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Radlaktion der Garmisch-Partenkirchner Polizei: In der Chamonixstraße kontrollieren Josef Grasegger (M.) und Hubert Hornsteiner (r.) einen Radfahrer, der auf dem Gehweg unterwegs ist.

Resolution an die Staatsregierung

17 Stellen unbesetzt: Gemeinderat will Verstärkung für Garmisch-Partenkirchner Polizei

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Der Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat hat eine Resolution an die Staatsregierung verabschiedet. Das einhellige Ziel der Kommunalpolitiker: Die Zahl der Beamten in der Polizeiinspektion soll passend zum Umfang ihrer Aufgaben erhöht werden.

Garmisch-Partenkirchen – Die Diskussion um die Einführung einer Sicherheitswacht in Garmisch-Partenkirchen hat’s ans Licht gebracht: „Die personelle Situation der Polizei ist für die Bewältigung des gesamten Aufgabenspektrums ungenügend und soll zwingend verbessert werden“, fasste es Harald Helfrich (SPD) im Gemeinderat zusammen. Deshalb beantragte seine Fraktion, eine Resolution über die Aufstockung der Zahl der Beamten zu verabschieden. Ein Ansinnen, das einstimmig angenommen wurde. Denn insbesondere die Sorge, mit der Einführung dieser ehrenamtlichen Streifengänger werde der Personalmangel bei der Polizei kompensiert, hatte Mitte Januar zur Ablehnung mit 15:13-Stimmen geführt.

Helfrich zufolge sind aktuell 17 Stellen bei der Polizeiinspektion (PI) unbesetzt – „die Sollstärke beträgt 68, tatsächlich sind es aber nur 51“. Daher ist für ihn und seine Gemeinderatskollegen klar, dass die Ordnungshüter dringend Verstärkung brauchen. Zumal sie im Zuständigkeitsbereich der PI Garmisch-Partenkirchen, der bis Unterammergau reicht, mit besonderen Aufgaben konfrontiert sind. Von Seiten der SPD wurde dabei auf Bergunfälle und Einsätze im Klinikum, unter anderem in Verbindung mit der Psychiatrie, sowie in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende verwiesen. Auf Anregung von Daniela Bittner (CSB) ergänzte die Verwaltung diese Liste noch um Großveranstaltungen. Damit dachte sie unter anderem ans Neujahrsspringen und die Ski-Weltcup-Rennen aber auch an die Landesausstellung in Ettal, die am 4. Mai eröffnet wird. „Jedem ist klar, dass wir das nicht zu entscheiden haben“, betonte Dr. Stephan Thiel (Bündnis 90/Die Grünen). Die politische Forderung an sich begrüßte er aber ausdrücklich.

Zur Resolution an die Staatsregierung gab’s von der Polizei keine Einschätzung. „Zunächst muss man sich die tatsächlichen Gegebenheiten anschauen“, erklärte Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Das konnte jedoch am Freitagnachmittag nicht mehr erfolgen. Sonntag verwies lediglich darauf, „dass Garmisch-Partenkirchen bei der letzten Personalzuteilung mit mehr Kräften als andere Dienststellen bedacht wurde.“ All das kommentierte PI-Leiter Thomas Kirchleitner nicht. Nur soviel ließ er sich entlocken: „Jede Bestrebung, die Polizei vor Ort zu stärken, ist gut.“

Einen weiteren Aspekt, der die Beamten belastet, brachte Elisabeth Koch (CSU) ins Spiel. „Die Einsätze an den Wochenenden häufen sich“, erklärte die Rechtsanwältin, die damit auch in ihrem Berufsalltag konfrontiert ist. Körperverletzungen und andere alkoholbedingte Straftaten seien an der Tagesordnung. „Wir sollten uns der ständigen Gefahrenlage am Marienplatz bewusst sein“, forderte Koch. Eine Möglichkeit, um dem entgegenzusteuern, sieht sie in der Verlängerung der Sperrzeiten. Daher regte sie an, „dass die Verwaltung das prüfen sollte“.

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