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Ein Traum: Das Jagdschloss, das Ludwig II. am Schachen bauen ließ, soll in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen werden.

Jagd-, Forst- und Weiderechte nicht tangiert

Unesco-Welterbe: Garmisch-Partenkirchen steht hinter Bewerbung

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Es wäre ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Diese Ansicht vertritt Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer wie auch die Gemeinderäte. Deshalb befürworte sie, dass das Schachenschloss unter Unesco-Schutz genommen werden soll. 

Garmisch-Partenkirchen – Es sind Träume, die König Ludwig II. verwirklicht hat. Gebaute Träume. Seine Schlösser – Neuschwanstein, Herrenchiemsee, Linderhof und Schachen – sollen deshalb in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen werden. Ein Ansinnen, das Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) begrüßt. „Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, meint sie.

Ihre Begeisterung dafür, dass das Jagdschloss hoch über Garmisch-Partenkirchen zu den „gebauten Träumen“ gezählt wird, teilten die Mitglieder des Gemeinderats. Die Bewerbung des Freistaats um die Aufnahme in diese Liste unterstützen sie voll.

Ein Grund für ihr einstimmiges Votum ist auch, dass all ihre Anregungen in die Bewerbung eingeflossen sind. Das heißt, im Hinblick auf Jagd-, Forst- und Weiderechte bestehen durch die Ausweisung einer Pufferzone um das Schachenschloss keine Einschränkungen. „Das hat und das Finanzministerium jetzt per Mail bestätigt“, erklärte Meierhofer im Gemeinderat. Darin heißt es auch: „Bestehende Hütten- und Weideeinrichtungen können erneuert werden. Dies gilt selbstverständlich auch für Quellfassungen und Planzenkläranlagen.“ Im Klartext bedeutet das, unter dem Siegel Welterbe gilt all das, was bereits jetzt im dortigen Naturschutzgebiet gilt.

„Wir verzichten auf nichts“, betonte die Bürgermeisterin im Tagblatt-Gespräch. Der Gewinn, den sie sich von der Aufnahme in die Welterbeliste verspricht, sei allerdings enorm. „Das ist ein Selbstläufer“, unterstreicht sie. Einer, der gerade in der touristischen Werbung von unschätzbarem Wert ist. Jetzt heißt es nur noch Daumen drücken. Ab 2019 könnte die Nominierung der Königsschlösser bei der Unesco Berücksichtigung finden. 

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