wörtchen „eventuell“ eine wichtige Rolle. Koch wollte es unbedingt im Beschluss stehen haben, als es um ein mögliches Erbbaurecht ging, Meierhofer hielt es für unnötig. Die Geister schieden sich ebenfalls an der Frage, ob der TSVP vom Markt eine Bürgschaft erhält oder die Gemeinde ein Darlehen gibt. Koch zufolge „zwei total verschiedene Dinge“. Letztlich rauften sich die beide Grandes Dames der Garmisch-Partenkirchner Politik, die immer häufiger aneinandergeraten, zusammen. Und das „eventuell“ taucht im Beschluss auf. Dass man im Finanzausschuss das Projekt befürwortet, machte Alois Maderspacher (CSU) deutlich: „Es ist doch schön, wenn sich ein Sportverein so engagiert.“

Der Partenkirchner Großverein, der über 15 Abteilungen verfügt, trägt sich schon seit Jahren mit dem Gedanken, eine Dreifach-Halle zu realisieren, was die Turnhallen- und Trainings-Situation im Ort entspannen würde. Zunächst war eine große Lösung mit allem Pipapo geplant gewesen – darunter gar eine Laufbahn –, die eine zweistellige Millionensumme verschlungen hätte. An der wollten sich zunächst das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, die kbo-Lech-Mangfall-Kliniken, der Bundesstützpunkt alpin (BSP) und der TSVP beteiligen. Nachdem das Klinikum abgesprungen ist, weil die Halle nicht den Bedürfnissen entspricht, kommt nur noch eine abgespeckte Variante in Frage, die zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro kosten soll. Meierhofer zufolge hat Björn Michel, der Vorsitzende des TSVP, bereits grob die Wirtschaftlichkeit prüfen lassen. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass der Verein durchaus in der Lage ist, den Bau auch alleine zu stemmen. Das letzte Wort, ob gebaut wird, haben allerdings die Vereinsmitglieder.

Weiter mit im Boot sind neben dem Turn- und Sportverein die Psychiatrie und der Stützpunkt. Dessen Leiter Markus Anwander machte in der Sitzung deutlich, dass nach wie vor ein gesteigertes Interesse an der Halle besteht. Die Trainingsmöglichkeiten im Olympia-Skistadion, wo die BSP-Athleten derzeit üben, sind nicht mehr ideal. Wenn es nach Anwander geht, soll an die Halle ein Anbau errichtet werden. Man habe bereits Förderanträge gestellt, aber noch nichts gehört, ob sie bewilligt werden. „Es zieht sich“, meinte Anwander.

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