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Zugunglück bei Garmisch: Fünftes Todesopfer bei Bergungsarbeiten gefunden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Josef Hornsteiner, Katharina Bromberger, Franziska Konrad, Felix Herz, Hannes Niemeyer

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Nahe Garmisch ist ein Zug entgleist, fünf Menschen sterben. Die Bergungsarbeiten schreiten voran, Volker Wissing sprach zur Presse. Der Merkur.de-News-Ticker zur Zugkatastrophe.

Update vom 4. Juni, 13.50 Uhr: DB-Bahnchef Richard Lutz drückt den Hinterbliebenen sein tiefstes Mitgefühl aus. Über den Verlust von fünf „jungen Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatten“, zeigt sich Lutz zutiefst bestürzt. Zugleich lobte er die Arbeit der Einsatzkräfte, die „bis zur Ermüdung“ arbeiteten.

Der Pressesprecher der Polizei äußert die Hoffnung, dass keine weiteren Todesopfer gefunden werden. Ausschließen kann er es aber nicht. Eine konkrete Aussage zur Identität des fünften Todesopfers könne er zu diesem Zeitpunkt nicht machen.

Update vom 4. Juni, 13.45 Uhr: Das Statement von Wissing und Lutz beginnt mit einer traurigen Nachricht: Die laufenden „Bergungsarbeiten brachten ein weiteres Todesopfer zutage“, sagt der begleitende Polizeisprecher. Insgesamt kostete die Zugkatastrophe also fünf Menschen das Leben. Des Weiteren ist die Rede von 44 Verletzten, einige davon schwerverletzt.

Update vom 4. Juni, 13.10 Uhr: Das Statement von Wissing und Lutz verzögert sich etwas. Grund ist ein kleiner Bergungserfolg: Ein Teilbereich des verunglückten Zuges konnte inzwischen angehoben werden, man müsse aber extrem vorsichtig vorgehen.

Erste Informationen gibt es derweil auch zu den vier Todesopfern: Innenminister Herrmann zufolge handelt es sich dabei um erwachsene Frauen, heißt es beim BR. Etwa sieben Menschen werden weiterhin vermisst.

Update vom 4. Juni, 12.55 Uhr: In wenigen Minuten geben Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, ein Statement gegenüber der Presse ab. Zuvor besichtigten die Beiden den Unglücksort.

Update vom 4. Juni, 10.40 Uhr: Nach Polizeiangaben wurden inzwischen drei Tote geborgen. Ein weiteres Opfer war am Freitag auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Unter den vier bestätigten Toten befanden sich den Angaben zufolge keine Kinder. Weiterhin sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass bei den Bergungsarbeiten weitere Opfer gefunden werden können, heißt es vonseiten der Polizei.

Zugkatastrophe in Garmisch: Söder mit emotionalem Presse-Statement

Update vom 4. Juni, 10.22 Uhr: Markus Söder zeigt sich über das Zugunglück bei Garmisch schockiert. Bayerns Ministerpräsident wünscht allen Verletzten eine schnelle Genesung. „Übermenschlich“ sei das, was geleistet werde, so Söder zum Rettungseinsatz. „So schlimm es jetzt ist, aber es war sehr sehr positiv, das zu sehen“, sagt er zur Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. Das Unglück sei ein „Schock“ und „ein Stich ins Herz“, so der CSU-Chef. Der Einsatz der Helfer sei unglaublich, hebt er nochmals hervor.

Update vom 4. Juni, 10.20 Uhr: Das Pressestatement von Markus Söder verzögert sich etwas. Gleich ist es aber so weit.

Update vom 4. Juni, 10.10 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich derzeit ein Bild von der Lage vor Ort und wird sich gleich mit einem Statement an die Presse wenden.

Update vom 4. Juni, 9.45 Uhr: Die Polizei korrigiert die Vermissten- und Verletztenzahl: Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sagte, dass man derzeit von unter zehn Vermissten ausgehe. Man habe Verletzte in Krankenhäusern identifizieren und gesuchte Personen zu Hause antreffen können. Die Situation sei allerdings dynamisch und könne sich stetig verändern. Zudem spricht die Polizei aktuell von 40 verletzten Menschen, von denen drei schwer verletzt seien.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Zwei Versuche, die Waggons anzuheben, scheiterten. Dabei seien auch Hebekissen zum Einsatz gekommen. Die Waggons seien „verdreht und verwunden“, sagte der Polizeisprecher. „Das macht die Bergung so schwierig.“ Helfen sollte ein schwerer Bergekran, der bis zu 120 Tonnen heben kann und am Vormittag an der Unfallstelle erwartet wurde. „Man muss Schritt für Schritt vorgehen“, sagte der Sprecher.

