Verabschiedet: Christine Emmerdt (2.v.r.) übergibt nach acht Jahren ihr Amt. Künftig unterstützen (v.l.) Bärbel Bartl, Anita Müller-Steinfahrt und (nicht im Bild) Alexandra Wenzel Schwester Merita Neher (r.) bei der Leitung vom Treffpunkt Alleinerziehende. Foto: msch

"Wir sind kein gefrusteter Haufen"

Garmisch-Partenkirchen - Alleinerziehend bedeutet nicht, dass die Mütter und Väter auch allein gelassen werden. Einmal monatlich gibt es einen Treff im Garmischer Pfarrheim - mehr Teilnehmer sind erwünscht.

Ob getrennt lebend, verwitwet oder geschieden: In froher Runde treffen sich einmal monatlich samstags alleinerziehende Mütter - eher selten sind Väter dabei -, im Garmischer Pfarrheim, Burgstraße 17, mit Schwester Merita Neher. Während ihre Kinder liebevoll und kompetent betreut werden, haben die Frauen Zeit für sich, zum Ratschen und zum Austausch von Erziehungsproblemen. Die Ordensfrau räumt mit Vorurteilen auf: „Wir sind kein gefrusteter Haufen oder Jammerverein, sondern ein offener Treff, bei dem Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung groß geschrieben werden. Jeder ist willkommen.“

Das Angebot wird von der Pfarrgemeinde St. Martin, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und die Kinderbetreuung organisiert, sowie durch die Erzdiözese finanziell unterstützt. Für die Teilnehmenden ist alles kostenfrei. Gemeinsam wird in der Gruppe das Jahresprogramm aufgestellt. Neben Ausflügen, Bastelnachmittagen und Meditationen werden Fachvorträge mit kompetenten Referenten organisiert. Seit 2002 betreut Schwester Merita vom Kloster der Armen Schulschwestern die Gruppe, die sie selbst initiiert hat. Wünschen würde sie sich, dass noch mehr Alleinerziehende den Weg zu den Treffs fänden. „Der Bedarf ist da, aber die Hemmschwelle oft groß.“

Infos zum Treffpunkt Alleinerziehende gibt es unter Telefon 0 88 21/51 26 97 oder unter 0 88 22/94 92 47.

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