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Alternativen gefordert: Dieser Entwurf stand in der Kritik. 

Modernisierungspläne

Veterinäramt: Anbauvorschlag fällt erstmal durch

Deutliche Worte haben einige Mitgliedes des Kreisausschusses gefunden. Ihnen gefällt nicht, wie Kreisbaumeister Alkmar Zenger den neuen Anbau am Veterinäramt gestalten will. 

Garmisch-Partenkirchen – Fast 1,8 Millionen Euro gibt der Landkreis für die Sanierung des Veterinäramtes in Garmisch-Partenkirchen aus. Eine dringend notwendige Maßnahme, wie sich im Kreisausschuss erneut zeigte: Das Gebäude aus dem Jahr 1906 ist in einem so schlechten Zustand, dass „ein weiterer Winter in den bestehenden Wohnräumen den Mitarbeitern nicht mehr zuzumuten ist“, sagte Kreisbaumeister Alkmar Zenger. Seine inzwischen ausgearbeiteten Modernisierungspläne standen in der Sitzung nicht in Frage. Jedoch sein Vorschlag, wie mit dem Anbau verfahren werden soll.

Zenger stellte dem Gremium einen Entwurf vor: ein schlichtes Holzgebäude mit geraden Linien. Und erntete dafür harsche Kritik. „Finden Sie, dass das gut aussieht“, fragte CSU-Kreisrat Peter Imminger provokativ. Und Vize-Landrat Michael Rapp, ebenfalls CSU, stellte kurzweg fest: „Schön schaut das nicht aus.“ Für Tessy Lödermann (Bündnis 90/Grüne) ergibt der Vorschlag wenig Sinn: „Das sieht aus wie ein Fremdkörper, der nicht dazu passt. Der nur hingepappt ist.“ Und fand damit Worte, die Landrat Anton Speer (Freie Wähler) sofort unterschreiben würde. „Das ist auch meine Meinung“, sagte Zengers Vorgesetzter. Er nannte den Entwurf „unbefriedigend“ und forderte Nachbesserungen.

In der Sitzung am 26. Februar soll Zenger dem Gremium nun Varianten vorstellen. Eben auch solche, die dem Villa-Stil des Gebäudes entsprechen. Wie Zenger erklärte, wollte er das Vorhandene ausdrücklich nicht imitieren. Doch dieses Vorgehen gefiel nur zweien: Martin Wohlketzetter (SPD) sprach sich für den vorgeschlagenen Kontrast von Alt und Neu aus. Und auch Rolf Beuting (ÖDP) erklärte: „Ich kann gut damit leben. Aber das ist Geschmackssache.“

Einig war sich der Kreisausschuss darin, – unabhängig von der Anbau-Frage – die Modernisierungsarbeiten voranzubringen. „Der akute Sanierungsbedarf steht außer Frage“, unterstrich Zenger. Dazu gehören die gesamte Haustechnik und die sanitären Anlagen. Das Dach wird vollständig erneuert und gedämmt. Hinzu kommt ein Wärme-Putz und der Anschluss an das Fernwärmenetz. Die Raum-Aufteilung soll künftig so erfolgen, dass das Veterinäramt im Erdgeschoss Platz findet. Dort sollen auch eine Schmutzschleuse, Lager- und Aktenräume sowie eine Teeküche entstehen. Im Obergeschoss wird Platz für eine zusätzliche Abteilung mit etwa 13 Arbeitsplätzen frei. Im Dachgeschoss ist eine Dienstwohnung mit 120 Quadratmetern vorgesehen.

Bereits jetzt sind die Mitarbeiter in die Container gezogen, die für rund 18 Monate Bauzeit angemietet wurden. Danach soll die Villa in neuem Glanz erstrahlen. Zenger: „Das Veterinäramt ist baugeschichtlich sehr wertvoll und bildet mit dem Schlachthof und dem Bienenzüchterhaus ein einheitlich gestaltetes Ensemble, das identitätsstiftend für das gesamte Umfeld ist.“ Sicher künftig auch mit passendem Anbau.

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