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Perfekter Ausstellungsraum: Vom Steg aus genießen die Besucher einen anderen Blick auf die Exponate und werden außerdem mit der Aussicht aufs Zugspitzmassiv belohnt.

Bergbilder von Carl Reiser zum Auftakt

Werdenfels Museum trumpft mit neuem Ausstellungsraum auf 

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Das Werdenfels Museum in Garmisch-Partenkirchen wird seit Mai 2016 aufwändig saniert und erweitert. 2,8 Millionen Euro steckt der Landkreis in das Haus. Einen ersten Eindruck bekommen Besucher am 4. Mai, wenn die Carl-Reiser-Ausstellung eröffnet wird.

Den Übergang zum Neubau begutachten Kreisbaumeister Alkmar Zenger (l.) und Museumsleiter Josef Kümmerle.

Garmisch-Partenkirchen – Am Termin gibt’s nichts zu rütteln. Am 4. Mai, pünktlich zur Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ in Ettal, kommt der neue Ausstellungsbereich im Werdenfels Museum erstmals zum Einsatz. Dann wird die Ausstellung über Carl Reiser eröffnet. Der Bergmaler fällt vor allem durch seine großformatigen Gemälde des Wetterstein- und Zugspitzmassivs auf. Ein passender Beitrag des Garmisch-Partenkirchner Hauses, das unter Trägerschaft des Landkreises steht. Noch wird in dem denkmalgeschützten Gebäude an der Ludwigstraße aber fleißig gearbeitet. Noch sind die Sanierung und Erweiterung samt Neubau für Museumspädagogik und Büroräume nicht abgeschlossen.

2,8 Millionen Euro kostet das Vorhaben, das seit Mai 2016 läuft. Diese Summe muss allerdings nicht allein der Kreis schultern. 560 000 Euro fließen aus dem Kommunalinvestitionsprogramm, 124 500 Euro von der Bayerischen Landesstiftung und etwa 30 000 Euro von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen. Was in besagten Kosten aber noch nicht enthalten ist, ist die Innenausstattung. „Dafür gibt es noch keine konkrete Planung“, bestätigt Kreisbaumeister Alkmar Zenger. Zunächst gelte es, den Bestand zu inventarisieren. Erst dann könne festgelegt werden, „was man braucht“.

Sicher ist schon einmal, dass die Zugspitze mehr Raum erhält. Der Bereich, in dem sie bisher untergebracht war, wurde bereits erheblich vergrößert. Dazu kommt der frühere Ausstellungsraum – dort können die Besucher künftig Deutschlands höchsten Berg in all seinen Facetten erkunden. Und dann zwei Stockwerke höher über den Steg schlendern, die Exponate aus einem ganz anderen Blickwinkel bewundern und durch das große Fenster den perfekten Blick aufs Zugspitzmassiv genießen. „Unser Museumsspix“, sagt Josef Kümmerle und lacht. Von dem, was schon fertig ist, und dem, was er bereits erahnen kann, ist der Museumsleiter begeistert. Auch davon, dass alle Räume ohne Barrieren zugänglich sind. Die Treppen, die es zwischen Eingang und Zugspitzraum zu überwinden galt, sind verschwunden. Über eine leichte, kontinuierliche Steigung wird die Höhendifferenz aufgefangen. Wer ins erste oder zweite Stockwerk will, kann eines der beiden Treppenhäuser – das neue spiegelt „modern interpretiert“ das alte wieder – oder bequem den Aufzug nutzen.

Die große Eröffnung des „neuen“ Werdenfels Museums steht am 6. Juli auf dem Programm. Einen ersten Eindruck erhalten die Besucher aber schon, wenn sie Carl Reisers Bilder anschauen. „Ich hoffe, dass bis dahin alles fertig wird“, sagt Kümmerle. Wird’s, versichert Zenger. Schließlich steht der Termin für die Ausstellungseröffnung längst fest.

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