Peter Lingg ist Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses.
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Peter Lingg ist Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses.

IHK sieht große Herausforderungen

Wirtschaft ächzt unter Corona-Pandemie

  • Andreas Seiler
    vonAndreas Seiler
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Corona hält die Wirtschaft in Atem. Umso wichtiger ist es, dass die Unternehmen des Landkreises ein starkes Sprachrohr haben, das ihre Interessen gegenüber der Politik vertritt. Diese Funktion erfüllt die Industrie- und Handelskammer, bei der nun wichtige Wahlen anstehen.

Landkreis – Die Wirtschaft bekommt die Folgen des Corona-Lockdowns schmerzhaft zu spüren – besonders in einer Tourismus-Region wie dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen. „Die Lage ist in einigen Branchen bitterernst“, fasst Peter Lingg, Vorsitzender des Regionalausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK), zusammen. Gerade Gastronomie und Hotellerie, Betriebe aus den Bereichen Tourismus und Veranstaltungen sowie der innerörtliche Einzelhandel seien hart getroffen. Für den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse steht daher fest: Die Firmen brauchen Planungssicherheit und Perspektiven. „Das A und O ist, dass der Tourismus wieder in die Gänge kommt“, betont der IHK-Funktionär. Die Hygienekonzepte hierfür seien vorhanden.

Gegen Insolvenzgefahr stemmen

Das Dauerthema Covid-19 und die damit verbundenen Einschränkungen beschäftigen und fordern die IHK, die in die Vergabe der staatlichen Finanzhilfen involviert ist. Es gehe darum, wie die heimische Wirtschaft bestmöglich durch diese Krise kommen und hoffentlich bald wieder durchstarten kann, sagt Lingg. „Die IHK bringt sich dafür mit Ideen und Vorschlägen ein – gegenüber der Staatsregierung und wir als Regionalausschuss gegenüber den Verantwortlichen im Landkreis.“ Mit aller Kraft müsse man sich gegen die drohende Insolvenzgefahr in einigen Branchen stellen.

Es kommt darauf an, dass die IHK weiterhin gut aufgestellt ist, Projekte anstößt und Forderungen stellt. Zwischen dem 9. April und 7. Mai stehen jetzt wichtige Wahlen an: Im Landkreis sind mehr als 7500 Mitglieder dazu aufgerufen, die Zusammensetzung von zwei Unternehmerparlamenten des Verbandes zu bestimmen: Für den Landkreis ist dies der Regionalausschuss – und für ganz Oberbayern die Vollversammlung. Eine Wahlperiode dauert fünf Jahre, also im aktuellen Fall bis 2026.

Zukunft des Landkreises mitgestalten

23 Kandidaten bewerben sich um die 15 Sitze in dem besagten Regionalgremium, einer davon zusätzlich um ein Mandat für die Vollversammlung. Lingg, der zusammen mit IHK-Kollegen das Thema im Rahmen eines Online-Pressegesprächs vorstellte, ist zufrieden: „Das zeugt von Interesse an unserer Arbeit und dem Willen, die wirtschaftliche Zukunft in unserem Landkreis mitzugestalten.“ Er selbst kann sich gut vorstellen, als Chef des Regionalausschusses weiterzumachen. Denn: „Ich habe Gefallen daran gefunden. Man kann was bewegen.“

Langweilig wird es den neu gewählten Gremien nicht – auch wenn die Pandemie überwunden ist. Ob Fachkräftemangel, Bürokratie-Abbau, Verkehrslenkung oder Breitbandausbau: Die Liste der Herausforderungen und Themen, die auf der IHK-Agenda stehen, ist lang. Und auch zu lokalen Fragen bezieht die Interessenvertretung Stellung. Dazu zählt etwa die Frage, wie es mit dem Kongresshaus in Garmisch-Partenkirchen weitergehen soll. Lingg spricht sich für einen Neubau aus. Denn das bestehende Gebäude, so sein Argument, werde den Ansprüchen des modernen Kongress-Geschäfts nicht mehr gerecht.

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