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Brechen den Streckenrekord: „D‘Unheimlich Feirigen“ mit Bernhard Maurer, Josef Bader, Anton Ostler, Bernhard Ostler;

Gaudi beim Hornschlittenrennen

„Unheimlich Feirige“ knacken den Rekord

Es war ein Feuerwerk der Emotionen: „D’ Unheimlich Feirigen Garmisch“ schafften die Sensation. Sie siegten nicht nur beim 49. Hornschlittenrennen und gewannen somit den Bayernpokal. Die vier Spezl unterboten auch nach über 14 Jahren den Streckenrekord mit 1:25,35 Minuten.

Garmisch-Partenkirchen – Die Anfeuerungsrufe wurden immer lauter, je näher der Schlitten dem Tal kam. Dort warteten 6000 Zuschauer auf den letztjährigen Gewinner „D’Unheimlich Feirigen Garmisch“. Ungläubig schauten viele auf die Zeitanzeige, als die vier schon im Zielhang zu sehen waren. „Gerade mal eine Minute ist rum“, sagte Moderator Sepp Brückner. Die Zeit von 1:31,28 der Kontrahenten Volkssport Trusetal schien in Gefahr. Die vier Thüringer verfolgten jede kleine Bewegung des Garmischer Schlittens. Dann passierte etwas Erstaunliches. Etwas, das den Mythos Hornschlittenrennen ausmacht. Was für Mario Götze das entscheidende Tor in der 117. Minute im Fußball-WM-Finale gegen Argentinien bedeutete, war für die Garmischer die Fahrt den Zielhang hinab.

Schon zuvor waren die Vier perfekt unterwegs gewesen. Doch entschieden wird das Rennen zum Schluss. Mit einer grandiosen Fahrt, die technisch auch noch einwandfrei war, donnerten Bernhard Maurer, Bernhard Ostler, Josef Bader und Anton Ostler in den Zielbereich, haarscharf vorbei an den Sanitätern und Fotografen. Aber das war in diesem Moment egal. Nach dem Blick auf die Anzeigentafel rissen sie ihre Arme nach oben: 1:25,35 steht dort. „Das ist Streckenrekord“, brüllte Moderator Brückner. Die Menge jubelte. Um 32 Hundertstel schlug somit der Garmischer Schlitten den von „de Vogelfreien aus Goaßa“ 2004 aufgestellten Rekord von 1:25,67.

So war das 49. Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen

Die vier Freunde lagen am Boden, umarmten sich. Als würde ihnen eine tonnenschwere Last von den Schultern fallen. „Die Bedingungen waren einfach perfekt“, schwärmte ein vor Freude taumelnder Bernhard Ostler. „Oben war’s muasig und unten recht eisig.“ Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern bewiesen er und seine drei Spezl ihr Geschick.

Dass von diesem Höllenritt auch eine gewisse Gefahr ausgeht, wussten die tollkühnen Fahrer. So mussten auch heuer zwei Teilnehmer von der Bergwacht ins Klinikum gebracht werden. „Eine Fuß- und eine Wirbelverletzung“, erklärte Peter Strodl, Vorsitzender des Hornschlittenvereins. Insgesamt fuhren 70 Schlitten die einen Kilometer lange Strecke hinab. Auch spektakuläre Stürze und Sprünge waren mit dabei. Einigen fiel der Hornschlitten während der Fahrt sogar komplett auseinander. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) ist stolz auf diese Veranstaltung – und auf das Engagement der Ehrenamtlichen. „Ihr seid einfach ein eingespieltes Team“, lobte sie. Ein Lob, das Strodl prompt weitergab: „Ohne die Unterstützung des Bauhofs und der Firma Spichtinger würde das Rennen so nicht gemeistert werden können.“

Er freut sich nun auf kommendes Jahr, in dem an Heilig-Drei-König ein Jubiläumsrennen zum 50-Jährigen stattfinden wird. „Da haben wir einige Überraschungen parat.“ Was genau, verrät Strobl allerdings noch nicht.

Josef Hornsteiner 

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