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Vor über 100 Jahren wurde das Wankhaus (l.) eingeweiht. 

Deutscher Alpenverein muss noch über Projekt entscheiden

Wankhaus über Garmisch-Partenkirchen: Sanieren macht keinen Sinn

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Über 100 Jahre ist das Wankhaus alt. Und es ist marode. Die Alpenvereinssektion Garmisch-Partenkirchen ist zu dem Schluss gekommen: Nur ein Neubau kommt in Frage. 

Garmisch-Partenkirchen– Udo Knittel wartet auf ein Nicken. Ein deutliches, überzeugendes. Das ihm zu verstehen gibt: Ja der Deutsche Alpenverein (DAV) steht grundsätzlich hinter der Sektion Garmisch-Partenkirchen und seinem Projekt Wankhaus. Sobald er dieses Signal bekommt, wird Knittel auch auf offiziellem Weg aktiv. Noch läuft alles im Hintergrund. Da aber tut sich einiges.

Am Wankhaus muss etwas passieren. Die Erkenntnis ist nicht neu. In den vergangenen Jahren hat die Sektion Garmisch-Partenkirchen um den Vorsitzenden Knittel etwa 500 000 Euro investiert, um Brandschutz- und Hygieneauflagen zu erfüllen. Doch es gibt noch so viel mehr zu tun. Im Winter wachen die Wirtsleute zum Teil mit Schnee auf der Bettdecke auf, so undicht ist’s. Sowohl an der Ost- als auch an der Westseite läuft Wasser ins Haus, das 1911 eingeweiht wurde. Hinzu kommen viele weitere Baustellen – Knittel fängt mit dem Auflisten gar nicht erst an. Nach Rücksprache mit Experten ist für ihn klar: „Sanieren macht keinen Sinn.“

DAV-Haus auf dem Wank: Neubau bleibt Schutzhütte

Entsprechend sieht die Entwurfsplanung der Sektion aus: ein Neubau, nicht größer als das jetzige Haus, das 40 Übernachtungsplätze bietet. Kein Hotel, sondern weiter eine Schutzhütte mit gemütlichem Charakter. Zudem ein Gebäude, das sich optisch in die Landschaft einfüge, verspricht Kittel.

Soweit der Entwurf. Diesen will die Sektion nun erneut – eine erste Variante wurde bereits überarbeitet – in München bei der DAV-Zentrale vorlegen. Sobald die Verantwortlichen dort nicken, den Plan generell positiv bewerten – darauf hofft Knittel noch in diesem Jahr –, wendet sich der Garmisch-Partenkirchner nach ersten Vorgesprächen offiziell an alle Beteiligten etwa bei der Marktgemeinde, im Landratsamt, vom Forst und Naturschutz.

Wankhaus über Garmisch-Partenkirchen: DAV muss noch entscheiden

Die grundsätzliche Zustimmung des Hauptvereins ist noch keine Zusage. Viele Sektionen melden Bedarf an, dass ihre Hütte saniert oder neu gebaut werden muss. Wohl im Frühjahr entscheiden die DAV-Verantwortlichen, welche Projekte als nächstes umgesetzt werden. Darauf will Knittel nicht untätig warten, sondern so schnell wie möglich die nächsten Schritte gehen, sie zumindest vorbereiten. Auch die Mitglieder müssen noch über die genauen Pläne informiert werden.

Bis sie nicht Bescheid wissen, gibt Knittel weder konkrete Pläne zum Neubau heraus, noch nennt er eine Investitionssumme. Das Geld wird die Sektion ohnehin noch beschäftigen. Ganz vorsichtig hofft der Vorsitzende am Ende auf einen Zuschuss von 30 bis 40 Prozent vom Hauptverein. Zurückhaltend auch sein Zeitplan. Wenn alles optimal laufe, könnte der Abriss im Herbst 2021 starten.

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