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Mit der Fahne vorneweg: Maria Höfl-Riesch hatte in Sotschi die ehrenvolle Aufgabe, das Team anzuführen.

Sie war eine heiße Kandidatin

Schade! Darum wird Laura Dahlmeier nicht die deutsche Fahne tragen

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Es ist eine ehrenvolle Aufgabe, doch bei den Olympischen Spielen in Südkorea wird Biathletin Laura Dahlmeier nicht die deutsche Mannschaft anführen. Das ist der Grund.

Garmisch-Partenkirchen – Es geht um die Fahne. Natürlich wäre Laura Dahlmeier eine heiße Kandidatin gewesen. Doch als Biathletin hat sie bei Olympischen Spielen ein strammes Programm. In nicht weniger als sechs Wettbewerben könnte die Siebenfach-Weltmeisterin starten – und wird es wohl auch tun. 

Sogar Teilnahme an der Eröffnungsfeier steht auf der Kippe

Gleich einen Tag nach der Eröffnungsfeier am Freitag, 9. Februar, geht es für die Garmisch-Partenkirchnerin bereits am Samstag mit dem Einzelrennen los. Deswegen muss sie passen, sogar die Teilnahme an der Eröffnungsfeier steht auf der Kippe. Zwangsläufig. Dirk Schimmelpfennig, der Chef de Mission im deutschen Team, sagt klar: „Der Wettkampf hat Vorrang.“ Auch Rodler Felix Loch fällt deshalb aus dem Kandidatenkreis heraus.

Olympia-Generalprobe: Dahlmeier glänzt

Riesige Hoffnungen ruhen auf Ihr

Dahlmeier wird’s verkraften können. Bei der 24-Jährigen müssen es ja nicht die letzten Olympischen Spiele sein. In Südkorea kann sie bei ihrer zweiten Teilnahme erstmals an ihrer Erfolgsbilanz im Zeichen der fünf Ringe feilen. Auf ihr ruhen riesige Hoffnungen – der Fans, der Funktionäre, und sicher hat auch sie große Erwartungen.

Das sind sie: Diese 154 Athleten treten in Pyeongchang für Deutschland an

Werdenfelser Olympia-Sextett

Sie führt ein Werdenfelser Olympia-Sextett von Sportlern an. Neben der Ausnahme-Biathletin vertreten Eishockeyprofi Marcus Kink, Freeskierin Sabrina Cakmakli sowie die Alpinen Thomas Dreßen, Fritz Dopfer und die in Garmisch-Partenkirchen wohnende Lena Dürr die heimischen weiß-blauen Farben.

Dahlmeier also wird sie nicht tragen, die deutsche Fahne ins Olympiastadion von Pyeongchang (ab 12 Uhr). Gepasst hätte es nur zu gut – aus Werdenfelser Sicht jedenfalls. Denn bei den Winterspielen in Sotschi vor vier Jahren war Maria Höfl-Riesch zum – damals noch nicht bekannten – Ende ihrer großen Karriere mit dieser Aufgabe betraut worden. Nun wird diese Ehre in jedem Fall an eine andere Sportregion weitergereicht.

Dahlmeier mit dabei: Das können die Olympischen-Topstars von Pyeongchang werden

Ein weiteres Novum stellt die Wahl des Fahnenträgers bei Olympischen Winterspielen dar. Bisher hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) stets den Sportler ernannt. Bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro dann ein neuer Versuch: Erstmals wurde der Vorzeigeathlet per Wahl bestimmt. Tischtennis-Ikone Timo Boll marschierte in Brasilien vorneweg. Ein Prozedere, das nun auch für Südkorea 2018 übernommen wurde. 

Sportfans stimmen über den Fahnenträger ab

Fünf Vorschläge gibt es für den Fahnenträger: Christian Ehrhoff (vierte Teilnahme im Eishockey), Eric Frenzel (Olympiasieger in der Nordischen Kombination), Natalie Geisenberger (Doppel-Olympiasiegerin im Rennrodeln), Claudia Pechstein (fünfmalige Olympiasiegerin im Eisschnelllauf) und Viktoria Rebensburg (Olympiasiegerin im Riesenslalom). 

Der Modus ist einfach: Sportfans haben eine Stimme und können sie bis 4. Februar hier online über die Internet-Seite www.teamdeutschland.de abgeben. Aber auch die 154 nominierten Sportler dürfen für ihren Favoriten votieren. Aus den beiden Ergebnissen wird der Sieger ermittelt und am 8. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt.

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