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Daumen hoch oder runter? Ihre Meinung zum Fahrradverbot in der Fußgängerzone ist in der Tagblatt-Online-Umfrage gefragt.

Umfrage zur regelung in der Garmischer Fußgängerzone

Umfrage: Radfahrverbot in der Garmischer Fußgängerzone – Top oder Flop?

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Das Hinweisschild hängt, das Verbot gilt: Fahrradfahrer müssen tagsüber in der Garmischer Fußgängerzone runter vom Sattel. Eine richtige Entscheidung der Marktgemeinde? Die Meinungen sind gespalten.

Das Voting ist bereit beendet. Vielen Dank für die Teilnahme!


Garmisch-Partenkirchen – So ist’s in der Politik. Mit manchen Entscheidungen gewinnt man die Gunst der Bürger, mit anderen wiederum nicht. Es jedem Recht zu machen – eine Kunst, die kaum jemand beherrscht. Das beste Beispiel dafür liefert die aktuelle Debatte um das Radfahrverbot in der Garmischer Fußgängerzone. Der Hauptausschuss der Marktgemeinde hatte Ende November beschlossen, dass Fahrradfahrer tagsüber absteigen müssen und dort nur noch in der Zeit von 20 bis 10 Uhr in die Pedale treten dürfen. Die neue Regelung – verursacht durch Beschwerden – löste eine Welle der Empörung bei den Radlern und Glücksgefühle bei den Fußgängern aus. Doch was ist die dominierende Meinung? Das möchte die Heimatzeitung von Ihnen, liebe Leser, wissen. In einer Online-Umfrage können Sie für oder gegen die aktuelle Handhabung in der Fußgängerzone stimmen.

Mit ihrer Meinung hielten die Betroffenen bislang nicht hinterm Berg. Zuletzt wurde sogar das angebrachte Hinweisschild von einem Unbekannten überklebt. Auf der Tagblatt-Facebook-Seite, dem Tagblatt-Online-Auftritt oder in Leserbriefen präsentierten sich beide Seiten diskussionsfreudig. Kritik musste dabei nicht selten die Gemeinde einstecken. Auf gap-tagblatt.de kommentierte beispielsweise „Nasowas“ die Entscheidung wie folgt: „Das ist doch wieder typisch Gemeinde. Jahrelang wird diskutiert, nichts passiert und dann kommt wieder so ein Schnellschuss.“ Dampf ließ auch „Steph Doe“ auf Facebook ab. Die Frau hält es für eine „Frechheit, Eltern mit Radlanhänger und Kids aufm Radl auf so genannte ,Ausweichrouten‘ zu schicken.“ Wie sie schildert, wäre ihr Sohn in der Höllentalstraße aufgrund der vielen Schlaglöcher fast gestürzt.

Gerade der schlechte Zustand mancher Fahrbahnen in Garmisch-Partenkirchen oder die unzureichenden Alternativ-Strecken kommen bei dieser Thematik immer wieder zur Sprache und werden selbst von denjenigen bemängelt, die das Radfahrverbot nicht als schlechteste Lösung empfinden. Einer davon ist „Peter“. Er meint, der Zeitpunkt für die Regelung sei unglücklich gewählt. „Wenn ich die Radler aus der Fußgängerzone ausschließe, müsste im gleichen Zug die Umfahrungsstrecke fertig sein.“

An Fans der Fahrrad-freien Zone mangelt es aber ebenfalls nicht. „Ichsagmal“ beispielsweise möchte nicht durch Radfahrer belästigt werden. Der Verfasser des Kommentars zeigt absolutes Verständnis für die Reaktion der Kommunalpolitiker. „Die Möglichkeiten, rüpelhafte Radler in die Schranken zu weisen, sind doch sehr begrenzt.“

Ein verträgliches Miteinander, bei dem beide Seiten achtsam miteinander umgehen, wurde in der Vergangenheit selten erreicht. Die Rede war von Unfällen und Fast-Zusammenstößen, unter anderem dadurch verursacht, weil Fahrradfahrer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben. Es folgten Beschwerden, es folgte das Verbot.

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