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Nichts geht mehr: Vor dem Partenkirchner Kreisel staut sich der Verkehr.

Eine Nervenfrage

Verkehrschaos pur: Straßenarbeiten in Garmisch-Partenkirchen sorgen für Staus

Im Berufsverkehr am Morgen brauchen Autofahrer, die nach Garmisch-Partenkirchen wollen, derzeit viel Geduld. Seit die B23 nach dem Farchanter Tunnel in Fahrtrichtung Süden gesperrt ist, geht regelmäßig nichts mehr. Auch innerorts verlangen die zahlreichen Baustellen von den Verkehrsteilnehmern gute Nerven.

Garmisch-Partenkirchen – Wer dieser Tage durch Garmisch-Partenkirchen fährt, muss mit einer Odyssee rechnen. Pünktlich zu Beginn der warmen Jahreszeit werden besonders an den Hauptverkehrsstraßen wieder Sanierungen vorgenommen, die Straßensperrungen und Umleitungen mit sich bringen. Die Bauarbeiten sorgen für ein mittelprächtiges Verkehrschaos in der Marktgemeinde. Am Südende des Farchanter Tunnels kommt es am Kreisel regelmäßig zu Staus. Um den Verkehr zu entzerren, haben sie die Behörden entschlossen, am Nordende zum Mittel der Blockabfertigung zu greifen.

Seit Beginn dieser Woche werden vom Bauamt Weilheim Instandsetzungsarbeiten an Teilbereichen der Fahrbahn der B 23 im Bereich der Ortsdurchfahrt Garmisch-Partenkirchen vorgenommen. Die Zugspitzstraße, erst im vergangenen Jahr saniert, ist von Frostaufbrüchen übersät. Im Einzelnen betrifft das den Abschnitt vom Marienplatz bis zur Feuerwehreinfahrt und die Einmündung der Thomas-Knorr-Straße. Die Sanierung sei aufgrund der Schadensbilder unumgänglich, heißt es aus dem Staatlichen Bauamt Weilheim. Zusätzlich tritt hier die Gemeinde selbst auf den Plan. „Im Rahmen der Straßenarbeiten wird an einigen Busbuchten die Teerdecke saniert“, sagt Ute Leitner, Presseprecherin der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen. Hier handle es sich jedoch um verhältnismäßig kleine Maßnahmen, die keine zusätzlichen Verkehrsbehinderungen mit sich bringen.

Nadelöhr Farchanter Tunnel

Der Autoverkehr wird für die Dauer der Instandsetzungsarbeiten großräumig über die B 2 und die St.-Martin-Straße umgeleitet. Sobald die Arbeiten an der B 23 abgeschlossen sind, sollen noch Schlaglöcher und Fehlstellen an der B 2 ausgebessert werden – allerdings in Nachtarbeit, um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern. Drei Wochen sollen die Arbeiten dauern, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Die Asphaltierungsarbeiten benötigen trockene Witterung.

Ein Nadelöhr ist derzeit der Farchanter Tunnel. Dort kommt es schon wieder zu Behinderungen. Nachdem der Tunnel vor zwei Wochen wegen Wartungsarbeiten gesperrt war, wurden in der vergangenen Woche technische Wartungsarbeiten vorgenommen. In dieser Woche wird der Leichtstoffabscheider überprüft. „Das ist eine Einrichtung zur sicheren Entwässerung im Havariefall, etwa, wenn Öl ausläuft“, erklärt Karin Unkrig von der Pressestelle der Autobahndirektion Südbayern. Eine Überprüfung sei alle fünf Jahre erforderlich. Autofahrer müssen sich also noch in Geduld üben.

So mancher Gast fühlt sich davon abgeschreckt und will Garmisch-Partenkirchen den Rücken kehren. „Die Verkehrssituation im Stadtinneren ist ein reines Chaos, viele Baustellen und stauender Verkehr, auch tagsüber. Ein vorgesehener Krankenbesuch in der Rheumaklinik für Kinder und Jugendliche in der Gehfelderstraße war durch Straßensperrungen und tiefe Schlaglöcher ein Erlebnis der besonderen Art“, sagt Norbert Weber, der jahrelang in der Marktgemeinde seinen Urlaub verbrachte.

Stefan Gernböck

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