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Einen Großeinsatz hat die Feuerwehr Partenkirchen in der Nacht auf Donnerstag bewältigt. (Symbolbild) 

Schaden liegt bei 150.000 Euro

Wohnung steht in Flammen - 20 Menschen und zwei Hunde werden evakuiert

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Ein Großbrand ist in der Nacht auf Donnerstag in einem Privathaus in Garmisch-Partenkirchen ausgebrochen. Rund 150.000 Euro Schaden entstanden. 

Update, 23. Mai, 14.42 Uhr: 

Eine völlig verschreckte Frau und eine komplett verrauchte Wohnung – das waren zunächst die größten Schwierigkeiten, mit denen die Feuerwehr Partenkirchen in den frühen Morgenstunden am Donnerstag kämpfen musste. Die 65-Jährige „mussten wir mit der Steckleiter vom Balkon holen, das war nicht ganz einfach“, sagt Kommandant Klaus Straub. Der Schock, dass ihre Wohnung am Gänsländerweg in Garmisch-Partenkirchen in Flammen stand, trug sicher dazu bei, dass sie wie gelähmt war. Unten kümmerten sich Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes um die Verletzte und brachten sie ins Klinikum.

„Was ihr das Leben gerettet hat, waren die Rauchmelder“, betont Straub. Daher empfiehlt er dringend, die Akkus der Geräte in regelmäßigen Abständen zu prüfen. Durch das lang anhaltende Piepsen wachten glücklicherweise die Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus auf und schlugen gegen 1.05 Uhr Alarm. Der Rauch aus der Wohnung im ersten Stock war zu dem Zeitpunkt bereits durch die geschlossene Tür ins Treppenhaus gelangt.

Null Sicht für die Einsatkräfte

Die Feuerwehr, die mit 55 Mann und sieben Fahrzeugen angerückt war, musste nun zum Brandherd vordringen. Kein leichtes Unterfangen „bei null Sicht“, wie Straub das Szenario. Er und seine kameraden wussten zunächst gar nicht, wo das Feuer überhaupt ausgebrochen war. Nachdem die Einsatzkräfte die Fenster geöffnet hatten, wodurch der Rauch abziehen konnte, konnten sie mit dem Löschen beginnen. Ihrem raschen Eingreifen ist es zu verdanken, dass die Flammen nicht auf die anderen Wohneinheiten übergriffen.

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Parallel dazu galt es, weitere Hausbewohner in Sicherheit zu bringen. herrschte Klarheit. „Die über 20 Personen wurden kurzzeitig evakuiert, blieben aber glücklicherweise unverletzt“, sagt Lisa Maier, Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. „Wir haben auch noch zwei Hunde rausgeholt“, ergänzt Straub. Um Menschen und Tiere kümmerten sich BRK-Kräfte. Sie sorgten vor allem dafür, dass die Hausbewohner, die großteils im Schlafanzug auf der straße standen, schnell ins Warme kamen. Gut drei Stunden dauerte es, bis das Haus entlüftet war, und sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

Kripo ermittelt wegen Ursache

Am Appartement der 65-Jährigen entstand allerdings Totalschaden, den die Polizei auf circa 150 000 Euro schätzt. „Wir mussten ihr gesamtes Mobiliar rauswerfen“, sagt Straub. Nur so konnten die Feuerwehrmänner sämtliche Glutnester ablöschen.

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Wie es zu dem verheerenden Brand kommen konnte, müssen nun die weiteren Ermittlungen der Experten Kriminalpolizeistation Garmisch-Partenkirchen ergeben, die am Donnerstag vor Ort war. „Zur genauen Ursache können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden“, betont Maier. Nach ersten Erkenntnissen ergeben sich aber keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung.

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Erstmeldung

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Garmisch-Partenkirchen - Die Frau flüchtet auf den Balkon, als das Feuer kommt. Ihre Wohnung steht in Flammen. Dieses Horrorszenario hat eine Bewohnerin in der Nacht auf Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen erlebt. Gegen 1 Uhr war ein Feuer in dem Privathaus am Gänsländerweg ausgebrochen. 

Der Brand löste eine Großeinsatz der Feuerwehr Partenkirchen aus. Den Schaden schätzt die Polizei auf 150.000 Euro. Zudem wurde die Frau verletzt. Die Ursache für den Brand ist noch unklar. 

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