Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?

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Respekt: Die Schüler des P-Seminars haben es noch vor Weihnachten geschafft, ihren Bildband über Garmisch-Partenkirchen herauszubringen. 

Garmisch-Partenkirchen im Wandel erleben

Werdenfels-Gymnasiasten bringen Bildband heraus

Noch vor bestandenem Abitur ein Buch herauszubringen – das können nicht alle Schüler von sich behaupten. Jugendliche des Werdenfels-Gymnasiums schon. Im Rahmen eines P-Seminars haben sie einen Bildband über Garmisch-Partenkirchen konzipiert und geschrieben. Diesen gibt es jetzt sogar in Läden zu kaufen.

Garmisch-Partenkirchen – Bücher über Garmisch-Partenkirchen und das Werdenfelser Land gibt es zahlreiche. Zu finden sind sie meist in den Abteilungen „Bayern“ oder „Heimat“ in den Buchläden. Bald steht dort ein weiterer Bildband. Ein ganz besonderer. Nicht von einem Reisejournalisten oder einem Profi-Fotografen. Schüler des Werdenfels-Gymnasiums haben ihn konzipiert, fotografiert und geschrieben. „Erlebe Garmisch-Partenkirchen im Wandel“, lautet der Titel.

Es geht um Kultur, Sport und Tradition „vor der imposanten Bergwelt der bayerischen Alpen“. Die Berge, Seen und Sehenswürdigkeiten wie etwa die Partnachklamm, berühmte Persönlichkeiten und natürlich die Sportgeschichte von Garmisch-Partenkirchen werden auf 60 Seiten thematisiert. Jeweils ein Vorwort gibt’s von Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer, Landrat Anton Speer und Schulleiter Tobias Schürmer.

Wie der Titel schon verrät, schlagen die Autoren – insgesamt 13 Schüler – in ihrem Buch die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Hornschlitten- oder Kandaharrennen kommt darin vor, ebenso wie Maschkera-Umzüge in der Faschingszeit, traditionsreiche Disziplinen wie Plattln und Finkerhakln, oder die Werdenfelser Tracht. Mit vielen Fotos von anno dazumal und heute sowie mit selbstgeschriebenen Texten präsentieren die Jugendlichen ihre Heimat. Und wie sie sich verändert hat. Dabei haben sie selbst einiges über Garmisch-Partenkirchen dazugelernt. Samuel Bader (17) war zum Beispiel besonders von den Fotos von früher beeindruckt. „Ich find es spannend, wie es da bei uns ausgeschaut hat.“

400 Abnehmer mussten die Schüler finden

Nach einer Anfrage des Geiger-Verlags ist es zu dem P-Seminar „Bildband“ gekommen, den die Lehrerin Christine Riesenhuber leitet. Das Medienhaus hat angeboten, im Rahmen einer Kooperation ein von den Schülern selbstkonzipiertes Buch herauszubringen. „Das habe ich mir gleich unter den Nagel gerissen“, sagt Riesenhuber. Die Idee, einen Bildband selbst zu gestalten, gefiel ihr von Anfang an. Dass der Verlag angeboten hat, ihn zu drucken und herauszubringen auch. „Das ist ja meistens das Mühevollste“, betont sie.

Auch die Jugendlichen finden es super, dass sie nach der monatelangen Arbeit ein richtiges Buch in der Hand haben, das sogar in Geschäften – unter anderem bei Adam und „Gräfe und Unzer“ in Garmisch-Partenkirchen – sowie bei GaPa-Tourismus ausliegt. „Das ist bei den anderen P-Seminaren nicht so“, sagt Lea Steinberg (17). 400 Abnehmer mussten die Schüler finden, um ihr Buch zu finanzieren. Die jungen Autoren hoffen aber, dass noch viel mehr Leser Interesse an ihrem Erstlingswerk haben. Immerhin fließen die Einnamen, 17,90 Euro kostet ein Band, in die Organisation des Abiturballs.

Neben den Buchläden wollen sie den Bildband auch auf Schulfesten oder Konzerten verkaufen. Damit es am Heilig Abend unter dem ein oder anderem Christbaum liegen kann, haben sich die Schüler ganz schön sputen müssen. Ihr Band ist das ideale Weihnachtsgeschenk, finden sie. Nicht nur wegen der Klassenkasse. Auch, weil er wirklich gut geworden ist. Dem stimmt Riesenhuber zu. „Das Seminar war sehr engagiert“, sagt sie. Sogar an schulfreien Tagen haben sie sich zusammengesetzt und sich an die Arbeit gemacht. Neben der Bild-Recherche mussten die Jugendlichen die einzelnen Kapitel selbstständig aufgliedern. Das war gar nicht so einfach, betont Martin Neuner (17). Die Übergänge mussten ja stimmig sein. Wie kommt man zum Beispiel vom Wintersport zur Architektur? „Das haben wir dann mit den Olympischen Spielen von 1936 gelöst“, sagt Neuner. Dem Thema haben die Oberstufler gleich mehrere Seiten gewidmet.

Beim Kapitel Tracht und Brauchtum zogen die Jungautoren ihre Mitschüler ein, die richtigen Körpereinsatz zeigten. Sie warfen sich in Dirndl oder Lederhose und ließen sich beim Schuhplattln und Fingerhackln ablichten.

Magdalena Kratzer

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