Zugunglück bei Garmisch: Tote noch nicht geborgen – Bergekran erwartet

Update vom 4. Juni, 9 Uhr: Nach dem schweren Zugunglück sind mindestens drei Tote noch nicht geborgen. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wird ein schwerer Bergekran, der bis zu 120 Tonnen heben kann, an der Unfallstelle erwartet. „Wir können nicht ausschließen, dass auch weitere Opfer unter dem Waggon liegen“, sagte ein Polizeisprecher.

Update vom 4. Juni, 8.50 Uhr: Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich tief bestürzt über die Zugkatastrophe in Bayern: „Meine Gedanken sind bei den Verletzten und allen Angehörigen in diesen schweren Stunden“, sagte er laut einer Mitteilung. „Allen Polizei- und Rettungskräften danke ich für ihren unermüdlichen und wichtigen Einsatz.“ Währenddessen dauern die Bergungs- und Aufräumarbeiten am Samstagmorgen weiter an.

Update vom 4. Juni, 6.21 Uhr: Nach dem schweren Zugunfall mit mehreren Toten gehen die Bergungsarbeiten und Ermittlungen am Samstag weiter. Wie es dazu kommen konnte, dass mehrere Waggons entgleisten, war auch Stunden nach dem Unglück unklar. Weitere Opfer in den Trümmern scheinen nicht ausgeschlossen.

Von den etwa 140 Menschen im Zug starben mindestens vier. Zudem gab es etwa 30 Verletzte, darunter mehrere Kinder. Einige Opfer erlitten schwerste Verletzungen und mussten notoperiert werden. Es war eines der schwersten Bahnunglücke der vergangenen Jahre in Deutschland.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schloss nicht aus, dass unter den umgestürzten Waggons noch weitere Opfer entdeckt werden könnten. Drei Tote waren unter dem Zug gefunden worden, ein vierter Mensch starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Herrmann machte sich am Freitagnachmittag vor Ort ein Bild der Lage und sagte dem Bayerischen Rundfunk am Abend, dass noch mehrere Menschen als vermisst gelten. Es könne sich aber auch um die Schwerverletzten in den Kliniken handeln, dies müsse die Polizei noch ermitteln.

Neben der Bergung der Opfer und Versorgung der Verletzten stehen nun die Untersuchungen zur Unglücksursache im Mittelpunkt. Man stelle sich auf „langwierige Ermittlungen“ ein, sagte ein Polizeisprecher.

Zug entgleist bei Burgrain - Bernreiter vermutet technische Ursache

Laut Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) waren am Unglück weder ein zweiter Zug noch ein anderes Fahrzeug beteiligt. Im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt) ergänzte er, man müsse „davon ausgehen, dass irgendeine technische Ursache entweder am Fahrzeug oder am Gleis die Ursache“ sei. Die Strecke war nach Angaben eines Bahnsprechers mit elektronischen Stellwerken und moderner Sicherungstechnik ausgerüstet.

Das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen kündigte an, dass bis zum Ende der Bergungsarbeiten voraussichtlich Mitte nächster Woche auch der Autoverkehr in der Region von Behinderungen betroffen sein werde. So soll weiterhin der Verkehr von der Autobahn 95 großräumig umgeleitet werden, die Fernstraße bleibt in Richtung Süden gesperrt.

Münchens Kardinal Reinhard Marx sagte am Freitagabend, er sei „schockiert und traurig, dass bei diesem schlimmen Unfall Menschen aus der Mitte des Lebens gerissen, getötet oder teilweise schwer verletzt wurden“. Der Verlust, den die Angehörigen der Verstorbenen zu erleiden hätten, sei „schwer erträglich und mit Worten nicht begreifbar zu machen“.

