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Der besondere Blick auf Carl Reisers Bilder bietet sich von der Brücke aus, die allerdings erst ab 6. Juli öffentlich zugänglich ist. 
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Besucher geraten ins Schwärmen

Werdenfels Museum eröffnet Ausstellung über Professor Carl Reiser

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Professor Carl Reiser hat seine Heimat geliebt. Davon zeugen unzählige Bilder – in Öl, Aquarell und Zeichnungen. Eine umfassende Schau dieser Arbeiten präsentiert nun erstmals das Werdenfels Museum im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung in Ettal.

Garmisch-Partenkirchen– Entdeckungen – die können die Besucher des Werdenfels Museums machen. Das bezieht sich nicht nur auf das umfangreiche Werk von Professor Carl Reiser, einem „Maler seiner Heimat“. Erstmals kann die Garmisch-Partenkirchner Einrichtung an der Ludwigstraße, die passenderweise neben Reisers Geburtshaus, dem Posthotel, liegt, die großformatigen Arbeiten des Künstlers präsentieren. Der neue Ausstellungsraum macht’s möglich.

Aber nicht nur die gibt’s zu entdecken, sondern auch interessante, teilweise unbekannte Ansichten auf den Markt, umliegende Orte und die imposante Bergwelt. Das Sebastians-Kircherl mit dem inzwischen längst aufgelassenen Friedhof etwa, die Reiser 1923 in Öl auf die Leinwand bannte. Der Blick in die Druckergasse im Ortsteil Garmisch, der sich heute durchaus noch erahnen lässt. Oder das Bild mit der großen Tanne an der Thomas-Knorr-Straße am Sonnenbichl, das von ländlicher Idylle vor dem eindrucksvollen Zugspitzmassiv zeugt.

Zudem erleben die Leihgeber, von denen etliche am Freitagvormittag zur Vernissage gekommen sind, ihre Bilder neu. „Hier geht einem das Herz auf“, meint Ursula Bockhorni-Imhoff. Auch sie erlebt ihr Bild in einem völlig neuen Kontext, nicht daheim in der vertrauten Umgebung, sondern inmitten von 60 weiteren Reisers. Ähnlich empfindet Dr. Sigrid Meierhofer, die gleich zweimal hinschauen muss, um die Gemälde zu erkennen, die ansonsten vor den Sitzungssälen im zweiten Stock des Rathauses hängen. „Man nimmt sie in diesem Umfeld ganz anders wahr“, meint die Bürgermeisterin (SPD). Auch auf ihrem Weg in Gemeinderats- oder Ausschusssitzungen erfreut sie sich – „ganz bewusst“ – an den Gemälden. Den neuen Blick auf die vertraute Kunst des Garmisch-Partenkirchner Ehrenbürgers genießt sie jetzt im Werdenfels Museum umso mehr. „Genial“ findet sie den Ausstellungsraum, der im Zuge des Um- und Erweiterungsbaus entstanden ist. „Auch architektonisch ist er total schön geworden.“

Nicht nur Meierhofer, auch die anderen Besucher der Eröffnung geraten ins Schwärmen. Die lobenden Worte hört vor allem Landrat Anton Speer (Freie Wähler) gern, der sich Museumsdirektor Josef Kümmerle zufolge stets für die Belange der landkreiseigenen Einrichtung stark macht. Zwar habe er während der Bauphase, die noch nicht abgeschlossen ist, weshalb auch die Brücke bis 6. Juli geschlossen bleibt und der barrierefreie Zugang erst ab diesem Termin möglich ist, häufig an der Ludwigstraße vorbeigeschaut. Welche Wirkung der Raum entfaltet, wenn er mit Kunst gefüllt ist, erfährt Speer am Freitag zum ersten Mal. Zu seiner Begeisterung. Hier erlebt er den Mythos Carl Reiser, ein Künstler, der seine Heimat in unzähligen Bildern festgehalten hat. Was könnte besser zur Landesausstellung über „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ passen?

Die Ausstellungen

unter dem Motto „Mit künstlerischen Gespür – Natur und Kultur als Inspiration“ laufen im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung in Ettal in den drei großen kulturhistorischen Einrichtungen im Landkreis. Dem „Maler seiner Heimat Professor Carl Reiser“ widmet sich das Werdenfels Museum in Garmisch-Partenkirchen. Im Geigenbaumuseum Mittenwald und im Oberammergau Museum geht’s um Kunstwerke aus dem Isar-, beziehungsweise Ammertal. Alle drei Ausstellungen laufen bis 4. November und sind täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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