Mehrere Störungen bei der S-Bahn: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Teil des Teams der Zugspitz Region: (v. l.) Tanja Brunnhuber, Philipp Holz, Lisa Loth, Petra Hilsenbeck, Sebastian Kramer und Anton Speer. 

Plan: Erfolge mehr publik machen

Die Projekt-Entwickler im Stillen: So läuft‘s bei der Zugspitz Region

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Die Zugspitz Region ist ein Konstrukt, dessen Tun der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Das Team um Geschäftsführer Sebastian Kramer ist Ansprechpartner für landkreisweite Gemeinschaftsprojekte. Davon hat es im vergangenen Jahr etliche entwickelt und umgesetzt.

Landkreis – In Berlin hielt sich Anton Speer (Freie Wähler) vor Kurzem für ein paar Tage auf. Es war eine Dienstreise. Der Landrat war auf der Grünen Woche in touristischer Mission für die Zugspitz Region unterwegs. Wenn ein Kommunalpolitiker eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Bei der einzigartigen internationalen Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau kam Speer auch mit Messe-Besuchern ins Gespräch. Als er sich als Landrat des Kreises Garmisch-Partenkirchen outete, bestürmten sie ihn mit Fragen. Die häufigsten bezogen sich auf die neue Zugspitzbahn oder die Landesausstellung, die im Mai in Ettal beginnt. Zudem galt das Interesse einem Camping- und Caravanführer. „Das hat mich echt überrascht“, sagt Speer.

Dass Caravan und Camping ein boomender Markt sind – für Philipp Holz keine neue Erkenntnis. Der Tourismus-Chef der Zugspitz Region weiß, was Urlauber wollen. Holz hat vor etwas mehr als einem halben Jahr seinen Posten angetreten, auf dem in der Vergangenheit eine rege Fluktuation geherrscht hatte. Holz ist die Nummer fünf seit 2010. Wenn es nach Geschäftsführer Sebastian Kramer und Speer geht, soll Holz, dessen Stelle im Gegensatz zu der seines Vorgängers Christian Lackner unbefristet ist, „lange bleiben“. Da der Landkreis vor allem vom Tourismus und der Gesundheit lebt, kommt dieser Position enorme Bedeutung zu. Allerdings machen mit GaPa-Tourismus, der Alpenwelt Karwendel, den Ammergauer Alpen und dem Blauen Land die vier Landkreis-Regionen noch in großen Teilen ihr eigenes Ding. Zum Beispiel beackert jede Talschaft für sich die Auslandsmärkte. Dass dies die Zugspitz Region übernimmt, kann Holz zufolge „in der Zukunft ein Thema sein“. Den Spitzenwanderweg, den Lackner initiiert hatte, setzte Holz um. Auch fällt in seinen Aufgabenbereich die Landesausstellung in Ettal und der zweite Tourismustag, der heuer im Oktober/November geplant ist.

Zugspitz Region GmbH finanziell und personell gut aufgestellt

Ausgezeichnet aufgestellt ist die Zugspitz Region nach Meinung von Kramer und Speer in Sachen Gesundheit. Seit Jahren ein Verdienst von Petra Hilsenbeck, die zahlreiche Projekte angestoßen und umgesetzt hat. Als Renner haben sich die Gesundheitstage erwiesen – 70 Aussteller, 3000 Besucher – und der Gesundheitsführer „g’sund sein, g’sund bleim“. Die Auflage von 10 000 Exemplaren war bereits nach drei Monaten vergriffen.

Gut aufgestellt sieht man sich auch in den Ressorts Wirtschaft und Soziales. Die Zukunftsmesse sowie der Ausbildungskompass werden Kramer zufolge sehr gut angenommen. Zudem kümmert er sich um bezahlbaren Wohnraum im Landkreis. In einer Analyse kommt Kramer, zudem Wirtschaftsförderer des Landkreises, zum Schluss, dass die Region zwischen Mittenwald und Spatzenhausen bis zum Jahr 2028 um fast fünf Prozent wachsen wird „und damit der Bedarf an Wohnungen. Ein drängendes Problem, das die Kommunen alleine nicht meistern können“.

Die Dachmarke Zugspitz Region wird von Tanja Brunnhuber beackert. Ihre Entwicklung wird aus Mitteln von Leader, dem europäischen Programm zur Stärkung des ländlichen Raums, gefördert. Mit diesem Geld werden in den kommenden Jahren die Bereiche Tourismus, Standortmarketing, Gesundheitsregion und Regionalvermarktung vereint. Für Letzteres ist unter anderem Lisa Loth zuständig. Den Bestand des Murnau Werdenfelser Rinds zu sichern, zählt zu ihren herausragenden Aufgaben. „Eine Herzensangelegenheit“ auch von Landrat Speer. Der Nebenerwerbsbauer hat eine Kuh dieser vom Aussterben bedrohten Rasse in seinem Stall stehen.

Die Zugspitz Region, die früherer unter dem sperrigen Begriff Kreisentwicklungsgesellschaft firmierte und ein Konstrukt war, das der Bürger nur schwer durchschaute und deren Aufgaben nur nebulös in der Öffentlichkeit kommuniziert wurden, sieht Kramer personell und finanziell gut präpariert. „Was wir seit 2015 auf den Weg gebracht haben, ist aller Ehren wert.“ Die Erfolge sollen in Zukunft besser verkauft werden. Motto: Tue Gutes für den Landkreis und rede drüber.

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