Vier Tote und 30 Verletzte bei Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen

Update vom 3. Juni, 22.09 Uhr: Wie BR24 berichtet, geht die Polizei weiterhin von vier Todesopfern und 30 Verletzten aus. Die Personen würden teils noch behandelt, weshalb sich die genaue Zahl der Leicht- und Schwerverletzten zunächst schwer exakt beziffern ließ. Außerdem habe Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern gegenüber BR24 von 14 als vermisst gemeldeten Personen gesprochen. Allerdings könne es sich hierbei auch um Verletzte handeln, mit denen die Polizei noch nicht gesprochen habe.

Zug entgleist nahe Garmisch: Innenministerin Faeser am Unglücksort

Update vom 3. Juni, 22.04 Uhr: Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich am Freitagabend ein Bild von der Lage nach dem schweren Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen gemacht. „Ich bin zutiefst erschüttert“, sagte die Ministerin. „Es ist eine furchtbare Katastrophe.“ Vier Menschen starben, zahlreiche Menschen wurden verletzt .Sie sei gekommen, um das tiefe Mitgefühl der Bundesregierung auszudrücken, sagte Faeser. Dieses gelte vor allem den Angehörigen, Familien und Freunden der Todesopfer. Sie sei aber auch gekommen, um ihre Solidarität mit den Rettungskräften zu zeigen und den Verletzten ihren Genesungswünsche auszudrücken. Es seien 650 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, die Großartiges geleistet hätten, sagte die Ministerin. Binnen einer Stunde seien alle Verletzten geborgen und in Krankenhäuser gebracht worden.

Die Ursache des Unglücks ist noch völlig unklar. „Es wird jetzt alles dafür getan, dass aufgeklärt, wie es dazu kommen konnte.“ Es werde nach neuem Stand der Erkenntnisse mindestens zwei Wochen dauern, bis die Strecke möglicherweise wieder befahrbar sein könne. Unter anderem sei nun ein 700-Tonnen-Kran im Anrollen, um die entgleisten Waggons zu bergen. Am Abend arbeiteten Helfer mit schwerem Gerät bei Flutlicht weiter an der Bergung. Mit Motorsägen wurden Bäume gefällt, um an den havarierten Zug heranzukommen.

Update vom 3. Juni, 20.51 Uhr: Den Helfern vor Ort steht eine lange Nacht bevor. Die Bergungsarbeiten dauern weiter an. Mittlerweile sollen laut einem BR-Reporter vor Ort an der Unfallstelle die drei Leichen, die unter dem Zug begraben waren, geborgen worden sein. Es sei allerdings noch immer nicht auszuschließen, dass sich die Zahl der Todesopfer noch erhöht.

Unterdessen äußerte sich Bayerns Innenminister Herrmann erneut in einem Gespräch mit BR24 zum Unglück. Laut dem CSU-Politiker würden aktuell noch immer zwölf Personen vermisst werden. „Wir sind auch insofern ein bisschen besorgt, dass wir immer noch zwölf Vermisstenmeldungen haben, die noch nicht endgültig abgearbeitet werden konnten“, sagte er am Freitagabend im BR Fernsehen. Es könne aber sein, dass Vermisste bereits in den Kliniken seien. Einige seien so schwer verletzt, dass die Identität der Patienten noch nicht habe geklärt werden können. Er hoffe, dass die Polizei diese Vermisstenfälle in der Nacht abarbeiten könne.

Es könne jedoch auch immer noch nicht ausgeschlossen werden, dass unter den entgleisten und umgestürzten Waggons weitere Tote liegen, so Herrmann.

Bei Flutlicht wird nach dem Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen weiter an der Bergung gearbeitet.
Bei Flutlicht wird nach dem Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen weiter an der Bergung gearbeitet. © Angelika Warmuth / dpa

Zugunglück bei Garmisch: Verkehrsminister äußert ersten Verdacht zur Ursache - offenbar Technik-Problem

Update vom 3. Juni, 19.26 Uhr: Unterdessen gibt es auch eine erste Vermutung zur Ursache für das Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen. Eine „Drittbeteiligung“ etwa von einem anderen Zug wurde bereits ausgeschlossen. „Darum muss man davon ausgehen, dass irgendeine technische Ursache entweder am Fahrzeug oder am Gleis die Ursache sein müsste“, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter dem BR. Eine Verantwortlichkeit des Freistaates Bayern wies er aber zurück, da der Ausbau der Schieneninfrastruktur „Aufgabe des Bundes“ sei.

