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„Wir brauchen dieses zweite Standbein“

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Das Kongresshaus am Richard-Strauss-Platz soll nach dem Willen der Bürger saniert und erweitert werden. foto: sehr
Das Kongresshaus am Richard-Strauss-Platz soll nach dem Willen der Bürger saniert und erweitert werden. foto: sehr

Garmisch-Partenkirchen - Kongresse, Kultur und Vereine - drei Bereiche, die es am Richard-Strauss-Platz unter ein Dach zu bringen gilt. Um die Fläche zeitgemäß zu nutzen, muss der Bestand saniert und erweitert werden.

Im Ergebnis der Bürgerbefragung sieht Tourismus-Direktor Peter Nagel ein klares Bekenntnis zum Kongressgeschäft ist. Nur 10,13 Prozent (1086 der Teilnehmer) hatten sich dafür ausgesprochen, das marode Haus am Richard-Strauss-Platz in seinem jetzigen Zustand zu belassen. Eine deutliche Mehrheit - 62,58 Prozent, das heißt 6711 Bürger - stimmte hingegen dafür, das Gebäude an seinem Standort zu sanieren und auszubauen (wir berichteten). „Das ist sehr positiv“, betont Nagel. „Wir brauchen dieses zweite Standbein.“ Auch wenn das Areal während der Umbauphase nicht zur Verfügung steht, ist er überzeugt, dass 50 Prozent der Kunden am Standort festhalten. „Die wissen, was sie hier haben. Sie tagen, wo andere Urlaub machen, das ist unser Joker.“

Das Problem, für das momentan jedoch keine Lösung in Sicht ist, ist die zu geringe Bettenkapazität in Garmisch-Partenkirchen. „Um ein vernünftiges Kongressgeschäft zu machen, sind es deutlich zu wenige“, erklärt Nagel. Ein Fünf-Sterne-Hotel, das gemäß dem Bürgerwillen im Umfeld des Olympia-Eissportzentrums entstehen soll, helfe dabei wenig. Daher empfiehlt der Tourismus-Experte, einen Beherbergungsbetrieb im Vier- oder Vier-Sterne-plus-Bereich auf dem früheren US-Areal an der St.-Martin-Straße anzusiedeln.

Dass es durch die Bürgerbefragung eine klare Aussage gibt, wo ein Fünf-Sterne-Hotel entstehen soll, freut den Tourismus-Direktor: „Wahnsinn ist natürlich, dass über 30 Prozent der Teilnehmer meinen, dass wir kein neues Hotel brauchen. Da fällt einem wirklich nichts mehr ein.“ Nachdem sich aber eine Mehrheit dafür ausgesprochen hat, „muss man jetzt schauen, ob’s dafür auch Investoren gibt“.

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