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Zugausfälle waren in den ersten Monaten häufig auf der Strecke der Werdenfelsbahn zu beklagen.

Ankündigung der DB Regio

Werdenfelsbahn: Neue Regeln für Entschädigung

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Garmisch-Partenkirchen - Die Deutsche Bahn Regio Oberbayern kündigt neue Regeln für Entschädigungen ihrer Stammkunden an: Das Verfahren soll vereinfacht werden. Und das Unternehmen sieht ein Ende der Pannenserie.

Für Zeitkartenkunden im DB-Abonnement soll es nach Unternehmensangaben ab dem Samstag, 1. März, leichter sein, Entschädigungen zu beantragen: über die Internetseite www.bahn.de/werdenfelsbahn. Bisher mussten sich Fahrgäste eine Zugverspätung erst umständlich vom Zugbegleiter oder an einem Bahn-Infoschalter bestätigen lassen.

"Gleichzeitig erwarten wir, dass diese Regelung nur noch wenig in Anspruch genommen werden muss", betonte Geschäftsleiterin Antonia von Bassewitz am Donnerstag. "Unsere Maßnahmen an den Zügen greifen, und die Pünktlichkeit steigt ständig an." Seit zwei Wochen lägen die Pünktlichkeitswerte für die Werdenfelsbahn deutlich über der 90-Prozent-Marke.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember hatte die DB Regio Oberbayern eine beispielhafte Pannenserie erlebt: mit unzähligen Zugausfällen und Verspätungen. Vor allem bei den Pendlern waren Frust, Wut und Ärger über Wochen gewaltig. Auch Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) sowie der Landtag beschäftigten sich mehrfach mit der Pannenserie. Zuletzt jedoch meldete die Bahn keine gravierenden Verspätungen oder Ausfälle mehr.

Mit Sonderschichten im Werk Pasing wollen das Unternehmen und der Zughersteller Bombardier die "größten technischen Auffälliigkeiten" der neuen Züge vom Typ Talent II beseitigt haben. "Natürlich kann die eine oder andere technische Störung an einem Fahrzeug oder auch an der Strecke nie gänzlich ausgeschlossen werden. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir nun die Probleme aus der Startphase im Dezember und Januar hinter uns gelassen haben", sagte Antonia von Bassewitz.

Arbeiten sollen unter anderem an den Verdrahtungen der Zugkupplungen, an Sensoren für Kühlmittelflüssigkeiten, an den Dachantennen und an den Standrohrheizungen stattgefunden haben. Störanfällige Bauteile an den Bremsen sollen bei allen 27 Zügen ausgetauscht worden sein.

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