Update vom 3. Juni, 18.34 Uhr: Die Sicherung und Bergung der beim Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen umgekippten Waggons werde indes „sicher die nächsten Tage noch in Anspruch nehmen“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Das wird heute nicht mehr funktionieren.“ Die Sperrungen der Bahnstrecke und der parallel verlaufenden Bundesstraße 2 müssten daher „sicher übers Wochenende aufrechterhalten werden“.

Einsatzkräfte bei der Bergung des verunglückten Zuges nahe Garmisch-Partenkirchen. Die Arbeiten könnten Tage dauern.
Einsatzkräfte bei der Bergung des verunglückten Zuges nahe Garmisch-Partenkirchen. Die Arbeiten könnten Tage dauern. © Uwe Lein / dpa

Update vom 3. Juni, 18.17 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich bestürzt über das Zugunglück mit mehreren Toten bei Garmisch-Partenkirchen geäußert. „Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen, bei den Verletzten, denen wir eine baldige Genesung wünschen“, sagte er am Freitag den Sendern RTL und ntv. Man versuche, diejenigen zu retten, die gerettet werden könnten. Scholz sprach von „erschütternden Nachrichten“ und „bedrückenden Bildern“ von der Unfallstelle in Bayern.

Zug bei Garmisch entgleist: Herrmann (CSU) schließt weitere Todesopfer nicht aus

Update vom 3. Juni, 18.07 Uhr: Drei der voraussichtlich vier Todesopfer des schweren Zugunglücks bei Garmisch-Partenkirchen müssen noch geborgen werden. Diese Opfer lägen noch unter einem umgestürzten Waggon, berichtete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitagnachmittag am Unglücksort. „So lange der Eisenbahnwaggon aber nicht angehoben ist, können wir nicht ausschließen, dass darunter weitere Tote liegen“, sagte er. Ein vierter Mensch sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben .Nach Angaben der Behörden waren etwa 140 Passagiere in der Regionalbahn.

Update vom 3. Juni, 17.55 Uhr: Bahnchef Richard Lutz hat sich betroffen vom Zugunglück mit mehreren Toten bei Garmisch-Partenkirchen gezeigt. „Die Eisenbahnerfamilie und ich sind schockiert von dem schrecklichen Zugunglück“, teilte Lutz am Freitag mit. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzten und ihren Familien.“

Zugunglück bei Garmisch: Markus Söder (CSU) äußert sich

Update vom 3. Juni, 16.32 Uhr: Gegenüber BR24 äußerte sich nun auch Ministerpräsident Markus Söder. „Wir trauern mit den Angehörigen. Wir beten und hoffen, dass alle, die verletzt sind, bald wieder gesund werden“, sagte er zu den erschütternden News. Sein Dank galt den vielen Helfern und Rettungskräften vor Ort. Tief betroffen fügte er noch hinzu: „Man kann nur sagen, hoffentlich wird es für viele noch gut werden.“

Auch via Twitter meldete der CSU-Boss sich: „Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer und wünschen allen Verletzten rasche Genesung. Gerade die Schüler hatten sich auf die Ferien gefreut. Großen Respekt und Dank allen Rettungskräften für die schnelle Hilfe.“

An der Unglücksstelle äußerte sich derweil auch der Einsatzleiter der Feuerwehr:  „Wir haben in einer guten Stunde alle Verletzten aus dem Zug heraus gebracht.“ Die Lage der Unfallstelle direkt an der Straße sei „ein Glücksfall“ gewesen. Die 15 Bundeswehrsoldaten im Zug hätten im Zug direkt koordiniert, die Fenster geöffnet und bei der Rettung geholfen.  

Zugunglück bei Garmisch: Herrmann und Bernreiter äußern sich vor Ort - Landrat spricht von Not-Operationen

Update vom 3. Juni, 16.25 Uhr: Im BR drückt Innenminister Herrmann sein Mitgefühl aus und lobt den schnellen Einsatz der Helfer. „Jetzt geht es darum, die Leichen zu bergen und die eigentliche Unglücksursache am Gleis oder Zug oder was auch immer zu finden. Daneben arbeitet die Kriminalinspektion Rosenheim an der Identifikation der Personen.“

