Herrliche Lage: Auf dieser Brachfläche an der Krankenhausstraße soll das Freizeitgelände entstehen.
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Herrliche Lage: Auf dieser Brachfläche an der Krankenhausstraße soll das Freizeitgelände entstehen.

Initiative plant Erholungs- und Freizeitgelände

Bürgerprojekt mitten in Garmisch-Partenkirchen: Von der Brache zur grünen Oase

  • Andreas Seiler
    vonAndreas Seiler
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Im Herzen von Garmisch entsteht auf einer brachliegenden Fläche ein kleines Eldorado zum Biken, Bewegen und Begegnen. Der Name: „gapark“. Hinter dem Projekt, das von der Marktgemeinde unterstützt wird, steht ein tatkräftiger Förderverein – ein schönes Beispiel für Bürgerengagement.

Garmisch-Partenkirchen – Kommunen brauchen innerörtliche Rückzugs- und Erholungsflächen – auch wenn sie wie Garmisch-Partenkirchen von herrlicher Natur umgeben sind. Auf der rund 4000 Quadratmeter großen Brache zwischen Krankenhausschule und Sankt-Martin-Straße soll im Kreisort nun solch ein öffentlicher Freiraum entstehen – ein bemerkenswertes Projekt, das vorwiegend von Anliegern, darunter viele Familien, mit viel Leidenschaft vorangetrieben wird. Diese haben sich zum „Förderverein naturnaher Begegnungs- und Bewegungsflächen Garmisch-Partenkirchen“ zusammenschlossen.

Arbeiten sollen im April beginnen

„Wir stehen in den Startlöchern und möchten, sobald es die Witterung zulässt, mit der Umsetzung beginnen“, erklärt die Vorsitzende Susanne Beyer. Angepeilt ist dafür der April. Und wenn alles glatt läuft, soll bereits im kommenden Herbst die parkähnliche Anlage im Großen und Ganzen stehen. Die Planung eines Landschaftsarchitekten liegt auf dem Tisch: Entstehen sollen unter anderem ein so genannter Pumptrack mit Bike-Strecken für Anfänger und Könner, eine Spielwiese mit Elementen für Kleinkinder, eine grüne Begegnungs- und Erholungsfläche mit neu gepflanzten Bäumen, bequemen Sitzgelegenheiten, einem Insektenhotel und einer Büchertauschstation. „Jeder ist willkommen. Alle Generationen sollen sich hier wohlfühlen“, fasst Beyer die „Philosophie“, die dahinter steht, zusammen. Das Ganze hat auch schon einen coolen Namen erhalten und wurde „gapark“ getauft.

Mit einer selbst geschaufelten Radlstrecke, die jetzt professionell angelegt wird, fing alles an: Coronabedingt blieb man daheim. Und so bauten Kinder und Väter erste Sprünge auf der Brache – eine nachbarschaftliche Initiative, die schnell Zuspruch fand und bald auch andere Kinder und Jugendliche auf die Fläche lockte. So entstand die Idee, mehr daraus zu machen.

Beyer und ihre rund 40 Vereinsmitstreiter setzen bei der Umsetzung auf viel Eigenleistung. „Ein paar Dinge müssen wir vergeben“, erklärt sie. Doch es gibt eine Hürde: Wie lässt sich das ehrgeizige Vorhaben finanzieren? Immerhin stehen Gesamtkosten in Höhe von rund 200 000 Euro im Raum.

Marktgemeinde unterstützt Vorhaben

Der besagte Verein kann auf die Marktgemeinde setzen: Von dieser bekommt er das Areal kostenlos zu Verfügung gestellt. Außerdem erhält er einen Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro und kann Bauhof-Leistungen in Anspruch nehmen (wir berichteten). „Wir freuen uns, dass der Markt Garmisch-Partenkirchen als Grundstückseigentümer mit der Optimierung des Geländes einverstanden ist und uns auch großzügig unter die Arme greift“, erklärt Beyer. Dennoch brauche man weitere Förderer und Mitglieder. Die Vereinschefin ist zuversichtlich, dass dies gelingt: „Wir schaffen das.“ Es würden bereits vielversprechende Gespräche geführt. „Es gibt positive Signale von der Felix-Neureuther-Stiftung, die sich großzügig beteiligen will“, berichtet sie.

In der Ortspolitik ist jedenfalls die Vorfreude groß: „Ich finde das toll. Das wird ein Treff für Jung und Alt“, sagt Zweite Bürgermeisterin Claudia Zolk (CSB).

Der Förderverein rührt, um Unterstützer zu gewinnen, kräftig die Werbetrommel – mit einer neuen Homepage. Unter www.gapark.de finden Interessierte alle wichtigen Informationen, darunter einen professionellen Imagefilm, der kürzlich im Gemeinderat gezeigt wurde, detaillierte Beschreibungen, die Geländepläne sowie den Mitgliedsantrag zum Download. Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet.

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