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Wie die Fassade des umgebauten hinteren Teils des Werdenfels Museums ausschauen soll, erklärte Kreisbaumeister Alkmar Zenger (l.) Landrat Anton Speer (M.) und den Kreisräten bei einem Ortstermin im August.

Millionen-Modernisierung

Werdenfels Museum: Ende der Fassaden-Debatte

Die Fassadengestaltung am Werdenfels Museum hat in den Kreisgremien schon für kontroverse Debatten gesorgt. Jetzt stand das Thema erneut auf der Agenda.

Garmisch-Partenkirchen –  Für das Rückgebäude hatte man sich im Vorfeld der Kreisausschusssitzung bereits auf eine Lösung verständigt. Geplant ist, dass es als ursprüngliches Wirtschaftsgebäude – man nutzte es früher als Stall und Tenne – eine typische Schalung mit Deckleisten bekommt. Die Fassade des Erweiterungs- und Verbindungsbaus soll sich daran orientieren.

In der Sitzung diskutierten die Kreisräte nun über die genaue Außengestaltung dieses Teils. Am Ende entschied sich das Gremium für eine Variante, die im oberen Bereich an dem geplanten Laubengang über eine Schiebevorrichtung verfügt.

Museumsleiter Josef Kümmerle hätte eindeutig Glas bevorzugt. „Denn das ist kein Gemüseladen, sondern ein Museum.“ Kreisbaumeister Alkmar Zenger wies hingegen darauf hin, dass Glas teurer sei, und schwerer. Den Laubengang ganz offen zu lassen, hielt Nikolaus Onnich (Freie Wähler der Landkreisgemeinden) für keine gute Idee. „Das geht überhaupt nicht. Das können wir nicht machen“, betonte der Bad Kohlgruber. Architekt Mauritz Lüps fand den Laubengang generell nicht so prickelnd. Zum Leben und Wohnen sei so etwas ja wunderbar, „aber in einem Museum?“

Am Ende sprach Landrat Anton Speer (Freie Wähler) von einer „schweren Geburt, aber die Geschmäcker sind halt unterschiedlich“. Und außerdem befinde man sich da in Alt-Partenkirchen. „Daher sollte man lieber ein Mal mehr reden als zu wenig.“

Das Thema Fassadengestaltung hatte diesen Sommer die Gemüter mehrerer Kreisräte erhitzt. Vor allem Kreisbaumeister Zenger stand in der Kritik. Der Vorwurf war, dass die Lokalpolitiker in Entscheidungsprozesse nicht eingebunden worden seien. „Wir werden stattdessen vor vollendete Tatsachen gestellt“, schimpfte damals unter anderem auch Wolfgang Bauer (CSU).

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