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Verkehrsprojekte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Kampf geht weiter

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Klare Ansage: Die Oberauer fordern vehement, dass Bundesmittel in den Kreis Garmisch-Partenkirchen fließen, damit endlich der Tunnel gebaut werden kann. Sie werden weiter demonstrieren. Foto: Sehr
Klare Ansage: Die Oberauer fordern vehement, dass Bundesmittel in den Kreis Garmisch-Partenkirchen fließen, damit endlich der Tunnel gebaut werden kann. Sie werden weiter demonstrieren. Foto: Sehr

Garmisch-Partenkirchen - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bekommt im Jahr 2012 eine Milliarde Euro mehr für Verkehrsinfrastrukturprojekte. Was bedeutet das für die Verkehrsprojekte im Oberland?

Chancen auf Verwirklichung haben drei große Straßenbauprojekte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen nur, so hieß es immer aus Berliner Regierungskreisen, wenn Verkehrsminister Ramsauer zusätzliche Mittel für den Etat erhält. Kommendes Jahr soll Ramsauer eine Milliarde Euro mehr für die Verkehrsinfrastruktur im Bundesgebiet bekommen. Das haben die Koalitionspartner von CDU, CSU und FDP am Sonntagabend vereinbart. Ob damit tatsächlich die Chancen für den Bau des Kramertunnels im Ortsteil Garmisch, die Umfahrung in Oberau und den zweiten Bauabschnitt der Umfahrung Saulgrub steigen, bleibt offen. Die Bürgermeister sind skeptisch.

„Ich glaube, dass wir weiter kämpfen müssen“, sagt Peter Imminger (CSU) aus Oberau. Und das will er tun. Der Bürgermeister sucht stetig das Gespräch mit dem Abgeordneten Alexander Dobrindt (CSU): „Der setzt sich für uns in Berlin ein.“ Und die Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Oberau (VEO) werde Protest-Aktionen starten, um die Aufmerksamkeit immer wieder auf Oberau und dessen Belastung durch die Bundesstraße 23 zu lenken.

Sein Kollege aus Garmisch-Partenkirchen, Thomas Schmid (CSB), hingegen sieht die Chancen gestiegen. „Wir haben einen fertigen Plan, es wird zum Teil schon gebaut“, sagt er. Bis zu 26 Millionen Euro gibt der Bund für den Bau des Erkundungsstollens zum Kramertunnel aus. Schmid will sich weiter mit allen Mitteln für die Ortsumfahrung Garmisch einsetzen: „Wir wollen Druck machen.“

Ein Stück gewachsen ist mit der Entscheidung der Koalition die Hoffnung des Saulgruber Bürgermeisters Rupert Speer (Wählergemeinschaft), dass nun das fehlende Geld für die Ortsumfahrung zur Verfügung stehen könnte. Er sieht zwei starke Argumente darin, dass der erste Bauabschnitt fertiggestellt ist und das Vorhaben - verglichen mit anderen - einen eher überschaubaren Kostenrahmen hat. „Die Voraussetzungen sind vielleicht nicht ganz schlecht“, meint Speer. Weiter kämpfen will auch er: bei Politikern in Berlin und München und bei Behörden.

Matthias Holzapfel

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