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Seit vielen Monaten tut sich am Gebäude am Richard-Strauß-Platz nichts.

Nach außen tut sich seit eineinhalb Jahren nichts

Umbau für GaPa-Tourismus: Alles im Zeitplan - Im Mai 2020 könnte es losgehen

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Im April 2018 ist Spielwaren Zitzmann ausgezogen, machte Platz für GaPa-Tourismus. Doch noch hat nicht einmal der Umbau am Richard-Strauss-Platz in Garmisch-Partenkirchen begonnen. 

Garmisch-Partenkirchen – Dringend müsse sich GaPa-Tourismus vergrößern. Dringend brauche es die Räume von Spielwaren Zitzmann. Dringend müsse das Unternehmen deshalb ausziehen.

Dringend – das oder ein ähnliches Wort wurde oft bemüht in der langen Debatte um die etwa 750 Quadratmeter Geschäftsfläche am Richard-Strauss-Platz 2. Das Wort verbindet man mit Eile. Es will also so gar nicht passen zum Stillstand rund um das altrosafarbene Haus am Rand der Garmischer Fußgängerzone. Doch Ute Leitner, Sprecherin der Marktgemeinde, wiederholt, was sie bereits vor über fünf Monaten gegenüber dem Tagblatt betont hatte: Alles liegt im Zeitplan. Im Hintergrund passiere einiges. Die Wege eines öffentlichen Projektes sind eben lang.

Gapa-Tourismus: Markt stellt Baubeginn in Aussicht

Seit eineinhalb Jahren stehen die Räume leer. Im April 2018 räumte das Traditionsgeschäft nach monatelangem Kampf um den Verbleib an dem Standort und nach einem gescheiterten Bürgerentscheid das Feld. Die Buchstaben „Zitzmann“ sind abgeschraubt, der Schriftzug verblasst langsam. „Spielzeugland“ und „Bastelstube“ sind noch gut zu lesen. In den Schaufenstern hängen Plakate von GaPa-Tourismus. Bis sie in ihre neuen Räume nebenan umziehen, dauert es noch eine Weile. Immerhin aber stellt Leitner einen Baubeginn in Aussicht. Im Mai nächsten Jahres, hofft sie, wird das Provisorium errichtet beziehungsweise bezogen. In dieser Holzhütte am Richard-Strauss-Platz werden die Mitarbeiter wie berichtet für die Dauer des Umbaus ihr neues Zuhause finden. Dann aber muss alles reibungslos funktionieren, die Vergabeverfahren müssen ohne Einsprüche durchgehen. An diesen arbeitet man gerade.

Projektkosten: 4,75 Millionen Euro unter anderem für Gebäudesanierung und Innenausbau

Die Genehmigungsplanung haben die Verantwortlichen bei der Unteren Bauaufsicht eingereicht, ebenso einen Förderantrag gestellt. Dazu kam vor einigen Tagen eine Antwort. Demnach kann die Gemeinde weiter planen, die nächsten Schritte zur Realisierung des Projektes angehen – auch ohne, dass bereits eine konkrete Zusage über die Höhe der finanziellen Unterstützung aus dem Topf für touristische Infrastruktureinrichtungen vorliegt. Der Anspruch auf Förderung erlischt nicht. Eine wichtige Nachricht. Immerhin werden die Kosten mit 4,75 Millionen Euro beziffert – für Gebäudesanierung, Innenausbau und die Hütte für drei Arbeitsplätze einschließlich Honorar. Ganz oben auf der Agenda der Marktgemeinde steht nun das sogenannte VGV-Verfahren. Die Vergabeverordnung für öffentliche Aufträge gilt es einzuhalten. Im Zuge dessen werden die Fachplaner für das Projekt beauftragt.

Auch die Gemeinde hat Interesse daran, dass alles zügig vorwärtsgeht. Denn die Mieteinnahmen durch Spielzeugland Zitzmann fehlen. GaPa-Tourismus bezahlt Leitner zufolge ebenfalls Miete an den Markt, seitdem sie als GmbH auftritt – für die Räume, die sie nutzt.

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