Das ist natürlich ein schreckliches Unglück“, findet auch Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. „Hier ist hochprofessionell gearbeitet worden. Für mich als Verkehrsminister ist das sehr schrecklich, wenn so ein Unglück passiert. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und wir hoffen, dass die Verletzten und Schwerverletzten schnell genesen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) äußert sich vor Ort beim Zugunglück in der Nähe von Garmisch-Patenkirchen.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) äußert sich vor Ort beim Zugunglück in der Nähe von Garmisch-Patenkirchen. © Sven Hoppe/dpa

Anton Speer, Landrat von Garmisch-Partenkirchen, lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit vor Ort und sprach seine Betroffenheit und sein Mitgefühl aus. Laut seiner Aussage laufen aktuell im Klinikum Garmisch-Partenkirchen Not-Operationen, er wisse von 28 teils schwer verletzten Personen.  „Der Schock sitzt noch tief. Jetzt hoffen wir, dass die Toten auch noch geborgen werden können, das ist das allerwichtigste“, so Speer.

Update vom 3. Juni, 16.13 Uhr: Auch Inneministerin Nancy Faser befindet sich auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen. Via Twitter reagierte sie bestürzt auf das Unglück: „Es sind furchtbare Nachrichten, die uns zu dem Zugunglück bei Garmisch erreichen. Meine Gedanken sind bei den Familien der Todesopfer und bei den Schwerverletzten und Verletzten.“

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) äußerte sich ebenfalls. „Die Bilder, die uns in diesen Stunden aus Garmisch-Partenkirchen erreichen, sind dramatisch“, sagte er am Freitag in Berlin. „Aktuell lässt sich das gesamte Ausmaß der Katastrophe nur erahnen. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Verletzten. Wir stehen im engen Austausch mit der Bahn und unterstützen, wo wir können. Unsere Experten sind bereits vor Ort, um gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden die Unfallursache zu untersuchen.“

Update vom 3. Juni, 16.01 Uhr: Die Ursache für das Unglück blieb zunächst unklar. Die Bahn sprach den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Einsatzkräfte und Mitarbeiter der DB seien ebenfalls vor Ort. Die Deutsche Bahn hat außerdem eine Sonder-Hotline eingerichtet.

Zugunglück nahe Garmisch: 15 Schwerverletzte, vier Tote laut Polizei

Update vom 3. Juni, 15.34 Uhr: Im BR bestätigt ein Polizeisprecher nun, dass von vier Toten auszugehen ist. Insgesamt seien 60 Personen beim Unglück betroffen, 30 davon verletzt. 15 Personen wurden schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Laut dem BR gehe es aktuell vor allem darum, den entgleisten Zug zu sichern. Für die Rettungskräfte sei es von Vorteil gewesen, dass der Unglücksort an einer Straße liegt. So hätte man schnell helfen können. Zur Ursache der Entgleisung tappt die Polizei laut des Sprechers vor Ort noch immer völlig im Dunkeln.

In der Region kommt es derweil zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen. Wie ein Polizeisprecher dem BR bestätigte, könnte die Sperrung vor Ort sogar bis in den nächsten Morgen anhalten. Etliche Straßen und Strecken werden mindestens noch für einige weitere Stunden gesperrt bleiben.

Zug in Garmisch entgleist: Alle Verletzten und Unverletzten geborgen – doch Polizei befürchtet weitere Tote

Update vom 3. Juni, 15.22 Uhr: Alle Verletzten und Unverletzten sind aus dem Zug geborgen. Doch der Polizei zufolge steht zu befürchten, dass es weitere Tote gibt. Glücklicherweise unverletzt überstanden hat ein älterer Mann das Unglück. Genau beschreiben kann er es gar nicht, alles ging ganz schnell, sagt er gegenüber dem Tagblatt. „Es hat plötzlich stark gerumpelt und dann hat es schon gestaubt.“ Kräfte der Bundeswehr hatten die Fenster eingeschlagen und ihn und andere Fahrgäste aus dem Abteil ins Freie gezogen.

Die Arbeiten laufen weiter. Unter schwersten Bedingungen. Das Gelände ist extrem unwegsam, zum Teil müssen die Kräfte der Feuerwehr Bäume umschneiden und Leitplanken entfernen, sich erst über steile, zugewachsene Hänge zu den Waggons vorarbeiten. „Das ist brutal“, sagt einer der Feuerwehrmänner. Nicht nur körperlich, auch mental. Laut Harald Bauer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sind viele Schüler betroffen. „Das ist sehr belastend für die Einsatzkräfte.“ Als „furchtbar, völlig dramatisch“ beschreibt Bauer die Situation.

