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Ein gewohntes Bild bald auch in Garmisch-Partenkirchen? die Sicherheitswacht.

Nur noch eine Frage der Zeit

Weg für Sicherheitswacht in Garmisch-Partenkirchen ist frei

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Eine Sicherheitswacht in Garmisch-Partenkirchen ist nur noch eine Frage der Zeit. Der Hauptausschuss entschied sich mit 8:2-Stimmen dafür. Dieses Votum gilt als Empfehlung an den Gemeinderat, der sich in einer der kommenden Sitzungen abschließend mit diesem Thema befassen wird.

Garmisch-Partenkirchen – Ursel Kössel (CSB), die Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde, findet sie gut. „Da kommen meine Enkel, die lange ausgehen, bestimmt sicherer nach Hause.“ Auch Mike Bräu, der sich mit seiner Frau nach dem Besuch einer Veranstaltung im Kongresshaus durch die nur noch von Asylbewerbern bevölkerte Fußgängerzone „unwohl“ fühlte, befürwortet sie: die Sicherheitswacht. Robert Kopp, Präsident der Polizei-Präsidiums Süd, hatte bei seinem Besuch Ende Oktober, als er sein Lieblingsprojekt im Gemeinderat vorstellte, das Gros der Kommunalpolitiker wohl überzeugt – mit Ausnahme der meisten Sozialdemokraten und Peppi Braun (Freie Wähler). Alfred Heinle (SPD) warb für mehr Polizei und nannte die Sicherheitswacht „nichts anderes als eine Notlösung“. Er werde aber trotz „größter Skepsis“ zustimmen.

Die Sozis traten fast in kompletter Mannschaftsstärke im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses an. Neben den Hauptausschuss-Mitgliedern Heinle und Mechtild Morhart befanden sich unter den Zuhörern auch Fraktionsvorsitzender Robert Allmann und Ortsvereins-Chefin Ulrike Bittner-Wolff. Später stießen noch Ursula Höger und selbst Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer dazu. Allmann zeigte sich bestens vorbereitet und mit dem Thema vertraut. Er hatte eine Umfrage in den Sozialen Medien und in seinem Umfeld gestartet. Das Ergebnis, das er „nicht repräsentativ“ nannte: 30 Prozent sprachen sich für eine Sicherheitswacht aus, 70 Prozent dagegen. Die Stimmung schätzte er positiver ein als den Nutzen.

Die Befürchtung, die Heinle, Braun („Das sollen Gelernte machen“) und Morhart (SPD) hegten: Die Personen, die in Zukunft die subjektive Sicherheit der Bevölkerung erhöhen sollen, könnten nicht geeignet sein. Diese Bedenken versuchte Polizeihauptkommissar Josef Grasegger, der in Vertretung von Inspektionsleiter Thomas Kirchleitner gekommen war, zu zerstreuen. Stellten sich Bewerber als nicht geeignet heraus, „werden wir die Reißleine ziehen“. Grasegger warb natürlich erneut für die Sicherheitswacht. Sie könne ein wachsames Auge und ein Bindeglied zwischen Bürger und Polizei sein. Unterstützung erhielt er von Walter Echter (CSB): „Mit gutem Personal ist es eine gute Sache.“

Die ehrenamtlichen Streifengänger, die für ihr Engagement mit acht Euro entlohnt werden sollen, haben grundsätzlich nicht mehr Befugnisse als jeder andere Bürger auch, nämlich das so genannte „Jedermannsrecht“: das Festhalten eines auf frischer Tat ertappten Straftäters bis zum Eintreffen der Polizei sowie das Recht auf Notwehr und Nothilfe für andere Bürger.

Thema bei den Gemeinderäten war auch der Personalstand der Garmisch-Partenkirchner Polizei, von der man weiß, dass sie – wie alle anderen Inspektionen – unterbesetzt ist. Die Sollstärke liegt bei über 60, rund 50 soll der Ist-Zustand sein. Grasegger räumte ein, dass in der Nacht nur zwei Streifenbesatzungen Dienst schieben. Damit die Sicherheitswacht in Garmisch-Partenkirchen eingeführt werden kann, braucht es Grasegger zufolge mindestens sechs Bewerbungen, besser wären 8 bis 14, sowie das Plazet des Innenministeriums, des Polizeipräsidiums sowie des Gemeinderats. Die Zustimmung des Hauptausschusses fiel mit 8:2 klar aus.

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