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Neben dem Vereinsheim am Kainzenbad will der TSV Partenkirchen die neue Dreifach-Turnhalle errichten.

Kosten liegen bei 1,5 bis 2 Millionen Euro

TSVP-Turnhalle: Nächster Versuch am Vereinsheim

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Der Turn- und Sportverein Partenkirchen will es schon lange. Auch der Markt steht hinter dem Vorhaben, eine neue Dreifach-Turnhalle zu bauen. Nachdem das Klinikum ausgestiegen ist, soll dieses Projekt nun neben dem Vereinsheim am Kainzenbad entstehen. 

Garmisch-Partenkirchen – Es wird die abgespeckte Lösung. Die, für die es bereits im August 2012 grünes Licht vom Bauausschuss gegeben hatte. Nachdem das Klinikum nicht mehr an Bord ist, war der Turn- und Sportverein Partenkirchen (TSVP) zum Umplanen gezwungen. Und will seine Dreifach-Turnhalle nun neben dem Vereinsheim am Kainzenbad errichten. „Entscheidend für uns ist, unseren Handballern und Basketballern optimale Trainingsbedingungen bieten zu können“, betont TSVP-Vorsitzender Björn Michel. Denn Hallenzeiten sind absolute Mangelwaren in Garmisch-Partenkirchen, die vorhandenen Sportstätten in den Schulen sind komplett ausgelastet. Deshalb plant der mitgliederstarke Verein mit seinen 15 Abteilungen schon seit Längerem, selber aktiv zu werden.

Ein Vorhaben, das die Gemeinde unterstützt. Zum einen stellt sie den Grund zur Verfügung, zum anderen haben die Mitglieder des Bauausschusses die neuerliche Voranfrage wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Bezüglich der Eigentums- beziehungsweise Nutzungsrechte des gemeindlichen Grundstücks muss zwischen dem TSVP und dem Markt ein Beschluss im Finanzausschuss herbeigeführt werden“, erklärt Markus Gehrle-Neff, stellvertretender Leiter des Bauamts. Wo genau der Neubau realisiert wird, ist ebenfalls eine Frage, die es noch zu klären gilt. „Möglicherweise muss man den Beachvolleyball-Platz verlegen“, sagt Gehrle-Neff. 2012 ist das Areal genau unter die Lupe genommen worden. Mit dem Ergebnis: „Der Platz reicht aus.“ Und das treffe auch jetzt zu, zumal die damals anvisierte Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins kein Teil des Vorhabens mehr ist.

Verein muss Kredit aufnehmen

Für Michel beginnt nun die Detailplanung. „Jetzt werden Angebote für verschiedene Hallentypen eingeholt.“ Je nach Bauweise geht er von 1,5 bis 2 Millionen Euro Kosten aus. Eine stolze Summe, für die der Verein einen Kredit aufnehmen muss. Den abzuzahlen, sei aber kein Problem, meint der Vorsitzende. „Dadurch, dass wir uns die Fremdhallen sparen, das sind etwa 60 000 Euro im Jahr, können wir das stemmen.“ Dazu kommt, dass die kbo-Lech-Mangfall-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Bundesstützpunkt Alpin, der im Skistadion untergebracht ist, nach wie vor Interesse an einer Hallennutzung haben. „Das bringt Mieteinnahmen“, betont Michel. Möglich sei außerdem, die Psychiatrie als Partnerin ins Boot zu holen. „Das hängt davon ab, ob wir Fördermöglichkeiten nutzen wollen oder nicht.“ Die Gespräche mit allen Beteiligten laufen.

Liegen alle Fakten auf dem Tisch, müssen zunächst die Mitglieder grünes Licht für die Pläne geben. Erst dann kommt der entsprechende Antrag wieder in den Bauausschuss. Noch gibt es keinen Zeitplan. „Liefe alles perfekt, wäre es toll, wenn die Halle im kommenden Jahr fertig wäre“, sagt Michel. Ein Satz mit vielen Konjunktiven. Eine genaue Prognose wagt der TSVP-Vorsitzende aber noch nicht. Zu lange doktern er und seine Mitstreiter schon an diesem Vorhaben herum. Zu viele Pläne wurden bereits verworfen. Und auch Partner sind ausgestiegen. Jetzt wird’s also die abgespeckte Variante am Vereinsheim, ein funktioneller Zweckbau, der dem Verein den Trainings- und Spielbetrieb ermöglicht.

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