Für 15.30 Uhr hat sich der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter angekündigt, um 15.45 Uhr will sich Innenminister Joachim Hermann ein Bild von der Lage vor Ort machen.

Zug entgleist bei Garmisch-Partenkirchen - Deutsche Bahn spricht Angehörigen Mitgefühl aus

Update vom 3. Juni, 15.15 Uhr: Nach dem Zugunfall mit mehreren Toten am Freitag bei Garmisch-Partenkirchen hat die Deutsche Bahn den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl ausgesprochen. Einsatzkräfte und Mitarbeiter der DB seien am Unfallort, teilte das Bundesunternehmen in Berlin mit. Über die Ursache des Unfalls könne noch keine Aussage getroffen werden.

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen spricht von drei Toten. Insgesamt werden demnach 60 Menschen mit Verletzungen behandelt, 16 davon mit schweren. Der Regionalzug war Richtung München unterwegs. Nach Angaben eines Bundespolizeisprecheres ist er vermutlich entgleist.

Update vom 3. Juni, 14.38 Uhr: Die Polizei bittet Schaulustige, sich vom Unglücksort fernzuhalten beziehungsweise die Brücke und die Straßen für Rettungskräfte freizuhalten.

Zug bei Garmisch-Partenkirchen entgleist: Polizei bittet Schaulustige, sich fernzuhalten

Update vom 3. Juni, 14.25 Uhr:  Ein amerikanischer Soldat war in einem der Autos auf der Straße neben der Bahnstrecke. „Es war schrecklich“, sagte er gegenüber dem Garmisch Partenkirchner Tagblatt. „Einfach schrecklich. Plötzlich ist der Zug umgekippt.“

Update vom 3. Juni, 14.20 Uhr: Inzwischen ist bekannt: Drei Menschen sind bei einem Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchenums Leben gekommen. Ingesamt würden 60 Menschen mit Verletzungen behandelt, 16 davon mit schweren Verletzungen. Das bestätigte am Freitagnachmittag ein Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Drei Tote, 60 Verletzte, davon 16 Schwerverletzte bestätigt

Der Regionalzug sei gegen Mittag Richtung München unterwegs gewesen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass zum Ferienbeginn viele Schüler in der Bahn waren. Der Zug sei vermutlich entgleist, so ein Sprecher der Bundespolizei - warum, war zunächst unklar.

Drei Waggons seien umgekippt. „Die Menschen werden durch die Fenster gezogen“, sagte der Bundespolizei-Sprecher. Das Unglück ereignete sich gegen 12.15 Uhr im Ortsteil Burgrain in den Loisachauen. Unter den Verletzten seien „alle Altersgruppen“.

Feuerwehr, Notärzte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. „Es wurde Vollalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst“, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle im Oberland. Nach Angaben eines Sprechers der ADAC-Luftrettung waren sechs Rettungshubschrauber im Einsatz, drei davon vom ADAC.

Zugunglück: Zug kam aus München und entgleiste bei Burgrain

Update vom 3. Juni, 14.13 Uhr: Bei dem schweren Zugunfall wurden drei Personen tödlich verletzt, eine unbestimmte Anzahl weiterer Fahrgäste wurde verletzt. Das bestätigt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Der verunglückte Zug ist ein Regionalzug, der von Garmisch-Partenkirchen in Richtung München fuhr und bei Burgrain entgleiste, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Der Rettungs- und Evakuierungseinsatz läuft weiterhin auf Hochtouren.

Update vom 3. Juni, 14.06 Uhr: Mindestens drei Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Es gebe zahlreiche Schwerverletzte, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen der Deutschen Presse-Agentur.

Update vom 3. Juni, 14.04 Uhr: Es gibt keine Pause. Permanent werden in Rettungswagen und im Hubschrauber Verletzte des Zugunglücks abtransportiert und ins Klinikum gebracht, berichten Reporter des Tagblatts vor Ort. Zum Teil steigen die Einsatzkräfte mit Leitern in die Waggons, um die verletzten Fahrgäste zu befreien.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Bundesstraße komplett gesperrt

Der Farchanter Tunnel sowie die Bundesstraße 2 südlich davon ist komplett gesperrt. Alle vier Spuren sind mit Einsatzwagen und Rettungskräften besetzt. In der Wiese wurden mittlerweile Zelte für die Versorgung aufgebaut. Auch die Bundeswehr hilft, ebenso wie zahlreiche Polizeibeamte, die ohnehin wegen des anstehenden G7-Gipfels derzeit in Garmisch-Partenkirchen stationiert sind.

