Zwei Vertreter aus dem Landkreis

Bundestagswahl: Kandidatensuche dauert an

Noch bis zum 17. Juli können Vorschläge für die Bundestagswahl am 24. September im Landratsamt in Weilheim eingereicht werden. Die meisten Parteien haben ihre Kandidaten bereits vorgestellt. Offen ist noch, wen die AfD und die Piraten ins Rennen schicken.

Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen – „Offiziell haben wir erst einen Bewerber vorliegen“, teilt der stellvertretende Wahlleiter Alfred Soyer auf Anfrage mit. Nur der Kandidat Martin Schröter aus Garmisch-Partenkirchen, der für die FDP antritt, ist bisher im Landratsamt in Weilheim gemeldet. Von den anderen Parteien liegt offiziell noch nichts vor, was allerdings kein Problem darstellt, denn die Aufstellungsfrist läuft bekanntlich erst in gut fünf Monaten ab. Bei den Wahlen vor vier Jahren traten insgesamt zehn Bewerber als Direktkandidaten an.

Die CSUhat bereits im Juli 2016 in Oberhausen ihren Bundestagskandidaten Alexander Dobrindt für eine Wiederwahl nominiert.

Bei der SPD, für die sich vor vier Jahren Angelica Dullinger für das Direktmandat beworben hatte, gab es diesmal eine Kampfabstimmung zwischen Felix Burger aus Murnau und Enrico Corongiu aus Mittenwald. Letzterer setzte sich Ende September bei der Aufstellungsversammlung in Murnau mit 29:19 Stimmen gegen seinen Konkurrenten durch. Aus dem Landkreis Weilheim-Schongau lag für die SPD kein Bewerber vor.

Die Grünen schicken Gabriela Seitz-Hoffmann aus Hohenpeißenberg ins Rennen, die bereits vor vier Jahren kandidierte und wieder auf ein gutes Abschneiden hofft.

Ende Oktober präsentierte die FDP ihren Kandidaten Martin Schröter. Der 55-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen bekam allerdings nicht die volle Rückendeckung seiner Partei. 13 Mitglieder stimmten für ihn, fünf waren dagegen. Der ehemalige Bundestagskandidat Klaus Breil aus Bernried verzichtete auf eine erneute Kandidatur.

Ende Januar trat Die Linkemit ihrem Kandidaten an die Öffentlichkeit. Es ist Reinhard Böttger aus Peiting, der sich um ein Direktmandat bewirbt. Der 63-jährige Peitinger wurde bei einer Parteiversammlung in Huglfing nominiert. Er war der einzige Kandidat.

Auch die Bayernparteikann längst schon mit einem Bundestagskandidaten aufwarten. Bereits im Juli 2016 wurde der 43-jährige Siegfried Seelos aus Schwabbruck mit großer Mehrheit als Kandidat für den Bundestag nominiert.

Die Alternative für Deutschland (AfD) wird nach Auskunft ihrer Parteisprecherin Edeltraud Schwarz Ende März ihren Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Weilheim vorstellen. Für den neuen Wahlkreis Landsberg-Starnberg tritt ebenfalls ein AfD-Kandidat an. Dieser soll bereits am 18. Februar bestimmt werden.

Und wie schaut es eigentlich mit einem Bundestagskandidaten bei der Piraten-Partei aus? „Im Wahlkreis Weilheim-Schongau sind wir noch in der Findungsphase, ob wir jemanden aufstellen oder nicht“, erklärt Alexander Kohler, Partei-Vorsitzender der oberbayerischen Piraten. „Durch das Auf und Ab mit Hype und Tiefphase stabilisieren wir uns derzeit“, lässt er wissen.

Wie viele Direktkandidaten also im Wahlkreis 226 Weilheim ins Rennen gehen, das steht somit erst nach Ende der Nominierungsfrist fest. Und die ist erst am 17. Juli.

Die Nominierung von Kandidaten ist allerdings nicht nur eine Parteiensache. Tatsächlich kann jeder volljährige Bürger für den Bundestag kandidieren. Voraussetzung sind allerdings 200 Unterschriften von Unterstützern, die auf einer Unterstützerliste persönlich unterzeichnen müssen.

Michael Gretschmann

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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