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Schließt eine Verbindung mit Dr. Stephan Thiel nicht aus: Alexandra Roos-Teitscheid.

Neues Bündnis im Gemeinderat bahnt sich an

Zarte Annäherung zwischen Roos-Teitscheid und Thiel

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Stühlerücken im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat: Nach dem Ende der grün-liberalen Fraktion führen Alexandra Roos-Teitscheid (parteifrei) und Dr. Stephan Thiel (Bündnis 90/Die Grünen) Gespräche über ein neues Bündnis.

Garmisch-Partenkirchen – Menschlich passt’s. Darüber sind sich Alexandra Roos-Teitscheid und Dr. Stephan Thiel einig. Ob sich die Gymnasiallehrerin, die seit ihrem Ausscheiden aus der CSB-Fraktion als Parteifreie im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat sitzt, und der Physiker (Bündnis 90/Die Grünen) allerdings zusammenschließen, ist nach wie vor ungewiss. „Wir brauchen noch Zeit“, bestätigt Roos-Teitscheid. Zeit, um herauszufinden, ob sie auch inhaltlich harmonieren.

Dr. Stephan Thiel führt Gespräche mit der Parteifreien.

Hintergrund dieser Überlegungen ist Martin Schröters (FDP) Trennung von Thiel – einer Zweckgemeinschaft, die die beiden Einzelkämpfer eingegangen waren. Nachdem die Gemeinsamkeiten – um eine Fraktion zu bilden, mussten sie gar ein gemeinsames Programm aufstellen, – immer weniger wurden, die Ansichten immer weiter auseinandergingen, vollzog Schröter diesen Schritt (wir berichteten). Anfang dieser Woche „habe ich nun das offizielle Ende ans Rathaus geschickt“, sagt Thiel. Damit gilt diese grün-liberale Beziehung auch formal als beendet.

Was davon allerdings noch nicht betroffen ist, ist die Besetzung der Ausschüsse – Thiel sitzt im Bau- und Umwelt-, Finanz- und Hauptausschuss, Schröter in dem, der sich mit Tourismus, Gesundheit und Kultur beschäftigt. Roos-Teitscheid ist, seit sie dem CSB den Rücken gekehrt hat, in keinem mehr vertreten. Nachdem bis dato aber die beiden Herren lediglich getrennte Wege gehen und noch keine neue Partnerschaft besteht, „behalten sie ihre Sitze“, betont Rathaussprecher Florian Nöbauer. Um an der Verteilung etwas zu ändern, sei eine Erklärung erforderlich, dass ihre politischen Ziele nicht mehr die gleichen sind. Oder „sie müssen einen neuen Zusammenschluss schriftlich erklären“.

Bislang hat Thiel vorerst lediglich seinen Sitz im Ältestenrat verloren, der allerdings im Fall einer Kooperation mit Roos-Teitscheid wieder an dieses Bündnis zurückgehen kann. Außerdem entfällt die Zuwendung an die Fraktion – dafür fließen als Grundstock monatlich 100 und pro Mitglied noch einmal 5 Euro. Sollten sich die Parteifreie und der Grüne zu einer Fraktion verbinden und dafür ein eigenes Programm erarbeiten, kämen sie wieder in den Genuss dieses Geldes. Wenn sich die beiden engagierten Kommunalpolitiker den Aufwand, ihre gemeinsamen Ziele schriftlich zu fixieren, aber sparen, dann haben sie die Möglichkeit, eine Ausschussgemeinschaft zu bilden. „Der Sprecher kommt dann in den Ältestenrat“, sagt Nöbauer.

Während Roos-Teitscheid und Thiel noch überlegen, steht für Schröter schon jetzt fest, dass er keine neue Verbindung eingehen will. Eine Annäherung an Dr. Christoph Elschenbroich, der seit seinem Austritt von Bündnis 90/Die Grünen dem Gremium ebenfalls als Parteifreier angehört, schließt er kategorisch aus. „Ich sehe inhaltlich keine großen Schnittmengen“, sagt der Liberale. Das bestätigt Elschenbroich, der für seine Anfrage nach einer Dreier-Konstellation mit Schröter und Thiel 2014 von dem FDP-Vertreter eine klare Absage kassiert hatte. Damit war für ihn die Sache klar, dass er auch künftig „niemals“ eine Beziehung mit ihm eingehen will. „Wir sind zu unterschiedlich.“

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