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Der neue Bezirks-Vorstand der acht Werdenfelser Kolpingfamilien: (v.l.) Christian Sebrich, Markus Strauß, Vroni Bartl, Hermann Hornsteiner, Markus Baur, Korbinian Glatz, Annemarie Gintner, stellvertretender Diözesan-Vorsitzender Heinz Diehl und Präses Dekan Andreas Lackermeier. 

Die Spitze ist wieder komplett

Werdenfelser Kolping Bezirksverband: Vroni Bartl bleibt Vorsitzende

Vroni Bartl führt weiter den Werdenfelser Kolping-Bezirksverband. Ihre Wahl war einstimmig. Hermann Hornsteiner ist ihr neuer Stellvertreter.

Garmisch-Partenkirchen – 2012 hatte sie das Amt erstmals übernommen – und alle zwei Jahre wird sie seither neu gewählt: Als Vroni Bartl jetzt erneut einstimmig für zwei Jahre zur Vorsitzenden des Werdenfelser Kolping-Bezirksverbands gekürt wurde, lachte sie wie damals am ersten Tag: „Vielen Dank für meine Wiederwahl, bei Euch bin ich immer gern daheim, Kolping ist ja schließlich eine Familie“. Dabei ist das Amt gar nicht so einfach: Bei allen acht Kolpingvereinen zwischen Peiting und Mittenwald sowie Grainau bis Murnau mit ihren nahezu tausend weiblichen und männlichen Mitgliedern macht Bartl Besuche, hilft mit Rat und Tat, fährt auch ab und zu nach München zu Konferenzen beim Diözesanverband. Obendrein ist sie auch in ihrem eigenen Partenkirchner Gesellenverein bei jeder Veranstaltung anwesend, egal, ob religiöser Vortrag oder Firmenbesichtigung oder Eisstockschießen.

Bartl zeigte sich von ihrer Wiederwahl begeistert: „Mich freut’s einfach, für Kolping was tun zu dürfen.“ Wiederbesetzt wurde der vier Jahre verwaiste Stellvertreter-Posten mit dem früheren Mittenwalder Vorsitzenden Hermann Hornsteiner. Schriftführer bleibt Markus Baur, Kassier Markus Strauß und auch die beiden Revisoren Christian Sebrich sowie Annemarie Gintner behielten ihre Posten. Dekan Andreas Lackermeier ließ sich erneut als Bezirkspräses wählen. Neu ist der Grainauers Korbinian Glatz, der die vakante Position des Bezirksjugendvertreters übernahm.

Der weltweit verbreitete katholische Sozialverband, den „Gesellenvater“ Adolph Kolping (1813 bis 1865) ins Leben gerufen hat, erhebt einen recht hohen, dreigeteilten Anspruch: Als guter Christ sollen sich die Mitglieder in Familie, Beruf, Staat und Gesellschaft bewähren. Weshalb sie, wie hierzulande zum Beispiel die Vereine in Garmisch und Partenkirchen, fast jede Woche in ihren Kolpingheimen ein sowohl informatives wie aufwändiges Programm mit Vorträgen über alle möglichen kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Themen organisieren: Sie besichtigen etwa Firmen und Sportanlagen, lassen dabei aber auch das gesellige Leben nicht außer Acht, feiern auch mal Fasching und andere Festivitäten und helfen darüber hinaus mit allerlei Aktionen notleidenden Mitmenschen, das Leben zu meistern. „Ich bin heilfroh“, erklärte Dekan Lackermeier, „dass wir im Werdenfelser Land mehrere Kolpingfamilien haben, und ich bitte Euch, lasst nicht nach, die Ideen von Vater Kolping umzusetzen.“

Wie erfolgreich das im vergangenen Jahr in allen heimischen Vereinen geschehen ist, ging aus den umfangreichen Berichten sowohl von Bezirksschriftführer Markus Baur als auch der Vorsitzenden vor rund 40 Delegierten der acht Werdenfelser Kolpingfamilien hervor. Bartl beispielsweise hatte die hundert Grainauer Kolpingbrüder und -schwestern bei ihrer Jahresversammlung besucht und sich über deren reichhaltiges Programm gefreut, das vom Familienausflug über eine Albanien-Hilfsaktion bis zur Kinderpaketverschickung an Weihnachten reichte. Bei den Mittenwaldern mit ihren über 300 Mitgliedern war sie begeistert über die Altkleidersammlung und die Betreuung der Asylbewerber. Wie sich das gehört, war sie auch beim Bezirks-Eisstockschießen mit 16 Moarschaften am Kainzenbad anwesend, das von einem Mittenwalder Team gewonnen wurde (Hannes Neuner, Thomas Veit, Thomas Nennl, Franz Dallmayr).

Von den weiteren bezirksübergreifenden Veranstaltungen wie Teilnahme an der Diözesanwallfahrt nach „Maria Eck“ bei Siegsdorf, sowie dem Kreuzweg zur Garmischer Kriegergedächtniskapelle und den traditionellen Einkehrtag in der Abtei Ettal, bei dem Zelebrant Monsignore Helmut Gatterer mit seinem geistlich verbrämten Vortrag über „19 Hausregeln für einen guten Humor“ glänzte, war dann eingehend von Markus Baur zu erfahren.

Wolfgang Kaiser

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