Ausgezeichnet haben (v. l.) Andreas Duftner, Lars-Eric Zornow und Jens Kothe das Thema „Und“ umgesetzt. fotos: sehr

200 Werke rund ums "Und"

Garmisch-Partenkirchen - Kleines Wort, große Bedeutung: Der Murnauer Künstler Walter Kraft zeigt in der Galerie des Marktes Garmisch-Partenkirchen seine Ideen rund um das Wort.

Walter Kraft haucht dem Wort "Und" große Bedeutung ein: Mit seiner gleichnamigen Ausstellung in der Galerie des Marktes Garmisch-Partenkirchen. „Und was“, fragen sich viele bei dem ungewöhnlichen Motto. „Und Malerei“, sagt Kraft. Der Grafiker kombiniert für seine Gestaltung der rund 6000 verschiedenen „Und“-Zeichen, die bis heute entwickelt wurden, technische und künstlerische Finessen: von Spiegeln, über Leuchtfarben, die mit Schwarzlicht zum Glühen gebracht werden, bis hin zu raffinierten Collage- und Siebdrucktechniken. Unter den Werken befinden sich raffinierte Kompositionen, wie „Leben & Tod“, „Krieg & Frieden“, „Mann & Frau“ oder „Mutter & Kind“. Einen außergewöhnlichen Blickwinkel erhalten die Betrachter beim Bild „&-liniert“ im Schwarzlicht-Raum und dem 32-teiligen Wandbild „Neue Internet-Zeichen“.

Für die Kunsthistorikerin Freia Oliv bedeuten die Fülle von Anleihen bei Piet Mondrian, Pop-Art sowie chinesischer und arabischer Kalligraphie „Opium für die Masse“. Für die Expertin ist das „durchaus in Ordnung. Kunst will gesehen werden“, betont Oliv, „denn sie will auch gekauft werden.“

Gleichzeitig mit der Eröffnung bewertete eine Jury unter Vorsitz der beiden Künstlerinnen Annemarie Bahr und Christina Dichtl aus Bad Bayersoien die Arbeiten von fünf jungen Künstlern zum Thema: das Wörtchen „und“ als &-, et-, @- Zeichen. Den ersten Platz belegte Lars-Eric Zornow von der Schnitzschule Elbingenalp in Tirol. Der junge Holzbildhauer gewann mit einer originellen Idee: Das @-Zeichen ist eine Schlange, die in einen Apfel beißt. Die Arbeit mit dem Titel „Verbissen“ ist nicht nur geistreich, sondern auch handwerklich ausgezeichnet gefertigt. Zweiter wurde Andreas Duftner aus derselben Schnitzschule mit seinem Kunstwerk „Verbund“ und den dritten Platz ergatterte Jens Kothe aus Oberammergau mit „Undsammlung-Pathologisch“.

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