Update vom 3. Juni, 13.55 Uhr: Der Großeinsatz zu dem Zugunglück läuft. Noch sei unklar, was genau geschah und wie viele Fahrgäste sich in den Waggons befanden. Es seien Anrufe von Bürgern eingegangen, dass ein Zug entgleist sei. Erste Leichtverletzte seien gerettet. Sie würden in einem nahegelegenen Gebäude gesammelt; auch Angehörige seien schon vor Ort.

Update vom 3. Juni, 13.46: Die Regionalbahn war am Freitagmittag auf dem Weg Richtung Norden. Um 12.19 Uhr geschah das Unglück: Aus bisher unbekannter Ursache entgleiste der Zug auf freier Strecke nördlich von Garmisch-Partenkirchen auf Höhe des Gewerbegebiets Loisachauen. Mehrere Waggons kippten um und stürzten zum Teil die Böschung hinunter. Schnell herrschte traurige Gewissheit: Mehrere Menschen starben, viele wurden verletzt. Das bestätigte die Polizei eine Stunde nach dem Unglück. Nach Tagblatt-Informationen befinden sich zahlreiche Schüler in dem Zug.

Schweres Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Polizei bestätigt mehrere Tote

Update vom 3. Juni, 13.45: Dem Tagblatt gegenüber bestätigt die Polizei, dass es bei dem Unglück mehrere Tote und Verletzte gab.

Update vom 3. Juni, 13.37 Uhr: Bei dem Zugunglück nahe Garmisch-Partenkirchen wurden mehrere Menschen verletzt, wie schwer, war zunächst unklar. „Es gibt zumindest wohl Leichtverletzte“, sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. „Es ist ein großer Einsatz, der gerade läuft.“ Es kippten wohl auch Waggons um.

Zugunglück bei Garmisch-Partenkirchen: Polizei spricht von mehreren Verletzte

Noch sei unklar, was genau geschah, in welche Richtung der Personenzug unterwegs war und wie viele Fahrgäste sich in den Waggons befanden. Der Unfall soll sich im Gemeindeteil Burgrain in den Loisachauen ereignet haben.

Ein Sprecher der Integrierten Leitstelle im Oberland sprach von mehrere Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht würden. „Es wurde Vollalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst“, sagte er. Es sei noch nicht klar, wie schwer verletzt die Menschen seien. Die Bundespolizei erklärte, man sei mit den Einsatzkräften vor Ort.

Update vom 3. Juni, 13.29 Uhr: Zahlreiche Schüler sollen sich nach Tagblatt-Informationen darin befinden. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist vor Ort, sogar BRK-Helfer aus München wurden an die Unglücksstelle gerufen. Das Unglück ereignete sich auf Höhe des Gewerbegebiets Loisachauen.

Update vom 3. Juni, 13.14 Uhr:  Inzwischen sind erste Details zu dem Zugunglück im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bekannt. Der Zug ist am Freitagmittag in Burgrain entgleist. „Es gibt zumindest wohl Leichtverletzte“, sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag gegenüber der dpa. „Es ist ein großer Einsatz, der gerade läuft.“ Noch sei unklar, was genau geschah, in welche Richtung der Zug unterwegs war und wie viele Fahrgäste sich in den Waggons befanden.

Ursprünglicher Artikel vom 3. Juni:

Farchant - Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat sich am Freitag, 3. Juni, ein Zugunglück ereignet.

Zugunglück am Farchanter Tunnel bei Garmisch-Partenkirchen

Am Farchanter Tunnel - nahe Garmisch-Partenkirchen - ist laut Informationen von Merkur.de scheinbar ein Zug entgleist.

Wie die DB Regio Bayern auf Twitter bekannt gibt, wurde die Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau bereits gesperrt. „Züge aus Richtung München HBF wenden vorzeitig in Oberau. Aus Richtung Mittenwald/Reutte Tirol wenden die Züge vorzeitig in Garmisch-Partenkirchen“, heißt es weiter in der Mitteilung. Ein Ersatzverkehr ist in Planung.

Nähere Infos folgen in Kürze. (kof)

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