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Die neue Kooperation lässt sie strahlen: Tourismus-Manager Philipp Holz (l.) und Sebastian Kramer, Geschäftsführer der Zugspitz Region GmbH, mit den Flixbus-Gutscheinen.

Urlaubsgäste sollen Auto stehen lassen

Zugspitz Region kooperiert mit  Flixbus

  • Josef Hornsteiner
    VonJosef Hornsteiner
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Die Zugspitz Region ist eine deutschlandweit einmalige Zusammenarbeit eingegangen: Gäste, die im Landkreis Urlaub machen, fahren in Zukunft vergünstigt in Großstädte.

Garmisch-Partenkirchen – Die Urlaubsgäste im Landkreis sollen häufiger ihr Auto stehen lassen. Aus diesem Grund startet die Zugspitz Region GmbH eine neue Kooperation mit dem Fernbus-Giganten Flixbus. Gäste können ab sofort vergünstigt in die Städte München, Innsbruck oder Füssen fahren. Bis zu neunmal täglich starten Busse aus der Region in diese Richtungen.

Ausschlaggebend war „die geplante Flixbus-Haltestelle in Mittenwald, die uns auf die Idee einer Kooperation brachte“, sagt Tourismus-Manager Philipp Holz. Wenn diese in Betrieb geht, können Reisende ab sofort an vier Stationen im Landkreis – Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau, Ettal und eben Mittenwald – in die leuchtend grünen Busse einsteigen.

In der jetzt anlaufenden Probezeit bekommt der Zugspitz-Region-Urlauber per Gutschein fünf Euro pro Fahrt geschenkt. Bedingungen sind lediglich eine gültige Gästekarte sowie ein Startpunkt im Landkreis. „Damit machen wir die Region für unsere Urlauber noch attraktiver“, sagt Holz.

Für Geschäftsführer Sebastian Kramer ist der Fünf-Euro-Gutschein aber nur der Beginn für eine wesentlich intensivere Kooperation. „Bis zum 15. Dezember läuft die Testphase“, sagt er, „danach prüfen wir die Frequentierung.“ Sollte das Angebot „gut bis sehr gut“ angenommen werden, könnten im nächsten Jahr weitere Vergünstigungen mit der Gästekarte möglich sein.

Bisher ging alles sehr schnell. Im Februar fanden die ersten Gespräche zwischen der Zugspitz Region und Flixbus statt. Nur sechs Monate später startet jetzt die Testphase. Somit ist die Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen schon jetzt wesentlich ausgereifter als mit der Deutschen Bahn (DB). Hier wird seit Längerem ein gemeinschaftliches Angebot angestrebt – bis dato erfolglos. „Eine Kooperation ist noch nicht vom Tisch“, sagt Holz. Allerdings gestalte sich diese um „einiges schwieriger“ als mit dem „sehr flexiblen“ Busunternehmen. Hauptsächlich aufgrund technischer Belange scheiterte es bis dato an einer gemeinschaftlichen Lösung mit der DB. 

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