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Geehrt für langjährige Treue zum Werdenfelser Krippenverein: (v. l.) Erster Vorsitzender Ferdl Brunnenmayer, Kassierin Monika Ruf, Franz Maurer, Andreas Kleissl, Alois Jocher und Zweiter Vorsitzender Martin Königsdorfer. 

Eine Erfolgsgeschichte

Werdenfelser Krippenfreunde: Besondere Inszenierung zum 60. 

Seit 60 Jahren gibt es die Werdenfelser Krippenfreunde mittlerweile. Ein Anlass, den der Verein mit seinen 497 Mitgliedern gebührend feiert. Auf dem Programm steht eine Neuinszenierung des traditionsreichen Werdenfelser Krippenspiels unter Leitung von Sepp Daser.

Garmisch-Partenkirchen – Vor 60 Jahren gegründet, ist der Verein mit derzeit 497 Mitgliedern die personell stärkste Organisation ihrer Art – und zwar weltweit: Die Werdenfelser Krippenfreunde können bislang unangefochten auf diesen Superlativ stolz sein. Ihr Ehrenvorsitzender Waggi Rehm weiß zudem, „dass wir sogar mehr Mitglieder haben als der Krippenverein in der ewigen Stadt Rom“. Unabhängig von derlei Größenordnungen trafen sich jetzt an die 200 heimische Krippenfreunde im Gasthof Schatten zur Jahresversammlung.

Vorsitzender Ferdl Brunnenmayer gab sich bei der Begrüßung vergleichsweise bescheiden: „Wir können zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken und freuen uns schon jetzt auf die vor uns liegenden ereignisreichen Monate.“ Denn in diesem Jahr feiert der Verein nicht nur sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird auch nach fünfjähriger Pause das ebenso berühmte wie personell aufwändige Werdenfelser Krippenspiel von Otto Blümel im Festsaal des Kongresshauses wieder aufgeführt. Neuwirtbühnen-Spielleiter Sepp Daser aus Großweil konnte zu Brunnenmayers Freude dafür gewonnen werden. „Mit einer großen Schar von Schauspielern, Musikern und Sängern steht die neue Inszenierung dreimal Mitte Dezember auf dem Programm.“ Etwa zwei Drittel der wichtigsten Rollen seien bereits jetzt besetzt. Überdies wird heuer auch die von der Witterung stark angegriffene Freikrippe von Sebastian Pfeffer am Garmischer Mohrenplatz einer Renovierung unterzogen. Vor allem ihr Außenverputz bedarf einer grundlegenden Erneuerung.

Derweil hat sich auch die Ausbildung zum Krippenbaumeister, die Brunnenmayers Vize Martin Königsdorfer vor ein paar Jahren an der Schnitzschule ins Leben gerufen hat, zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: „Angefangen haben wir noch mit vier Kursen, mittlerweile sind es bereits 17 Lehrgänge mit hohem Niveau.“ Unabhängig davon sind Königsdorfer zufolge auch die Abende in der vereinseigenen Krippenwerkstatt im Kainzenbad sehr beliebt. Jeden zweiten Dienstag im Monat ist dort ein Bastel- und Werktreff für die Mitglieder angesagt.

Schriftführer Klaus Munz ging sodann detailliert auf die Veranstaltungen des Jahres 2016 ein und berichtete von einer Vielfalt kultureller, geselliger und auch sportlicher Termine: beispielsweise einen mit namhaften Sängern und Musikanten besetzten Volksmusikabend, eine große Wallfahrt nach Stein am Rhein, den Weltkrippenkongress im italienischen Bergamo und das „Krippen-Schaug’n“ in Tirol. Dort öffneten Krippenfreunde ihre Wohnungen, um ihre Schätze zu zeigen. Ein weiterer Höhepunkt war der festliche Adventabend mit altbairischen Liedern und Weisen in der Bayernhalle. Vereinsmitglieder waren im übrigen auch bei Aufbau und Pflege der von Advent bis Pfingsten aufgestellten Jahreskrippe in der Garmischer Pfarrkirche beteiligt, ebenso am „Krippenweg“ in der Partenkirchner Ludwigstraße.

Dass der Verein auch finanziell auf einer soliden Basis steht, ging aus dem Bericht der Kassierin Monika Ruf hervor und Prüfer Karl Neff spendete ihr großes Lob. Alle Aktiven würdigte Brunnenmayer „für ihre Mühen um die Krippensache“. Ein paar von ihnen konnte er anschließend noch für ihre langjährige Treue auszeichnen.

Geehrt:

40 Jahre: Irene Scheffler, Manfred und Heidi Schlözer;

25 Jahre:Werner Hüttinger, Alois Jocher, Andreas Kleissl, Theres Kolbe, Philomena Lindebner, Franz Maurer, Eva Reiser und Josef Wackerle.

Wolfgang Kaiser

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