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So soll’s aussehen: Ein erstes Modell gibt es bereits.

Projekt nimmt Gestaltung an

Umbau der St. Irmengard-Schulen: Jeder Quadratmeter wird optimal genutzt

Die Planungen zum Umbau der St. Irmengard-Schulen reifen: Die neue Dreifachturnhalle und Räume für ein Ganztagsangebot wurden nun im Gestaltungsbeirat besprochen. 

Garmisch-Partenkirchen – Mit der Investition von rund 60 Millionen Euro für den geplanten Umbau der St. Irmengard-Schulen bekennt sich das Erzbistum München und Freising mit einem eindeutigen Ja zu der bedeutsamen Bildungseinrichtung am Standort Garmisch-Partenkirchen.

In der öffentlichen Sitzung des Gestaltungsbeirates zeigten die Mitglieder dieses Gremiums, die Vertreter der Marktgemeinde und die Architektenteams über die geplanten Maßnahmen zur Nutzflächenerweiterung von über 2000 Quadratmetern somit große Einigkeit. Den Planungen zugrunde liegen, im Hinblick auf Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit, konkrete inhaltliche Anforderungen der Erzdiözese an die neuen Räumlichkeiten. So soll zukünftig zum Beispiel ein neues pädagogisches Konzept verwirklicht werden, bei dem nicht mehr nach Schularten unterrichtet wird, sondern nach Jahrgangsstufen – aktuell besuchen jeweils rund 500 Schülerinnen Realschule und Gymnasium und 50 Mädchen und Jungen die Fachoberschule. Außerdem sollen künftig räumliche Voraussetzungen für das offene Ganztagsangebot zur Verfügung stehen sowie zusätzliche Aufenthalts-, Arbeits- und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Weitere Lehrerzimmer werden ebenso benötigt.

Im Innenhof soll es eine Aula mit Theaterbühne geben

Paralleler Sportunterricht sowie das Angebot für Breitensport und kulturelle Veranstaltungen müssen laut der Diözese in einem adäquaten Rahmen möglich sein. So wird es im Innenhof zukünftig eine Aula mit Theaterbühne geben. Am nordwestlichen Rand des Schulgeländes entsteht eine neue Dreifachturnhalle. Dass sich auf dem Dach der neuen Halle ein Allwetterplatz mit Ballfangzaun sowie der Pausenhof auf dem Dach der neuen Aula befindet, zeigt, dass im Zuge der Generalsanierung versucht wurde, jeden Quadratmeter optimal zu nutzen.

Weitere Pläne sind, den in den 1970er Jahren entstandenen Erweiterungstrakt im Südosten abzureißen und für naturwissenschaftliche Fachräume durch einen größeren Neubau mit einem deutlich geringeren Energiebedarf zu ersetzen. Der Bestand wird umfassend saniert, wobei Vorhandenes wie etwa die Achtfach-Fenster erhalten bleiben und sich auch im Neubau wiederfinden. Das gesamte Schulgebäude wird barrierefrei zugänglich sein, zusätzliche Stellplätze aufweisen und von der Hauptstraße her frei einsehbar und repräsentativ sein.

Zwei alte Blutsbuchen werden gefällt - dafür muss ein Ausgleich her

Damit, dass zwei alte Blutsbuchen den Baumaßnahmen zum Opfer fallen, war Dr. Stephan Thiel vom Gemeinderat nicht einverstanden. Gestaltungsbeirat Thomas Jocher versichert: „Das wollten wir selbst nicht und haben lange Plus und Minus abgewägt. Wenn wir schon fällen müssen, schaffen wir auch einen Ausgleich.“ Dieser ist in Nachpflanzungen von 16 kräftigen Silberlinden, die mit ihrem Flaum gut für das Stadtklima sind, sowie 28 Zieräpfeln zu sehen. Auch Landschaftsarchitekt Horst Kübert hätte, nach Prüfung aller Gutachten, die Fällung gerne vermieden: „Die Entscheidung war alles andere als leichtfertig. Mir liegen Bäume am Herzen.“

Die Baumaßnahmen sollen in den Faschingsferien 2018 starten und mit Abriss von Turnhalle und Erweiterungsbau beginnen. Voraussichtlich zwei Jahre lang wird der Unterricht in Ausweichsgebäuden (Containerbauweise) in Bahnhofsnähe stattfinden.

Birgit Schwarzenberger

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