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Gut gelungen: Beiratsvorsitzender Hansjörg Zahler (v.l.), Gesundheitsmanagerin Petra Hilsenbeck, AOK-Direktor Stefan Schackmann, Geschäftsführer Sebastian Kramer (Zugspitzregion) und Landrat Anton Speer präsentieren den neuen Gesundheitsführer.

Nachschlagewerk im handgroßen Format

Zugspitz Region gibt Gesundheitsfibel heraus

Praktisch: Einen Überblick über die Kliniken und Praxen im Landkreis gibt es nun in einem Katalog, den die Zugspitz Region herausbringt. 10.000 Exemplare gehen demnächst in den Druck und liegen ab April aus.

Garmisch-Partenkirchen – Die Talschaften rund um die Zugspitze bieten viele Möglichkeiten, etwas für die Gesundheit zu tun. Sei’s auf dem Berg, oder eben unten in den jeweiligen Ortschaften. Bewegung ist überall möglich und damit die Prävention vor Beschwerden. Aber auch, wenn es bereits zwickt und zwackt, gibt es ausreichend Gelegenheiten, etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel in einer der zahlreichen Kliniken und Arzt- oder Physio-Praxen im Landkreis. Doch wie behält man bei der Vielfalt an Angebot den Überblick? Mitarbeiter der Zugspitz Region GmbH haben sich schon oft darüber Gedanken gemacht, wie man die Auswahl ansprechend zusammenfassen könnte. Eine Art Katalog schwirrte Gesundheitsmanagerin Petra Hilsenbeck im Kopf herum. Ansprechend sollte er gestaltet sein. Modern und informativ. Nun ist ihre Idee Wirklichkeit geworden: Die Zugspitz GmbH bringt die erste Gesundheitsfibel für den Landkreis heraus.

Im handgroßen Format kommt das Nachschlagewerk auf 128 Seiten daher. „Gerade richtig für die Handtasche“, sagte Hilsenbeck bei der Präsentation der Fibel in Garmisch-Partenkirchen. In Praxen, Geschäften und Einrichtungen soll es ab April ausliegen. Einheimische und Touristen erfahren Wissenswertes über Vorsorge, die richtige Ernährung, Lebensqualität im Alter, psychische Erkrankungen, Zahngesundheit, die Vorteile von Reha und Yoga und vieles mehr. Aber auch der Unterhaltungswert kommt nicht zu kurz. Mittels eines Persönlichkeitstests können die Leser etwa herausfinden, ob sie eher der sportive oder der entspannte Typ sind. Bekannte Persönlichkeiten aus der Region – wie der Schauspieler Hermann Giefer oder der ehemalige Landrat Harald Kühn (MdL) – verraten ihre persönlichen Gesundheitsrezepte und geben Tipps. So verrät Giefer, dass er sich dann und wann auch mal ein gutes Glas Wein gönnt, sich dafür aber ausreichend an der frischen Luft bewegt. 10 000 Exemplare gehen demnächst in den Druck. 4000 davon finanziert die AOK-Bayern. Auch online sollen die Inhalte zu lesen sein.

Der Krankenkasse sei es ein besonderes Anliegen, in Prävention zu investieren, betonte AOK-Direktor Stefan Schackmann. Im Rahmen der „Gesunden Kommune“ fördert die Kasse regionale Gesundheitsprojekte, wie eben den Gesundheitsführer. „Wir wollen die Gesundheit da fördern, wo die Menschen leben.“ Rund 13 900 Euro stellt seine Kasse der Zugspitz Region für das Projekt zur Verfügung. „Der nächste Antrag läuft bereits“, sagte Hilsenbeck augenzwinkernd.

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis die Inhalte für die Fibel feststanden. Beim Verfassen der Artikel war Fingerspitzengefühl gefragt. Zum Beispiel beim Thema Alkohol oder Zucker. Beide sind in Mengen bekanntlich schädlich, dennoch wollten die Herausgeber keinen strengen Zeigefinger erheben. Hilsenbeck betonte: „Wir dürfen ja keine medizinischen Empfehlungen geben.“

Kommt die Fibel gut an, soll sie jährlich erscheinen. Herausfinden wollen das Hilsenbeck und ihre Kollegen mit einem Gewinnspiel. Leser sollen ihr Lob, ihre Wünsche oder Anregungen für die nächste Ausgabe auf eine Karte schreiben und an die Zugspitz Region schicken. Zu gewinnen gibt es einen Nostalgieflug mit einem Doppeldecker. Und was ist, wenn die erste Auflage gleich vergriffen ist? Hansjörg Zahler, Vorsitzender der Gesundheitsregion plus, betont: „Wenn wir in die Verlegenheit kommen, dass wir nachdrucken müssen, würden wir uns sehr freuen.“

Magdalena Kratzer

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