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Innerhalb von drei Tagen waren die ersten 1000 Tickets für das Wankfestival 2017 verkauft.

Die ersten Tickets sind weg - aber es kommen weitere

Wankfestival hat sich zum echten Renner entwickelt

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Die Tickets gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Das Wankfestival ist ein Besuchermagnet geworden. Jene, die keine Karten ergattert haben, brauchen sich aber nicht zu grämen. Noch einmal 1700 kommen in den Verkauf, wenn klar ist, ob das Wetter die Open-Air-Version erlaubt.

Garmisch-Partenkirchen– Der Vorverkauf hatte gerade begonnen, da waren die Tickets für das Heimatsound-Festival im Passionstheater auch schon weg. In nur vier Stunden. Das ist auch den Organisatoren des Wankfestivals nicht entgangen. „Wir haben schon ein bisschen nach Oberammergau geschielt“, gibt Klaus Schanda zu. Die Vier-Tages-Marke wollte die Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) knacken. Sie hat ihre eigene Maßgabe übertrumpft: 1000 Tickets innerhalb von drei Tagen – ausverkauft.

Mit dieser Nachfrage hätte selbst der Marketing-Leiter der BZB nicht gerechnet. „Ich bin brutal happy.“ Wer leer ausgegangen ist, hat aber immer noch die Chance auf Karten. Nur Geduld braucht’s. Das Restkontingent von 1700 Tickets ist erst kurz vor dem Festival, das am 26. August stattfindet, erhältlich. Sobald feststeht, ob das Wetter die Freiluft-Variante zulässt. Wenn Regen und Gewitter prognostiziert sind, fällt das Ganze aber nicht ins Wasser. Dann verlegt die BZB das Festival wie beim ersten Mal im Jahr 2014 in die Bergstation. Weitere 200 Karten gehen dann in den Verkauf.

„Man kennt das Festival“

Sorgen brauchen sich die Organisatoren nicht zu machen, dass sie auf Ticket-Stapeln sitzen bleiben. Das Event auf 1780 Metern Höhe hat sich einen Namen gemacht und sich zu einem Besuchermagneten gemausert. Der gute Ruf eilt der Veranstaltung voraus. „Man kennt das Festival“, bestätigt Schanda. Bis aus dem Münchner Raum kommen die Gäste angereist, um die Musik-Acts vor der Bergkulisse zu erleben. Um zu feiern, zu tanzen oder gemütlich in der Wiese zu sitzen und das Flair aufzusaugen.

Bemerkbar macht sich der Bekanntheitsgrad auch bei der Zusammenstellung des Line-Up. „Im ersten Jahr“, erzählt der Marketing-Chef, „haben nur wir Bands akquiriert.“ Heute trudeln auch einige Anfragen von den Künstlern ein. Verhältnis: 50 zu 50. Wer am Ende auftritt, die Entscheidung behält sich die BZB vor. Weil das Programm zum Wank passen muss, betont er. Die Wahl für die diesjährige Auflage haben die Verantwortlichen längst getroffen. Auf der Panorama-Bühne werden Pam Pam Ida, Mundwerk Crew, Matakustix und Django S. stehen.

Platzkarten-System hat sich bewährt

Während die BZB jedes Jahr andere Gruppen verpflichtet, ändert sie am Konzept nichts. Das Platzkarten-System, das im vergangenen Jahr eingeführt wurde, bleibt. Heißt: Wer mit der Bahn ins Tal gelangen will, muss sich ein Ticket mit auswählbarer Abfahrtszeit kaufen. „Das hat gut geklappt“, betont Schanda. Der Veranstalter reagierte damit auf das Chaos im Vorjahr, als die Besucher lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Niemand ahnte, dass rund 4000 Menschen auf den Berg strömen würden.

Die BZB musste Lehrgeld zahlen, bemüht sich aber stets um Verbesserungen. Mit einer Anregung ist Schanda schon häufiger konfrontiert worden: das Open-Air-Event zu verlängern. In diesem Fall schielt er nicht nach Oberammergau, auch wenn er sich das schon durch den Kopf gehen hat lassen. Die Krux: „Eine Zwei-Tages-Lösung heißt zweimal Wetter-Risiko.“ Abgesehen davon, dass statt vier Bands gleich acht gebucht werden müssten.

Schanda verfolgt eine ganz andere Absicht. Logisch, eine „Marketinggeschichte“. Die zielt auf junge Leute, die den Wank bei dem Festival für sich entdecken und im Idealfall zum Wandern wiederkommen. „Wir verjüngen damit den Berg.“

Weitere Informationen

zum Bergfestival am Wank gibt’s unter www.zugspitze.de.

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