Eine Schneefräse in Aktion, Schnee wird auf einen Anhänger geladen.
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Er muss weg: Seit Dienstag, 5 Uhr, werden in Garmisch-Partenkirchen die Straßen mit Fräsen vom Schnee befreit. Viel Arbeit gab es unter anderem an der Mittenwalder Straße.

Gefahr verstärkt sich mit Wärmeeinbruch

Gemeinde warnt vor Schneebruch: Wanderwege bleiben gesperrt

  • Katharina Bromberger
    vonKatharina Bromberger
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Die Berg- und Wanderwege in Garmisch-Partenkirchen bleiben gesperrt. Ausdrücklich warnt die Gemeinde vor Schneebruch. Die Gefahr dürfte sich in den nächsten Tagen noch verschärfen.

Garmisch-Partenkirchen – Das Amen in der Kirche wird ja gerne bemüht, will man klarmachen, dass eine Situation zweifellos eintreten wird. So ist das mit viel Neuschnee und Beschwerden. Kommt Ersteres, wird Zweiteres folgen. So ist es auch dieser Tage in Garmisch-Partenkirchen. Manch einer beschwert sich über zu schlecht oder gar nicht geräumte Gehwege, andere über zugeschüttete Parkplätze.

Dabei verdeutlicht Martin Bader, stellvertretender Geschäftsleitender Beamter der Marktgemeinde: Die Mitarbeiter im Bauhof arbeiten „unter maximalem Einsatz“. Etwa 90 Personen und damit fast alle Bauhof-Beschäftigten sind aktuell entweder mit Fräsen, Schneeräumen oder Aufräumarbeiten nach Schneebruch beschäftigt. Mehr noch als die Beschwerden aber dürfte Bader und seine Kollegen eine Sorge umtreiben: Viele Bürger halten sich offenbar nicht an die Sperrungen der Wanderwege und begeben sich damit in Gefahr.

Gemeinde appelliert: Sperrungen unbedingt beachten

Eng tauschen sich Mitglieder der Feuerwehren Garmisch und Partenkirchen, Beamte der hiesigen Polizeiinspektion, der Bauhofleiter und Bürgermeisterin Elisabeth Koch in diesen Tagen aus, Schließlich geht es um die Sicherheit. Um sie zu gewährleisten, haben die Beteiligten entschieden: Die Berg- und Wanderwege in der Marktgemeinde bleiben gesperrt. Bis voraussichtlich Sonntag, 24. Januar. Denn die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast umfallen oder Äste herabstürzen, bleibt groß. Da es in den kommenden Tagen wärmer werden soll, werde sie sich vermutlich noch verstärken, betont Bader. „Wir erwarten weitere Schneebrüche.“ Deshalb bleibt auch der Michael-Ende-Kurpark gesperrt.

Anscheinend aber sind sich einige Bürger des Risikos nicht bewusst. Ausdrücklich appelliert Bader daher nochmals, die Berg- und Wanderwege zu meiden, „auch wenn die Sperrungen von Spaziergängern entfernt wurden“. Dabei sehen die Bauhof-Mitarbeiter Bader zufolge täglich die Schäden durch Schneebruch. „In dieser Woche ist viel Arbeit mit dem Aufräumen zu leisten.“ Zahlreiche Bäume, die auf die Wege gefallen sind, müssen beseitigt werden. Im Vorfeld aber werden sie nicht von Schnee befreit. Lediglich im Bereich der B23 Richtung Griesen kam ein Hubschrauber zum Einsatz, um durch den Abwind der Rotorblätter Schnee von den Bäumen zu entfernen und die Straße möglichst schnell wieder für den Verkehr freizugeben.

Schneeräumdienst: Fräsen in Garmisch-Partenkirchen hat begonnen

Auch abseits der Wanderwege haben die Bauhof-Mitarbeiter viel zu tun. Seit Montag, 5 Uhr, fräsen sie Gehwege und Straßenränder frei. Vorab haben sie Bader zufolge bereits „die neuralgischen Punkte mit Lastwagen und Radlager bearbeitet“ und den Schnee weggefahren. Als Depot dient der Marktgemeinde eine Fläche in Kaltenbrunn sowie eine kleinere Schneekippe auf dem Gelände zwischen Bahnhof und neuem Zugspitzbahn-Gebäude. Zur Verfügung stehen den Mitarbeitern zwei große Schneefräsen für Unimog oder Bulldog, drei Stück für Schmalspurfahrzeuge sowie fünf Handschneefräsen für Geh- und Radwege. Private Räumdienste oder Dienstleister unterstützen den Bauhof.

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