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Die neue Turnhalle soll möglichst neben dem Vereinsheim des TSVP am Kainzenbad entstehen. 

Zuschüsse ja, Höhe noch unklar

TSV Partenkirchen: Turnhalle wird teurer - Gemeinderat will Geld zuschießen

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Mehrkosten in Höhe von 400 000 Euro stehen für die geplante TSVP-Turnhalle am Kainzenbad im Raum. Deshalb hat der Verein den Markt um Unterstützung gebeten. Eine konkrete Förderzusage erfolgt allerdings erst, wenn alle Zahlen vorliegen.

Garmisch-Partenkirchen – Der Gemeinderat steht hinter dem Turn- und Sportverein Partenkirchen (TSVP). Keine Frage. Deshalb fasste das Gremium auch einen Grundsatzbeschluss, mit dem es eine finanzielle Unterstützung zum Bau einer vereinseigenen Turnhalle zusagte. In welcher Höhe dieser ausfällt, wird sich zeigen. „Dafür brauchen wir dringend eine Wirtschaftlichkeitsberechnung“, betonte Florian Hilleprandt (CSB). Ohne zu wissen, mit welchen Einnahmen und welchen Betriebskosten der TSVP rechnet, könne kein Zuschuss abgesegnet werden.

Zur Erinnerung: Zunächst war vorgesehen, dass sich der Markt lediglich über das Grundstück am Kainzenbad einbringt. Das sollte 20 Prozent der damals insgesamt veranschlagten 2,5 Millionen Euro ausmachen. Die verbleibenden 80 Prozent hätte der Verein zur Hälfte aus eigener Kraft und zur anderen mit Unterstützung des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) gestemmt. Diese Rechnung geht aber nicht auf.

TSV Partenkirchen bittet Gemeinde um Hilfe

Mehrkosten in Höhe von rund 400 000 Euro stehen im Raum, um die Bodenplatte auf dem moorigen Untergrund zu errichten. „Deshalb hat uns der TSVP um Hilfe gebeten“, erklärt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. Diese Summe mochte der Gemeinderat allerdings nicht absegnen, ohne weitere Zahlen zu kennen. Angesichts des sumpfigen Geländes entbrannte gar noch eine Standort-Debatte. Nachdem das Projekt jedoch nur auf einem Areal realisierbar ist, das dem Markt gehört, scheint es keine andere Lösung zu geben. Zumal der Verein genau diese Lage präferiert. Nur dort passt die Anbindung an die beiden Partnern – Psychiatrie am Klinikum und Olympiastützpunkt (OSP), die die Halle ebenfalls nutzen wollen und dafür Miete zahlen.

Vorsitzender Björn Michel, der diesen Aspekt auch im Gemeinderat anbrachte, ist zuversichtlich, dass alle offenen Fragen im Lauf des kommenden Jahres geklärt werden. Die Notwendigkeit eines Businessplans, wie von Hilleprandt gefordert, erkennt auch er. „Den brauchen wir auch für unsere Mitgliederversammlung und die Bank.“ Deshalb stehen nun Gespräche mit den einzelnen Abteilungen auf der Agenda, um zu eruieren, wer welchen Bedarf hat und was er ihnen wert ist. Auch die Anfrage an den BLSV wegen der Förderung müsse jetzt erfolgen, genau wie die Abstimmung mit der Psychiatrie.

Neue Halle für knapp 1900 Mitglieder dringend nötig

„Wenn der Verein wachsen will, dann ist das nur mit einer eigenen Halle möglich“, unterstreicht Michel. Knapp 1900 Mitglieder hat der TSVP momentan, davon circa 1600 aus Garmisch-Partenkirchen. Bislang nutzen sie die verschiedenen Schulturnhallen im Ort und stoßen immer wieder an Kapazitätsgrenzen. Neben diesem Dilemma bringt eine eigene Trainingsstätte auch mit sich, dass die Hallenmieten – aktuell sind es etwa 30 000 Euro im Jahr, von denen der Markt die Hälfte schultert – entfallen.

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