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Stein des Anstoßes: Der Funkmast auf einem Haus an der Törlenstraße in Garmisch-Partenkirchen erhitzt die Gemüter.

Diskussion um Mobilfunkmast löst Tumulte im Gemeinderat aus

Bürgermeisterin Meierhofer lässt Balkon räumen

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Tumultartige Szenen im Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen beim Thema Mobilfunk: Die Sitzung wurde unterbrochen, Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer ließ die Tribüne räumen und die Polizei holen.

Auslöser waren Beifall- und Unmutskundgebungen der Mobilfunkgegner  - die Telekom hat auf einem Haus an der Törlenstraße ein Mobilfunkmast errichtet, gegen den die Anwohner seit Monaten kämpfen - und die Weigerung von Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) deren Fragen zu beantworten und  deren Sprecher Anton Hofer ein Rederecht einzuräumen. „Es gibt keine neuen Fakten“, sagte die Rathaus-Chefin. Weil sich einige aufgebrachte Bürger weigerten, den Balkon zu verlassen,  rückte die Polizei mit zwei Beamten an.  Zuvor hatten die Gemeinderäte Elisabeth Koch (CSU), Robert Allmann (SPD) und Martin Schröter (FDP), der Bürgervertreter der Mobilfunkgegner,  versucht, auf der Tribüne die Wogen zu glätten. Eine Frau, die hyperventilierte, musste durch Gemeinderat Dr. Günter Steinebach (CSU), Internist von Beruf, ärztlich versorgt werden, bis die Sanitäter eintrafen.

Als sich die Wogen etwas geglättet hatte, das Gros des Gemeinderats machte Schröter für die Eskalation verantwortlich, weil er mit den Ängsten der Bürger „Schindluder treiben“, so Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU), lehnte das Kommunalparlament die beiden Anträge, die den Abbau des Funkmast forderten, ab.

Aufgeben kommt für die Gegner allerdings nicht infrage: Noch in der Nacht kündigte Schröter  ein Bürgerbegehren gegen den Funkmast an.

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