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Mit Herzblut bei der Sache: Die „Wunschpunsch“-Mitwirkenden proben mit Feuereifer für die Premiere. 

Vorfreude auf die Premiere 

Werdenfels-Gymnasiasten zeigen Michael Endes „Wunschpunsch“ in eigener Version

Die Vorbereitungsphase war nicht unbedingt lang. Kein Problem für das Unterstufentheater. Die Schüler haben gepaukt und geprobt, was das Zeug hielt. Jetzt sind sie bereit für ihren großen Auftritt. 

Garmisch-Partenkirchen – „Eigentlich hatten wir viel zu wenig Zeit“, meint Heidi Fleckenstein. Es war ein waghalsiges Unterfangen, Michael Endes Roman „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ auf die Bühne des Werdenfels-Gymnasiums zu bringen. Geprobt wurde schließlich erst seit Ende September. Zusammen mit den 16 Schülern des Unterstufentheaters hat es die Lehrerin jedoch gewagt. Eine gelungene Generalprobe belohnt nun die monatelange Vorbereitung und steigert die Vorfreude auf die Premiere am Dienstag, 20. Februar – bei Fleckenstein sowie allen Schauspielern.

„Die Jugendlichen sind voller Energie“, sagt die Lehrerin. Sie drängen förmlich auf die Bühne. „Beim Testschminken neulich waren alle viel zu früh da.“ Die eine oder andere kleine Panne hat den letzten Probedurchlauf dann allerdings schon begleitet. Aus dem Topf mit dem Wunschpunsch, den die Hexe Tante Tyrannia (Christian Kindler) und der Zauberer Beelzebub Irrwitzer (Max Jeschke) brauen – ihre letzte Rettung, um den Vertrag mit dem Minister der Äußeren Finsternis einzuhalten – steigt der verheißungsvolle Rauch zu spät auf. Die Nebelmaschine funktionierte noch nicht richtig. „Genau diese Pannen brauchen wir aber, damit dann im Ernstfall alles klappt“, sagt Fleckenstein.

Seit Beginn des Schuljahres arbeitet die Schauspielgruppe am Wunschpunsch. Die Theaterfassung des Romans eignete sich zunächst nicht für die Schulbühne. „Es gab zu wenige Rollen“, sagt Fleckenstein. Und so schrieb man den Text einfach um. Die vielen Kobolde und Feen, die in der fantasievollen Geschichte von Michael Ende im Hintergrund agieren, verarbeitete die Lehrerin zu Charakteren, gab ihnen Text und eine Rolle. „So konnten wir auch die Schüler der fünften Klassen in die Aufführung einbinden.“ Bunt gekleidete Geister wirbeln so nun immer wieder über die Bühne und bereichern das Stück durch stimmungsvolle Massenszenen.

Eine wahre Bereicherung sind für Fleckenstein auch die vielen Helfer abseits der Bühne, ohne die der Wunschpunsch so nicht möglich gewesen wäre: Eltern, die die Kinder bei den Proben mit Brotzeit versorgen, und die Licht- und Tontechniker aus den neunten Klassen. Außerdem gab die ehemalige Schülerin Michaela Bader professionelle Schauspieltipps. Nicht zuletzt leistete auch Schulleiter Tobias Schürmer einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen: In der Faschingswoche gewährte er den Schauspielern zwei Tage unterrichtsfrei – zugunsten der Proben. „Die zusätzliche Zeit war sehr wertvoll“, urteilt die Lehrerin. Vincent Ritter aus der Q12 hat für die Aufführung extra ein Lied komponiert. Eingangs erklingt es lediglich als Melodie, am Ende des etwa eineinhalbstündigen Stücks wird es aber förmlich zum Titellied, wenn es darin heißt: „Ende gut, alles gut.“ 

Die Premiere

findet am Dienstag, 20. Februar, in der Aula des Werdenfels-Gymnasiums Garmisch-Partenkirchen statt. Eine weitere Aufführung gibt’s am Mittwoch, 21. Februar. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr.

Martina Baumeister

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