Stammstrecke: Polizeiliche Ermittlungen - Verspätungen und Ausfälle

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Im Einsatz für die Zukunft der Jugend: (v.l.) Landrat Anton Speer, Sabine Henche (Zugspitz Region), Marlene Krüger (AOK Ga rmisch-Partenkirchen) und Sebastian Kramer (Geschäftsführer der Zugspitz Region). 

Zugspitz Region: Wertvolle Hilfe bei wegweisender Wahl

Zukunftsmesse soll zeigen: Heimat hat beruflich einiges zu bieten

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Die Welt steht Jugendlichen nach dem Schulabschluss offen. Nicht wenige suchen außerhalb des Landkreises ihr Glück. Zum Beispiel im Studium. Mit der Zukunftsmesse will die Zugspitz Region zeigen: Auch die Heimat kann beruflich einiges bieten.

Garmisch-Partenkirchen – Er kennt sie: Junge Menschen, die bei der Zukunftsmesse ihren Wunschberuf entdeckt haben. Er beobachtete sie: Die Schüler, die erst mit der Klasse, nachmittags dann mit den Eltern ins Kongresshaus kamen, um sich genauer zu informieren. Und Landrat Anton Speer (Freie Wähler) setzt seine Hoffnung auf sie: Auf die Jugendlichen im Allgemeinen. Darauf, dass auch künftig viele von ihnen eine Ausbildung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen beginnen und somit diesen als Wirtschaftsstandort stärken.

Die Plattform, um ihnen die Entscheidung schmackhaft zu machen, bietet die Zugspitz Region. Zum neunten Mal richtet sie am Donnerstag, 9. November, von 9 bis 16 Uhr die Zukunftsmesse aus. Am gleichen Ort wie bei den vergangenen Auflagen, mit dem gleichen Ziel, aber mit mehr Ausstellern: Waren es 2016 noch 65, meldeten sich dieses Mal 77 an. „Die Messe hat sich sehr gut etabliert“, sagt Geschäftsführer Sebastian Kramer. Ein paar überregionalen Interessenten musste man sogar absagen. Der Platzkapazität wegen. Durch die höhere Anzahl an Betrieben, die sich präsentieren wollen, beziehen die Organisatoren diesmal den Olympiasaal mit ein.

Übersicht über Bandbreite an Ausbildungs-Möglichkeiten

Die Besucher bekommen in den Räumlichkeiten eine Übersicht über nahezu die gesamte Bandbreite an Ausbildungs-Möglichkeiten im Landkreis. Die Liste ist lang. Angeboten werden Beratungen durch die Agentur für Arbeit, die IHK, Steuerberater- und Rechtsanwaltskammer und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Darüber hinaus sind Berufsfachschulen mit unterschiedlichen Ausrichtungen wie Kinderpflege, Musikinstrumentenbau, Kaufmännische Assistenten, aber auch die Meisterschule für Schreiner und die Fachakademie für Raum- und Objektdesign. Bundeswehr, die Bayerische und die Bundespolizei, Behörden und Ämter sowie elf Handwerks-Innungen ebenfalls mit von der Partie. Gerade über die Teilnahme der Innungen freut sich Speer ganz besonders: „Diese Berufe sind dringend nötig.“ Ein aktuelles Beispiel dafür liefert der Landrat gleich mit: „Gerade, wenn man bauen will, findet man keine Firma.“ Den größten Teil der Aussteller stellen aber wiederum die heimischen Betriebe dar. Und davon gibt es viele gute in der Region, wie Speer betont.

Es geht darum, junge Menschen im Landkreis zu halten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Abiturienten verschwinden und selten zurückkehren. Kramer bezeichnet das als „großen Aderlass“. Dabei vertritt er die Meinung, dass nicht jeder für ein Studium geeignet ist und hoch qualifizierte Jobs zwischen Staffelsee und Karwendel eine geeignete Alternative wären. Deshalb liegt ein Augenmerk auf dem Dualen Studium.

Rekord: 1150 Jugendliche der Jahrgangsstufen acht bis elf erwartet

Bei einem Rekordwert bleibt es aber nicht. Denn nicht nur die Aussteller boomen. Heuer erwarten die Organisatoren 1150 Jugendliche der Jahrgangsstufen acht bis elf bei der Messe. Sämtliche Schulen haben sich angekündigt. Nicht alle können in den zehn mehrmals stattfindenden Workshops Platz finden. Dabei sind es so viele wie noch nie, sagt Sabine Henche, die diese zum ersten Mal gemeinsam mit Marlene Krüger von der AOK Garmisch-Partenkirchen vorbereitet hat. Der Andrang ist groß. Alle 680 Plätze – vergeben.

Eine weitere Premiere steht am 9. November bevor: Durch die Vermittlung des IHK-Regionalausschusses sind Ausbildungs-Scouts vor Ort. Heißt: Junge Lehrlinge der Berufe Einzelhandelskauf-, Hotelfach- oder Bankkaufmann /-frau berichten aus erster Hand über ihr Berufsleben. Das passt ins Konzept der Zugspitz Region, die versucht, stets neue Impulse zu setzen. Eine wichtige Maßgabe: Denn noch immer bluten manche Berufe im Landkreis aus. Personalnot herrscht im Einzelhandel, der Gastronomie oder dem Tourismus. „Spengler tun sich auch hart“, sagt Speer. Nicht besser sieht es bei Rechtsanwaltsgehilfen aus, ergänzt Kramer. Das Problem: „Sie müssen bis nach München in die Berufsschule.“ Damit spielt er auf eine Herausforderung für die Politik an: „Wir brauchen einen starken Berufschulstandort.“

Die Zukunftsmesse

findet am Donnerstag, 9. November, von 9 bis 16 Uhr im Kongresszentrum inklusive Olympiasaal in Garmisch-Partenkirchen statt.

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